Tag 59: Die Geliebte – Ljubljana

Wir wurden von einem wunderschönen Sonnenaufgang geweckt, die letzten Spuren des Regens und Gewitters vom Vorabend verdunsteten. Mario nutzte sogleich auch die Gunst der Stunde und hängte unsere sämtlichen nassen Klamotten zum trocknen heraus 🙂

Nach dem Frühstück machten wir uns dann auf den Weg Richtung Ljubljana, der Hauptstadt Sloweniens. Ja, den Besuch des Alpendorfes hatten wir vollständig aufgegeben, das sollte einfach nicht sein. Zudem war der Stellplatz unserer Übernachtung schon nahe der Hauptstadt Sloveniens, Ljubljana, was übersetzt soviel wie „die Geliebte“ heißt

Ein Parkplatz für Dorphine war schnell gefunden und kurze Zeit später begannen wir diese Stadt, über die wir zugegebener Maßen nicht sonderlich viel wussten, zu Fuß zu erkunden. Es dauerte nicht lange, bis sie unsere Herzen eroberte. Im Gegensatz zu anderen Hauptstädten ist Ljubljana noch nicht so in den Händen der großen, internationalen Ketten „verseucht“, stattdessen säumen eher viele kleine, inhabergeführte Geschäfte die Strässchen…so schön:) Mit knapp 280,000 Einwohnern ist sie sicherlich eine der kleineren Hauptstädte Europas, aber das macht sie in unseren Augen auch perfekt für einen tollen Wochenendtrip!! Der Fluss Ljubljanica schlängelt sich durch die Innenstadt unter vielen schönen Brücken hindurch, was dem Städtchen schon auch ein kleines bisschen dem Flair von Venedig verleiht. Zudem ist die Stadt eine Universitätsstadt, hat eine Vielzahl wirklich netter kleinen Cafe’s, Restaurants und Bars aufzuweisen. Hey, aber macht euch doch am Besten selbst eine Meinung, wir haben mal ein paar Impressionen eingefangen 🙂

Vielleicht hatten wir einfach auch nur Glück da Freitag war, aber es gibt tolle Märkte in Ljubljana. Neben einem großen Markt mit frischen Früchten, Gemüse und Nüssen entdeckten wir auch einen weiteren mit vielen Speisen und Getränken, welche wirklich alle!! unterschiedlich waren. Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen, wirklich jeder Stand hatte ein anderes kulinarisches und internationales Thema und nicht Burger Bude an Burger Bude – wir finden: Wow! Und alles wurde frisch zubereitet und sah fantastisch aus. Das ganze machte es wirklich schwer sich zu entscheiden 🙂 Nach zweimaligem darüberschlendern, was sich wie eine kulinarische Weltreise anfühlte, entschieden wir uns für den Stand mit ein paar Gerichten aus Kenya. Wann bekommt man schließlich mal die Chance authentische, afrikanische Küche zu essen? Und die Entscheidung stellte sich als Goldrichtig heraus, die zwei Gerichte waren sehr wirklich sehr lecker 🙂 Und weil uns das Konzept von dem Markt und die vielen unterschiedlichen Stände so gut gefallen haben, haben wir auch hier ordentlich Bildmaterial gesammelt.

Gut gestärkt verbrachten wir noch den ganzen Nachmittag damit die Stadt weiter zu erkunden. Ljubljana bekommt auf jeden Fall unsere klare Besuchs-Empfehlung!! 🙂 Und nur wenige Kilometer vor der Stadt gibt es auch noch einen kleinen Stellplatz auf einem Bauernhof – unser nächstes Ziel. Was für eine Idylle! Hier steht man neben dem Kuh- und Ziegenstall unter schattenspenden Obstbäumen.

Und nach einem kurzen Spaziergang über einen kleinen Fluss, ist man direkt bei dem Bauern auf dem Hof und wird mit Bier, Wein und leckeren, selbstgemachten Speisen bewirtet. Ähnlich wie bei Irma (der 1. Hof auf dem wir in Slowenien übernachteten) wird individuell für die Gäste gekocht, halt das was gerade Saison hat. Für uns kochte der Chef persönlich ein kleines, einfaches aber leckeres Menü aus Kartoffeln, Krautsalat und überbackenen Zucchini mit Käse. Richtig lecker und genau das richtige bei diesem heißen Wetter!

Was für ein toller Tag mal wieder, mit so vielen Impressionen! Und was für ein Kontrastprogramm zu dem Gestrigen… Wir ließen den Tag noch gemütlich ausklingen und waren wieder sehr dankbar dafür, so viele tolle Menschen und Plätze auf dieser Reise bis dato kennen lernen zu dürfen.

Als wir uns langsam Richtung Bulli aufmachten und noch einen letzten Schnack mit dem Eigentümer hielten, gab er uns noch zwei Zucchini mit auf den Weg. Wir wiederholen uns zwar, aber man ist das ein gastfreundliches Land! Er zeigte uns auch noch die restliche Zucchini Ernte des Tages, eine ganze Schubkarre voller riesen großer Früchte, und erklärte uns, dass diese morgen eigentlich an die Schweine verfüttert würden. Kurzerhand bot er uns an, doch zwei mitzunehmen und damit den Ziegen, welche ja unweit des Bullis beheimatet waren, einen leckeren Snack am Abend zu bereiten. Das ließen wir uns natürlich nicht zweimal sagen und wenige Minuten später waren wir am Ziegenfüttern – cool 🙂

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