Tag 86 und 87: Die sieben Seen von Rila

Nachdem wir ein kleines Problem mit der defekten Dichtung des Druckminderes für die Gaskartuschen behoben hatten, machten wir uns auf zum Rila Nationalpark, wo wir die „Sieben Seen“ besichtigen wollten. Da es jedoch etwas länger gebraucht hatte, einen passenden Dichtungsring zu besorgen, kamen wir in dem Nationalpark erst zu spät an, um die geplante Wanderung noch zu starten. Also suchten wir uns zunächst einmal einen nahegelegenen Spot zum Wildcampen. Schlussendlich wurden wir auf dem Parkplatz einer alten, längst verlassenen Ferienhaussiedlung fündig und machten uns einen ganz entspannten Nachmittag – herrlich!

Am nächsten Morgen starteten wir dann in das kleine Abendteuer der Sieben Rila-Seen. Die Seen liegen im sogenannten Rila-Gebierge und sind nicht nur ein sehr beliebtes Ausflugsziel sondern auch ein gern genommenes Fotomotiv. Um zu der Bergstation zu kommen von, wo aus die ca. 6 Stündige Wanderung los geht (sofern man den Hike zu allen Seen macht), gibt es drei Möglichkeiten. Erstens: Eine 4-stündige, ziemlich steile Wanderung bergauf – Puuh, bestimmt auch super, aber uns dann doch ein wenig „too much“ wandern, zumal ja auch Twiggy mit am Start ist. Zweitens: Man mietet sich einen Jeep samt Fahrer, der einen dann auf einer Off-Road Piste, die diesen Namen auch wirklich verdient, den Berg hoch ackert – sicherlich auch sehr cool! Aber wir entschieden uns letztendlich doch für die dritte, entspannte und somit letzte Variante: Eine 20 Minütige Sesselliftfahrt, auf der wir auch gleich unsere Frühstücktsstullen verdrücken konnten und dabei die tolle Aussicht genossen.

An der Bergstation angekommen ging der Hike auch gleich mit einem ersten, steilen Anstieg los. Gott sei Dank war es heute etwas bewölkt und daher eher auch angenehm kühl 😆 Nach dem Aufstieg und ein, zwei Kilometern wandern, kamen auch schon die ersten der Seen ins Blickfeld. Cool 😎

Wir wanderten weiter bis wir den nach seiner Form benannten Kidney-Lake erreichten. Die Namen aller sieben Seen entspringen entweder ihre Form oder ihres Charakters, wie zum Beispiel auch die Twins, die miteinander verbunden sind.

Kurz nach dem Kidney-Lake begann der zweite Anstieg, steiler und auch anstrengender als der vorherige aber ein Ende dessen war in Sicht. So glaubten wir zumindest…tatsächlich erreicht man zunächst nur ein Plateau und den zweiten See, genannt, das Auge. Wow, schon sehr beeindruckend!

Danach kommt die noch etwas größere Herausforderung, das Erklimmen des Berggipfels. Ein steiler Weg, teils aus rutschigem Matsch und losem Geröll bestehend. Attacke! Außer Twiggy, die gemächlich auf Mario’s Arm zum Gipfelstürmer wurde, kamen wir doch ganz gut aus der Puste…dabei sei angemerkt, dass wir aber auch die Schnellsten waren :)) Oben angekommen, wurden wir, trotzt Bewölkung, mit einem fantastischen Blick belohnt! Wir hatten uns von der Basisstation bis auf über 2600m hochgeackert und es zogen Wolkenschwaden um uns und unter uns vorbei. Wow!

Der höchst gelegene der sieben Seen liegt kurz unterhalb des Gipfels, genannt die Träne. Und so hat man vom Gipfel aus, dann tatsächlich auch alle sieben Seen im Blick. Glücklicherweise tat sich noch die ein oder anderen Wolkenlücke auf, so dass wir das sensationelle Panorama zumindest auch ein bisschen fotografisch festhalten konnten – e-viola!

Unter normalen Umständen zieht der Nationalpark mit seinen Seen ca. 7000 Besucher täglich an, doch in Corona Zeiten war diese Zahl, zu unserem großen Glück, deutlich geringer…mal wieder richtig Schwein gehabt 😁 Sogar so geringe Besucherzahlen, dass weder die Gastronomie auf der Bergstation, als auch die in der Mitte der Route gelegene, gar nicht erst geöffnet hatten. Wir vermissten beides nicht, freuten uns dafür aber umso mehr, das wir große Teile der Strecke für uns alleine hatten. Vom Gipfel geht es dann wieder auf einer anderen Route hinunter an den restlichen vier Seen vorbei, die wir bereits vorher von oben bewundert konnten. Echt eine richtig toller Hike durch eine grandiose Landschaft!! Und wir hatten zu dem auch noch Glück. Denn kaum waren wir wieder unterhalb des Wolkengebietes, zog es sich noch weiter zu, begann sogar leicht zu regnen und der Gipfel verschwand vollends in den Wolken.

Zu guter letzt erreichten wir nach über 5 Stunden bergauf und bergab wieder den Sessellift und fuhren mit doch ziemlich müden Beinen und noch etwas geflashed von der fantastischen Natur, wieder hinab. Echt eine super tolle Wanderung, die wir nur jedem empfehlen können!!

Für uns ging es weiter zum Batak See, wo es einen tollen Eco Campingplatz geben sollte, an welchem man sich mitunter auch Kajaks ausleihen kann, um den See und die darauf liegende, kleine Insel erkunden zu können. Hörte sich auf jeden Fall schon mal spitze an! Und auch hier hatten wir wieder Glück, denn durch das schlechte Wetter, hatten einige Camper ihre Reservierungen storniert und so ergatterten wir einen Platz, auf dem sonst auch gerade über das Wochenende ausgebuchten Platz. Doch schon auch etwas groggy von der langen Wanderung, genossen wir nur noch ein leckeres Abendessen. Wir machten uns noch ein leckeres Bauernfrühstück, es gab eine heisse Dusche und dann ging es ab in Dorphine‘s bequemes Bett – Gut‘s Nächtle!

2 Kommentare zu „Tag 86 und 87: Die sieben Seen von Rila

  1. Hallo Ihr drei, toll, was Ihr wieder erlebt habt. Wirklich eine super Landschaft.
    Mario, genieße Du den heutigen Tag mit Deinen zwei Frauen. Persönliche WA an Dich ist bereits abgeschickt.
    GlG und ich drück Dich….natürlich auch Twiggy und Sina <3 <3 <3 Deine Muddi <3

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