Tag 36 und 37: „Den essen wir!“ (Zitat Asken G. :) )

Wisst ihr was ein absolutes Plus am Wildcampen im Naturreservat ist? Man kann direkt vom Frühstückstisch einen Hike in eben einem solchen machen! Und das nutzten wir an diesem Morgen auch gleich aus. 3,5km ging es über Stock und Stein einmal um den See herum, an dem wir die Nacht zuvor geparkt hatten. Was für eine Natur und grandioser Start in den Tag! Irgendwann sollte man noch einmal zurückkommen und unter freiem Himmel, in einer dieser, meist ziemlich gut ausgestatteten, Schutzhütten, die man überall in Schweden’s Nationalparks finden kann, übernachten! Leider fehlt es dafür bei unserem Bulli Road Trip an entsprechender Ausrüstung, aber genau das ist ja auch das schöne am Reisen, desto mehr man von der Welt sieht, desto größer scheint sie zu werden.

Danach ging es weiter zu einem ganz besonderen Zwischenstopp. Sina’s Bruder Asken, sein Kumpel Karl und dessen Freundin Michelle hatten in einem Örtchen bei Falkenberg ein Haus direkt am See gemietet, und uns eingeladen doch mal vorbeizukommen. Klar, dass wir uns schon freuten zum ersten Mal auf unserem Trip bekannte Gesichter zu sehen. Zumal die zwei Jungs schon jahrelange Schweden Camping und Angel Erfahrung gesammelt hatten und Karl ein begnadeter Angler ist, der bereits Einheimische mit seinen Fängen staunen lies.

Nach einem sehr herzlichen Empfang und netter kurzer Klönrunde ging es dann auch recht schnell zur Sache. Karl pimpte noch unsere Angeln mit Schweden erprobten, erfolgsversprechenden Ködern und dann ging es für uns endlich auch das erste Mal in Schweden mit dem Ruderboot raus auf den See -YAY – Kaum die Ruten ausgeworfen, hatte Asken auch schon gleich beim ersten Wurf einen kleinen Barsch an der Angel. Boah, das fing ja spitze an! Wir waren voller Vorfreude was da noch so alles kommen sollte…wirklich, so einfach konnte Angeln in Schweden sein?!

Die Fische konnten sich nicht vor Karl, und seiner Erfahrung wo sie stehen, verstecken. Er navigierte das leicht chaotische Rudergespann Asken-Mario an die besten Plätze und sagte uns dann genau an welche Stellen wir am besten auswerfen sollten. Kaum befolgt und ZAAACK hatte Sina auch einen kleinen Barsch an der Angel! Unglaublich! Ganz Stolz traute sie sich, diesen kleinen Burschen dieses Mal sogar auch anzufassen… wusstet ihr, dass man einen Barsch immer von vorne greifen sollte um sich nicht an den spitzen Flossen zu piksen? Wir jetzt dank Karl’s super Erklärungen und Hilfestellungen schon -freu- :))

Aber auch dieser zweite Fang der Tour war natürlich zu klein zum essen, und so kam er zurück ins Wasser und wir machten uns weiter ans Werk. Das Ziel war es unter anderem, einen Fisch zu fangen, den wir zum Abendessen grillen konnten, um so unseren Traum einen selbstgeangelten Fisch in Schweden zu essen doch noch zu verwirklichen. Wir lernten, dass Hechte z.B. auch gerne unter Seerosen stehen, da sie dort besonders gut getarnt sind. Also Attacke… und so fingen wir an, ein eben solches Feld in Angriff zu nehmen… ihr wisst ja, Bilder sagen mehr als tausend Worte:

Sensationell Karl! Das Abendessen war gesichert. Aber deswegen war unsere Angeltour natürlich noch nicht beendet. Flux angelegt und dann ging es vom Ufer aus weiter…übrigens noch ein Trugschluss von uns zu denken, dass unser zugegebenermaßen bis dato etwas fehlendem Petri Heil daran gelegen hat, dass wir nur vom Ufer aus fischen konnten. Auch mit dem Boot hatten wir sehr nah am Ufer entlang gefischt. Asken fing auch prompt einen zweiten kleinen Barsch – cool 🙂 Da es langsam aber sicher immer später wurde machten wir uns langsam auf den Rückweg zum Haus.

Achtung…jetzt wird die Geschichte doch noch etwas traurig…Der Einzige, der noch immer ohne einen einzigen Fang in Mutterland des Angelns war, ist Mario…aber ist aufgegeben eine Option? Niemals! Auch von dem Steg vorm Haus hatten die beiden Jungs schon Fische gefangen, warum sollte es dann nicht auch jetzt klappen? Bewaffnet mit dem „Blinden“-Blinker versuchte Mario weiter sein Glück – und wurde prompt belohnt! Er fing tatsächlich seinen ersten schwedischen Fisch! So groß die Freude bei Mario auch war, so mini war dann auch der kleine Barsch…und so wurde dieser nach einem kurzen Shooting auch wieder in die Freiheit entlassen.

Freude gab es auch in der Küche, nämlich Vorfreude auf dieses tolle Essen! Nur mit wenigen Zutaten verfeinert sollte der Hecht in der Glut eines selbstgemachten Feuers schmoren. Was für ein Gaumen- und Augenschmaus! Dazu noch Reis und eine super leckere, selbstgemachte Gemüsepfanne, die ebenfalls draußen überm Feuer gebraten wurde. MEEEGA!

Das hieß aber nicht, dass die Angeln beiseite gelegt wurden. Immer mal wieder versuchten Asken und Mario in der Abenddämmerung ihr Glück draußen vom Steg aus. Wo ein Fisch war, waren schließlich sicherlich noch mehr – Asken; Regel #1 – Außer der mini Barsch hatte die anderen gewarnt, nachdem Mario ihn zurück ins Wasser getan hatte – Asken; Regel #2 –

Michelle, Karl, Sina und mittlerweile auch Asken saßen bereits gemütlich ums Feuer und schauten Mario, bei seinem Versuch evtl. doch noch einen weiteren Fang zu machen, zu. Auf einmal sah es tatsächlich so aus, als wenn einer angebissen hätte, doch auf die Rückfrage kam nur ein, „ne hänge glaube ich mal wieder“, zurück. Karl sah mit seinem Kennerblick auch auf die Distanz, dass das alles andere als ein Hänger war und sprach das auch gerade laut aus, als Mario selbst realisierte, dass er doch etwas am Haken hatte. Asken war der Erste an Ort und Stelle, und mit dem Käscher bewaffnet rannte er zum Steg und deklarierte dabei begeistert, „Den essen wir!“ :)))

Yiepiee!!! Der Bann war nach über 5 Wochen! endlich gebrochen! Mario hatte nun auch einen tollen Hecht rausgeholt. Boah, was war die Freude riesig! Hammer! Ausdauer und der Glaube und Wille, dass es klappen würde, hatten sich ausgezahlt. Karl war so lieb, den Hecht gleich noch an Ort und Stelle zu entschuppen, auszunehmen und ebenfalls so lecker zuzubereiten wie bereits den Ersten. Keine zehn Minuten nach dem Fang lag der Hecht bereits neben dem anderen im Feuer. Frischer geht es wirklich nicht!

Und was sollen wir sagen, das Essen direkt am Feuer wenig später war dann auch sensationell!! Das Vorurteil, dass Hecht schwierig zu essen sei, da dieser relativ viele Gräten hat, und daher vielleicht auch eher ungerne gegessen wird, wiederlegte dieser Schmaus zu 100%. Die beiden Fische schmeckten wirklich hervorragend! Die Zubereitung über’m Feuer sorgte für ein herrliches Aroma und mega zartes und aromatisches Fleisch. Und ja, er hat auch Gräten, aber eher große, um die man prima herum essen konnte. Es schmeckte vorzüglich! Und na klar war die Atmosphäre mit dem Kochen direkt überm Feuer auch eine ganz besondere!! Was für ein toller und schöner Abend ☺️

Nachdem alle gemütlich ausgeschlafen und die Männer schon trotz kalter Priese eine Runde im See geschwommen sind – Respekt! – gab es noch ein gemeinsames super leckeres und ausgiebiges Frühstück. Was für ein herrlich entspannter Zwischenstopp auf dieser Reise! Vielen vielen lieben Dank nochmal an die drei für die sehr herzliche Gastfreundlichkeit, das super Angelerlebnis inklusive Tipps und Tricks und die rundum schöne Zeit!!! Vielleicht kreuzen sich unsere Wege ja nochmals auf unserer Reise…you never know! ☺️

4 Kommentare zu „Tag 36 und 37: „Den essen wir!“ (Zitat Asken G. :) )

  1. Yihaa!! Es hat geklappt mit dem ersten Fisch👊🏼💪🏼. Endlich 😊 Sah ja ganz schön lecker aus😋. Eine tolle und schöne Zeit wünschen wir euch weiterhin ☀️
    Liebe Grüße von der Wilkens Bande😎

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