Tag 22: Fiese Bremsengeräusche und Meer

Obwohl wir uns mittlerweile schon in Nord Schweden herumtreiben, meint das Wetter es noch immer wirklich sehr gut mit uns. Nachts gehen die Temperaturen zwar wieder ziemlich in den Keller, bis teils -4 Grad, aber dank unserer neuen, dicken Decke stört uns das nicht sonderlich. Und da die Sonne schon um 3:15 aufgeht, ist es bereits wieder angenehm warm wenn wir aufstehen 🙂 Gestern führte uns unser erster Stopp nach Björkön, eine Halbinsel vor Njurundabommen.

In dem kleinen, sonst umtreibenden Fischerdörfchen Lörudden, herrschte komplette Ruhe, keine Menschenseele weit und breit. Wohl auch weil das renommierte Fischrestaurant, das ansonsten als Besuchermagnet gilt, zur Zeit nur am Wochenende seine Türen öffnet. So konnten wir uns mal wieder in aller Gemütlichkeit umschauen, und den kleinen, schnuckeligen Hafen erkunden 🙂

Danach ging es auf der E4 weiter. Da wir kurz davor waren Schwedisch Lappland zu erreichen und damit rechneten, dass dort die Supermarktdichte abnehmen würde, machten wir noch einen Stopp in Sundsvall. In Schweden sind oftmals sehr viele, große Läden gebündelt anzutreffen. Wohl weil die Landbevölkerung von weiter weg kommt und dann einen Stopp bevorzugen. Auch hier ist es so, nichts was es nicht gibt, krass. Nachdem wir alles eingekauft haben und Dorphine auch noch einen vollen Tank gegönnt haben, geht es zurück auf die Autobahn (leider fehlt es an diesem Küstenabschnitt an einer ländlicheren Alternative). Ein paar Kilometer weiter machten wir an einem Rastplatz halt, um unsere Müll zu entsorgen und… sag mal hast du das auch gerade gehört?! Musik wieder aus und erneut angefahren…also irgendetwas von hinteren linken Rad kommend, hörte sich da gerade überhaupt nicht gut an. Hoffentlich kein kaputtes Radlager…Also ging die Fehlersuche los…

Definitiv der hintere linke Reifen, aber das Radlager konnte Mario dann doch recht schnell wieder ausschließen. Der Verdacht fiel auf die Trommelbremse und erhärtete sich beim manuellen Vor-und Zurückschieben von Dorphine. Uijuijui… das hört sich teils aber wirklich ziemlich fies an. Nu… nützt ja alles nichts, das Rad musste wohl runter, um dann mamal mehr ins Detail gehen zu können!

Also ging Mario ans Werk. Mit dem von Sina sehr misstrauisch beäugten Original VW Bulli Wagenheber – das dünne Rohr sollte Dorphine heben und vor allem auch halten? – verlor Sie hinten links Bodenkontakt. Kaum war der Rad ab, ging’s an die Bremse und baam… schon beim öffnen fiel ein anscheinend abgebrochenes Winkelblech raus und zudem hatte sich eine eigentlich daran befestigte Feder gelöst. So gehört das ja eigentlich nicht… kein Wunder, dass das Ganze so einen Krach gemacht hatte. Aber um welches abgebrochenes Teil handelte es sich hier eigentlich genau?!

Nachgeschlagen im VW-Bulli „Wie helfe ich mir selber“ Ratgeber und festgestellt, dass es der Mechanismus zum Nachstellen der Feststellbremse war, der sich aus welchem Grund auch immer, verabschiedet hat. Ist der für die Betriebsbremse relevant? Nöö…nicht wirklich, stellt halt nur die Handbremse ggf. nach, also akut kein Handlungsbedarf notwendig und so machten wir uns erneut auf den Weg.

Mit etwas Verspätung erreichten wir dann doch noch Schwedisch Lappland – yay! Nun ging die Suche nach einem Stellplatz für die Nacht los, gar nicht so einfach hier…hier wird das Angebot langsam ein bisschen dünne. Einen kleinen Campingplatz den wir anfuhren, war an ein Fischrestaurant angebunden, dass dieses Jahr geschlossen blieb. Hmm. Dann doch Wildcampen… bloß wo?! Wir wurden schließlich an einer Stelle des Bottnischen Meerbusens, an welcher die Locals ihre Jetskis hin und wieder zu Wasser lassen fündig, und schlugen unser Nachtlager auf – man was werden wir gut schlafen heute ☺️

3 Kommentare zu „Tag 22: Fiese Bremsengeräusche und Meer

  1. Ohjehmineh, ich drück Euch die Daumen, dass Dorphine die Strecke, die Ihr noch vor Euch habt, gut bewältigt. Passt auf Euch auf und bleibt gesund. GlG, von mir 1en zu Euch 3en. ❤ ❤ ❤

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