Tag 26: Sünde oder tue was dich glücklich macht!

Herrliche 15 Grad und Sonnenschein begrüßten uns am nächsten Morgen als wir aufstanden. Und das, wo es im restlichen Schweden größtenteils am Regnen war. Noch ein riesiger Vorteil wenn man genügend Zeit hat, man kann auch mal einem großen Regengebiet davon fahren ☺️ Also konnte unsere Erkundungstour durch Nord-Schweden weiter gehen!

Und diesmal ließen wir uns ohne Karte oder Navi treiben, so viele Straßen gab es hier ohnehin nicht, und zudem ist es auch gleich viel spannender wo man schlussendlich landet. Zugefrorene Seen, ein reißender Fluss und eine Retro Esso Zapfsäule waren nur einige der Entdeckungen, die wir entlang des Weges machten.

Und ehe wir uns versahen waren wir in Lappland! Extra Wow!!! Erst der Polarkreis und jetzt auch noch Lappland! Nie im Leben hätten wir vor ein paar Monaten auch nur im geringsten daran gedacht, hier mal zu landen. Aber man was sind wir doch froh, dass es so gekommen ist! Diese Gegend ist, obwohl recht karg, wirklich faszinierend und auf ihre ganz eigene Weise auch wunderschön!

Wir bogen Richtung Landesinnere ab, weg von dem Finnischen Grenzfluss und in Richtung Kiruna, der einzigen größeren Stadt in Nordschweden. Und desto näher wir an Kiruna und damit auch Norwegen kamen, desto winterlicher wurde es! „Vorsicht Schlittenhunde“ … was für ein abgefahrenes und cooles Verkehrsschild, oder?

Leider ist die Saison für Schlittenhundfahrten in Kiruna bereits seit dem 1. Mai vorbei, aber so hat man auch einen schönen Grund vielleicht eines Tages zurückzukommen…🙃 Schneemobile wiederum haben noch Restsaison, und wenn man die vielen Mobile auf Hängern oder in Vorgärten sieht, lässt sich schnell erahnen, was für ein beliebtes Hobby sich dahinter verbirgt. Kurz vor Kiruna machten wir noch einen Abstecher zu DEM Original Eis-Hotel! Leider jedoch auch geschlossen und in der strahlenden Sonne am vor sich hin schmelzen. Dennoch sehr cool – im wahrsten Sinne des Wortes – sich ein wenig umzuschauen.

Wenn zwei „eigentlich“ recht strikte Pescetarier sich spontan entscheiden Fleisch zu essen, ist es eine Sünde oder wie so schön von der Bedienung erwidert, „do whatever makes you happy“ und wir entschieden uns für das Letztere. Und dann sollte es natürlich schon etwas ganz Besonderes sein. Und Stejk Street Food in Kiruna ist ganz sicher etwas ganz Besonderes! Der Food Truck serviert das traditionelle Lappländische Gericht Stejk mit einem modernen Touch (und richtig leckerer selbst-gemachter BBQ Sauce). Gegessen wird im Winter in einem Original lappländischen Tipi aber bei den Temperaturen heute natürlich, lieber draußen. Traditionell wird Stejk mit Rentier oder Elchfleisch serviert. Wir beschlossen beide Varianten zu probieren. Übrigens kommt das Fleisch von wildgeschossenen Tieren, welches für unsere Entscheidung auch mit ausschlaggebend gewesen ist. Da der natürliche Feind mittlerweile fehlt, werden die Bestände von Förstern reguliert, da hatten wir doch auch gleich ein weniger schlechtes Gewissen mal wieder Fleisch zu essen. Die Chefin des Foodtrucks war sofort in Twiggy verliebt und erzählte, dass sie das einzige Restaurant in Kiruna war, dass Hunde erlaubte. Twiggy erwies sich auch hier mal wieder als ein guter Tür- und Herzensöffner 🙂 Sowieso war die Crew des Foodtrucks wirklich sensationell und jeder der dort einen Stopp einlegt, sollte neben einem mega yummy Stejk zu essen, auch unbedingt einen Schnack mit den drei halten! Der Koch war mit 16 aus Panjabi alleine nach St. Petersburg gegangen, hatte dann 12 Jahre in Italien gelebt und war nun hier in Kiruna gelandet…und ein mega netter Typ! Zum Abschied bekamen wir sogar noch die hausgemachte BBQ Soße als Geschenk mit 😊 Die Stejk waren beide übrigens vorzüglich! Vom Geschmack tatsächlich sehr unterschiedlich, aber keiner von uns beiden könnte einen Favoriten benennen.

Kiruna werden wir dank dieses Food Trucks auf jeden Fall in aller bester Erinnerung halten! Gut gestärkt ging es dann erst einmal weiter gen Norden. Da die Wildcamping Spots hier eher spärlich gesät sind und die wenigen Campingplätze noch allesamt geschlossen haben, begannen wir die Suche nach einem Übernachtungsplätzchen recht früh. Zwei die wir anfuhren waren ohne Four-Wheel Drive nicht erreichbar, doch beim Dritten hatten wir Glück! Direkt an einem noch komplett zugefrorenen See, mitsamt Toilette und Grillplatz, schlugen wir erneut unser Nachtlager auf.

Ehe wir die Umgebung bei einem schönen Abendspaziergang erkundeten, kam erst noch die Pflicht. Wir brauchten mal wieder etwas aus der Dachbox. Fast schon konventionell mit einer dort liegenden Leiter, machte Mario sich Dank Twiggy‘s tatkräftiger Unterstützung ans Werk ☺️

Wir ließen den Abend wieder im Fahrerhaus sitzend ausklingen und während wir die Fotos des Tages austauschten und über gefilmte Videos lachten, geschah etwas unglaubliches. Direkt vor unseren Augen überquerte doch tatsächlich ein Rentier den zugefrorenen See und kam genau auf uns zu! Wir trauten unseren Augen kaum als es immer näher kam, und schließlich direkt vor uns die Böschung erklomm. Und obwohl es uns scheinbar bemerkte drehte es nicht um, sondern lief weiter, direkt an Dorphine und uns vorbei! Wow! Einfach nur, „wow“!

5 Kommentare zu „Tag 26: Sünde oder tue was dich glücklich macht!

  1. Hello ihr Drei, wir verfolgen eure Reise mit Spannung und sind ganz begeistert was ihr alles so erlebt. Es macht einfach Spaß dabei zu sein. LG aus Schneverdingen.

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  2. Moin aus Hamburg an Euch, Mario, Twiggy und Sina! Einfach unbeschreiblich, was Ihr alles erkundet und erlebt. Mit nur einem Wort: einmalig! Bitte schickt mir das Foto aufs Handy, wo Mario auf der Leiter steht und Twiggy darunter ist. weiterhin tolle und schöne Tag und liebe Grüße zu Euch nach Lappland. LG, Mom, Omi, Heidi ❤

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  3. So ein gutes und wildgeschossenes Fleisch durftet ihr Euch mal gönnen. Herrlich 🙂
    Was für ein Glück mit dem Rentier…sehr geil.

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