Tag 84: Kopriwschtiza

Den nächsten Morgen starteten wir ganz entspannt mit einem leckeren Müsli Frühstück inkl. Joghurt, Bananen und Äpfeln. Und auch dem Abwasch der letzten Tage wurde mal wieder auf die Pelle gerückt. Dank unseres Eco-Friendly Spülmittels klappt das ja auch spitze auf Wildcampingplätzen 🙂

Von Plovdiv wollten wir heute weiter nach Sofia fahren, jedoch wie gehabt nicht über die Autobahn sondern über Landstraßen. Eine mögliche Strecke führte durch die Berge und an der Stadt Kopriwschtiza vorbei – perfekt! Tatsächlich entpuppte sich die Strecke als mega entspannt, nicht viel Verkehr und eine gute Straße, da hatten wir in Bulgarien schon ganz andere Straßen erlebt. An einem „Rastplatz“ machten wir halt, nicht ganz, was man in Deutschland darunter versteht, aber im Grunde alles da, was man braucht.

Das coole an Bulgarien ist, dass es am Straßenrand sehr oft kleine Brunnen mit frischem Quellwasser gibt. Diese werden in ländlichen Gegenden tatsächlich auch noch häufiger genutzt, um sich mit Frischwasser zu versorgen. Dort sieht man dann schon mal ein paar Leute mit ihren Kanistern sitzen. Für uns sehr praktisch, da wir nach belieben den Frischwassertank wieder auffüllen können. So wie auch an diesem kleinen Rastplatz 🙂

Wenig später erreichten wir Kopriwschtiza, eine Bergstadt in den Sredna-Gora Bergen. Und hier begann nicht nur die Revolution der bulgarischen Bevölkerung gegen die Osmanische Herrschaft, bei der erste Schuss des sogenannten „Aprilaufstandes“ abgegeben wurde. Nein, die Stadt gilt zudem Aufgrund ihrer vielen Häuser aus der Zeit der Bulgarischen Wiedergeburt auch als Museumsstadt. Unseres Wissens soll das kleine Städtchen auch UNESCO Weltkulturerbe sein, was wir jedoch so nicht wiederfinden konnten…wie dem auch sein, einen Besuch ist es alle mal Wert. Eine Vielzahl der Häuser sind in unterschiedlichen Farben gestrichen und auch liebevoll verziert, was einen Spaziergang durch die engen Gassen gleich viel interessanter und reizvoller macht. Aber schaut am Besten selbst einmal 🙂

In einer der kleinen Gassen entdeckten wir einen Stand mit „Pancakes“ und dort beschlossen wir eine kleine Pause einzulegen. Die mit Marmelade gefüllten Pfannkuchen waren, zumindest für unseren Geschmack, zwar ziemlich süß, aber die Pause in dem Garten der Familie war trotzdem ein schöner Stopp. Gut gestärkt ging es danach weiter Richtung Sofia für uns.

Sofia, die Hauptstadt Bulgariens liegt im Westen des Landes und beherbergt sage und schreibe 1,25 Millionen der gesamt 7 Millionen Einwohner Bulgariens. Ziemlich krasses Verhältnis wie wir finden. Der kleine familienbetrieben Campingplatz mit max. 5 Stellplätzen den wir uns rausgesucht hatten, lag mitten in einem etwas runtergerockten Gewerbegebiet mit Blick auf ein Plattenbau Viertel der Stadt. Bereits die Anfahrt auf das Gelände, sowie die Skyline im Hintergrund, hatte zugegebener Maßen ein etwas skurriles Ambiente, aber wir fühlten uns auf Anhieb sehr wohl hier und freuten uns bereits die Stadt am nächsten Tag zu erkunden 🙂 Und am Rande sei noch kurz erwähnt, dass es nicht wirklich Alternativen an Stellplätzen in und um Sofia gibt.

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