Tag 69: Transilvanien wir kommen!

Obwohl man in der Ferne das Bellen der Strassenhunde hören konnte, haben wir in unserer ersten Nacht in Rumänien blendend geschlafen. Auch der erste Morgen war sehr entspannt und gemütlich, bei schönstem Wetter frühstückten wir und schnackten noch etwas länger mit Silke und Frank, einem sehr sympathischen Paar aus Deutschland, welche mit ihrem VW T5 Bus auch dort übernachtet hatten. Die zwei waren ebenfalls mit ihrem selbst ausgebauten Bus, durch Rumänien und auf der Weiterreise nach Griechenland, unterwegs. Silke und Frank hatten schon viele tolle Reisen, mitunter auch auf dem Fahrrad durch Rumänien, gemacht…welches unseren vollsten Respekt hat! Es hat auf jeden Fall Spaß gemacht auch auf Gleichgesinnte zu treffen und mal etwas über selbstgemachte Ausbauten und coole Reiserouten zu fachsimpeln.

Unsere weitere Route führte uns dann in die Region Transsilvaniens. Wie gehabt mieden wir die Autobahn, fuhren stattdessen Landstraße und machten so viele interessante Entdeckungen.

Schnell konnten wir auch am eigenen Laibe erfahren, dass die LKW-Fahrer hier eine ganz eigenwillige, sehr rasante Fahrweise haben… Uijuijui… da wird man doch glatt auch mal weg gehupt wenn man mit dem Bulli schön am Cruisen ist. Sowieso scheinen die Geschwindigkeitsbeschränkungen mehr ein gutgemeinter Ratschlag als Vorgabe zu sein, zumindest hält sich fast keiner auch nur annähernd daran…😆 Entlang vieler kleiner Dörfer gelangten wir nach einer doch recht langen Fahrt zu der Zufahrtsstraße des Detunata Goală, einem Nationalpark mit besonderen Felsformationen. Doch bereits nach wenigen gefahrenen und zudem auch ziemlich engen Kurven, welche wir im 1. Gang hochgekrochen sind, wurde die sowieso schon enge Straße auch noch immer steiler. Und kurz darauf drehten wir mit Dorphine besser wieder um. Die bis zu 20 % Steigung wollten wir der etwas betagten Lady bei über 30°dann lieber nicht antun…das ist vielleicht doch etwas too much.

Nun denn, das sollte dann wohl nicht sein. Stattdessen fuhren wir weiter in Richtung der Stadt Turda. Die Strecke dorthin war vermutlich typisch Rumänisch… Belag eher im mäßigen Zustand, viele Kurven und Steigungen, und jedermann war in Eile. Für Mario brannte sie sich als die „Never-Ending-Road“ ein, tatsächlich waren es aber „nur“ 100km. Doch auch hier passierten wir wieder viele kleine Dörfer und tolle Landschaften.

Ungefähr auf halber Strecke wurde der Himmel vor uns plötzlich dunkel und ein Sturm zog aus dem Nichts auf. Kurze Zeit später begann ein Platzregen und wir machten uns auf eine Regenfahrt gefasst… doch siehe da, nur zwei Minuten später war alles vorbei und wir auf der anderen Seite des Unwettergebietes. Krass! So eine Wetterschneise hatten wir noch nie erlebt… und das faszinierende war, dass das Unwetter an Ort und Stelle blieb. Es hatte sich richtig zwischen den Bergen festgesetzt… was ein cooles Naturschauspiel!

Neben der von uns gefahrenen Route 75 liegend, fielen uns immer wiederkehrende Bahngleise auf und wir fragten uns ob diese wohl noch genutzt wurden. Falls ja, musste das eine faszinierende Strecke sein! Die Auflösung kam kurz vor Ende der Strecke… sicher können wir es zwar nicht sagen aber wir gehen mal stark davon aus, dass diese Bahn nicht mehr in Betrieb ist 🙂

Als wir so langsam das Stadtgebiet Turda‘s erreichten, tauchten immer mehr kleine Strassenstände mit Obst und Gemüse vor den Häusern stehend auf. Und da wir von Anais und Axel in höchsten Tönen schwärmend erfahren hatten, wie lecker das Obst und Gemüse von solchen Ständen war, mussten wir natürlich auch unseren ersten Stopp an einem einlegen. Boah, was für eine tolle Auswahl dafür, dass das alles aus dem Garten hinter dem Haus gelegen kam. Da schlugen wir doch gleich mal richtig zu und nahmen ein paar Tomaten, Kartoffeln, Paprika, Zwiebeln und Kirschen mit ☺️

Wir erreichten den kleinen Campingplatz Mihai Viteazu nur wenig später. Eigentlich ziemlich unspektakulär gelegen, aber man, was für ein Träumchen doch. Unter schattenspendenden, riesigen Wallnussbäumen durfte man sich auf der Wiese jeden beliebigen Platz aussuchen. Die Betreiber, ein rumänisches Ehepaar das 15 Jahre in den Niederlanden gelebt und gearbeitet hatte, waren mega nett und gastfreundlich! Schon kurz nach unserer Ankunft kamen sie mit einem kleinen Tablett, das mit einer Fahrradklingel zum bemerkbar machen ausgestattet war, und luden uns zu einem Mirabellenschnaps ein. Uijuijui… ganz schön stark (Anmerkung Mario: für Sina)… aber mega süß von ihnen wie wir fanden.

Wir durften uns auch nach Lust und Laune an den Sauerkirschbäumen bedienen – mega lecker! Hach… hier fühlten wir uns wohl! Leicht angeschwippst und mit super Laune starteten wir mit der Vorbereitung für unser Abendessen. Das eben noch gekaufte frische Gemüse, wurde dafür angebraten und lediglich mit etwas Salz, Pfeffer und Chili abgeschmeckt – mal wieder simpel aber mega lecker! 😋

Ein Kommentar zu “Tag 69: Transilvanien wir kommen!

  1. Hallo Ihr 3,
    es war ein schönes zusammen Treffen mit euch. Leider ein wenig kurz 😉Wir wünschen euch noch eine super Zeit in Rumänien und wir werden euren Block weiterverfolgen. Wir sind gerade auf der Fähre nach Kreta. Die Einreise nach Bulgarien ging innerhalb von 5 Minuten wie an allen anderen Grenzen. Die Einreise nach Griechenland war auch sehr einfach und hat ca.10 Minuten gedauert. Ihr müsst aber das Formular spätestens 48 Stunden vorher Online ausfüllen. Griechenland wird euch gefallen,man kann hier überall direkt am Strand übernachten. Ein Traum. Gute und sichere Weiterreise.Frank und Silke aus dem VW T5😉👍🇬🇷🚐💨

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