Tag 68: Ungarn, vorerst jedoch nur als Transitland

Auch wenn wir bereits mit großer Vorfreude auf unser nächstes auserkorenes Ziel Rumänien schauten, so wollten wir auch diesmal nicht nur schnell via Autobahnen dorthin eilen. Ganz im Gegenteil, wir sparten uns die kostenpflichtige ungarische Vignette und fuhren wie gewohnt über Landstraßen durchs Land. Der Grenzübertritt von Kroatien nach Ungarn war, auch wenn wir die einzigen waren, etwas strenger als die bisherigen, und wir mussten Dorphine sogar einmal von Innen zeigen, ehe wir einreisen durften.Was genau das nun auf sich hatte erschloss sich uns zwar nicht, aber spielte auch keine Rolle, denn schwupps, da waren wir schon im nächsten Land – yiepiehhh!

Und falls sich irgendjemand fragt, wie eigentlich Twiggy so einen anstrengenden Fahrtag wegsteckt… gestresst sieht anders aus, oder? 🙂

Entlang nicht zu endend wollender Sonnenblumenfelder tuckerten wir die 300 km von Barcs, welches an der Grenze zu Kroatien liegt, bis Kiszombor an der Grenze zu Rumänien. Unterwegs machten wir nur einen kurzen Tankstopp und zudem musste Mario sich einmal etwas die Beine vertreten, da der Gasfuss langsam etwas müde wurde. Währenddessen bereitete Sina einen kleinen Snack vor. Aus Kroatien hatten wir noch frische Tomaten und Zwiebeln, die nun noch mit Feta, ein wenig Apfelessig aus der Steiermark und Olivenöl zu einem herrlich leckeren Salat vereint wurden. Genau der richtige Snack bei 33 Grad und Sonne satt 🙂

Der Grenzübergang nach Rumänien sollte bisher der langwierigste auf unserer Reise sein. Geschlagene 30 Minuten mussten wir in der Autoschlange warten, ehe wir ins Land rein gelassen wurden. Einen Kilometer nach der Grenze mussten wir erst einmal eine Tankstelle anfahren, denn auch in Rumänien gibt es eine Vignetten Pflicht. Während Sina hineinging und feststellte, dass man in diesem Land mit Englisch vermutlich nicht immer gut weiter kommen würde, bekam Mario im Auto wartend die erste Verkaufsanfrage für Dorphine von einem Heranwachsenden…Hehe.

Über Landstraßen fuhren wir weiter in Richtung Arad, einer etwas größeren Stadt nahe der Grenze zu Ungarn. Hier erhofften wir uns einen ATM zu finden, um zumindest gleich etwas von der Rumänische Währung Leu in der Tasche zu habe und auch so den meist recht hohen Gebühren der Wechselstuben zu entkommen. Check, gefunden und Bares auf Tasch 🙂 Unsere weitere Fahrt führte uns durch ländliche Regionen, was durchaus auch sehr interessant war. Was gleich recht auffällig war, dass in dieser Region des Landes doch noch recht häufig der Ost Block-Charme durchblickt. Viele der Häuser und Dörfer rechts und links des Straßenrandes waren ziemlich heruntergekommen, doch die Kirchen stets in einem äußerlich sehr gutem Zustand. Und Obacht! Hier gibt es noch Bahnübergänge die unbeschrankt sind 🙂

Nach den ersten gewonnen Eindrücken steuerten wir einen kleinen Campingplatz unweit der Stadt Arad an. Der Besitzer begrüßte uns sogleich sehr freundlich in einem sehr guten Englisch! (tja…da lag Sina mit Ihrer ersten Annahme vielleicht doch nicht ganz richtig 🙂 ) und so kamen wir auch gleich ins Gespräch. Er erzählte uns viel über Rumänien und was Corona für die ohnehin schon arme Bevölkerung bedeutete. 2019 war für Rumänien das ökonomisch stärkste Jahr seit dem Niedergang des Kommunismus, doch der Aufschwung wurde nun durch die Corona Krise stark ausgebremst, ist sogar wieder rückläufig und der Tourismus bleibt bis jetzt größtenteils aus. Auf der anderen Seite die Erntehelfer, die trotz Corona nach Deutschland zur Spargelernte einreisen durften… Ein wirklich toller erster Kontakt und zudem sehr interessantes Gespräch, dass uns einmal mehr darin bestärkt mehr über das für uns noch so unbekannte Land Rumänien und dessen Menschen erfahren zu wollen.

Ein Kommentar zu “Tag 68: Ungarn, vorerst jedoch nur als Transitland

  1. Toll wieder Euer Bericht und vielen Dank für die Aufnahmen. Wieviele Kilometer seid Ihr denn nun insgesamt gefahren?

    Passt auf Euch auf und habt weiterhin eine schöne Zeit, mit glG, Eure Mom, Omi, Heidi ❤ ❤ ❤

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