Tag 57: Hoch hinauf in Graz und „Zdravo sLOVEnia!

Da es uns so gut in Graz gefallen hatte, beschlossen wir für den nächsten Tag noch ein paar weitere Stunden in dieser schönen Stadt zu verbringen. Und eines der Highlights der Stadt, im wahrsten Sinne des Wortes, hatten wir gestern doch glatt auch missachtet, nämlich die Burg, welche sich über der wunderschönen Altstadt erhebt. 260 Treppenstufen führen von der Altstadt hinauf zur Turmuhr und der alten Burg – puh, kein schlechtes Workout. Aber der Aufstieg lohnte sich alle mal, die Aussicht über Graz ist wirklich sensationell, und das vor allem bei dem tollen Wetter! Klar, dass wir da erst einmal ein paar Fotos geschossen haben.

Abschließend noch ein kleiner Einkaufsbummel und wir waren bereit für unser nächste Abenteuer: Slowenien! Das ist jetzt doch mal tatsächlich das erste Land auf dieser Reise, dass keiner von uns beiden vorher bereist hat und von dem wir zugegebener Weise auch nicht sonderlich viel wissen. Unsere Vorfreude und Neugier war auf jeden Fall riesig! Zuerst musste Dorphine aber ganz schön ackern um den Radlpaß (kein Plan warum der so heißt…mit dem Rad muss das kein wirklicher Spaß sein) mit seinen teils ziemlich heftigen Steigungen zu bezwingen. Doch auch dieses hat die alte Lady mit Bravour, wenn häufig auch nur im 2. Gang mit 30km/h, gemeistert! Oben auf dem Gipfel erwartete uns dann auch schon der Grenzposten…doch wie bis jetzt an allen Grenzübergängen auf unserer Reise, war auch dieser offen und wir konnten ohne zu stoppen überqueren. Ja stimmt, sollte innerhalb der EU eigentlich auch normal sein, jedoch in Corona Zeiten…

Ein tolles Panorama aus strahlend blauem Himmel, grünen Wäldern, sowie Bergen und Hügeln empfing uns in Slowenien. Wow. Nachdem wir die Passstraße wieder herunter gekurvt waren führte uns die Route an dem Fluss Drava entlang. Echt eine beeindruckende Landschaft!

Als Übernachtungsstopp hatten wir uns den Bauernhof von Irma und ihrem Mann nahe Slovej Gradec ausgesucht und wurden dort auch sogleich sehr herzlich begrüßt. Und das obwohl wir mitten zur Heu einfuhr aufkreuzten und eigentlich alle ziemlich beschäftigt waren. Irma fragte uns auch gleich, in einem gutem Deutsch, ob wir heute Abend auch etwas warmes zu Essen haben wollten. Sie schreckte auch nicht von dem Angebot zurück, als wir sie nach etwas vegetarischem fragten. Echt mega nett wie wir fanden, da hier Fleisch schon sehr zu einem Essen gehört. Wir parkten mit Dorphine neben dem ehemaligen Heuschober und erkundeten ein wenig den Hof. Echt toll, was hier alles selbst angepflanzt wird!

Am späten Nachmittag zogen dann die ersten dunklen Wolken am Himmel auf und verdrängten langsam aber sicher das sommerliche Wetter. So machten wir es uns in Dorphine gemütlich und erwarteten mit Spannung das Abendessen. Was Irma uns wohl kochen würde? Um 18:30 Uhr war es dann soweit und wir machten uns auf den Weg zum Wohnhaus, wo uns Irma erst einmal mit einem leckeren, selbst-gebrannten Obstbrand empfing 🤪

Kurz mach dem Begrüssungsschnäppschen servierte sie uns als Vorspeise eine Pilzsuppe nebst selbstgebackendem Bauernbrot. Bei der Getränkeauswahl entschied sich Mario für einen Apfelmost und Sina für die alkoholfreie Variante, einen Apfelsaft. Beides ebenfalls aus eigener Herstellung und sehr lecker! Fast oder eigentlich alle Lebensmittel die wir hier essen würden, kamen aus eigenem Erzeugnis, was mega ist und man auch schmeckte 🙂

Dann kam das Hauptgericht, zu super lecker gewürzten Weizenkleien und einem Kohlsalat aus dem eigenen Garten, hatte uns Irma einen mit Linsen gefüllten, eingerollten und dann frittierten Pfannkuchen gezaubert. Man was war das yummy, wir waren sehr begeistert! Das Essen und die landestypische Küche in so einem familiären Umfeld mal kennenzulernen, war in unseren Augen phänomenal.

Zum Nachtisch gab es noch einen bunten Mix Kirschen aus dem Garten – auch sehr lecker! Nur leider nix für Mario…blöde Kreuzallergie 😦 Als wir zurück im Bulli waren, waren wir auf jeden Fall pappsatt und glücklich in so einem gastfreundlichen Land gelandet zu sein. Das Trommeln des stetigen Regens auf Drophine’s Dach machte den gemütlichen Abend perfekt 🙂

So nun seid ihr gefragt, war schon mal jemand in Slowenien und kann uns ein paar Tipps geben, was man sich unbedingt mal anschauen oder besichtigen sollte? Wir würden uns sehr über die ein oder andere Anregung freuen 🙂

2 Kommentare zu „Tag 57: Hoch hinauf in Graz und „Zdravo sLOVEnia!

  1. Hallo Ihr drei, Ihr habt wirklich in den Ländern, die Ihr bis jetzt bereist habt, tolle Gastfreundschaft erlebt und unterschiedliche Menschen kennengelernt. In Graz war ich zuletzt vor ca. 12 Jahren. Damals wurde der Uhrenturm renoviert. Die Murinsel hattet Ihr bestimmt auch besucht.
    Das Essen sieht ja oberlecker aus. Da wäre ich auch gerne dabei gewesen.
    Ich werde heute meinen slowenischen Haus- und Heimhandwerker Mo fragen, was er an Sehenswürdigkeiten in Slowenien empfehlen kann. Melde mich dann wieder. Solltet Ihr noch nach Kroatien fahren, könnte ich Euch paar Tipps geben, da ich bereits 2 x dort war.

    Seid nun wieder mal ganz lieb gegrüßt. Habt ’ne schöne Zeit und bis dahin, mit lieben Grüßen, Mutti, Omi, Heidi ❤

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