Tag 94 und 95: Terchová, der Stausee Orava und…eine Floßfahrt die ist lustig, eine Floßfahrt die ist schön

Am nächsten Morgen machten wir uns auf nach Terchová, da wir auch dort gerne einmal etwas durch das angrenzende Naturschutzgebiet wandern wollten. Im Rila Gebirge waren wir auf den Geschmack gekommen und dies sollte eins der schönsten Wandergebiete der Slowakei sein. Welches sich dann auch bei der Ankunft auf einem der Parkplätze an der Besucherzahl schnell widerspiegelte. Dorphine geparkt und los ging’s…nur leider mussten wir bereits nach wenigen Kilometern feststellen, dass es mit Twiggy nicht wirklich machbar ist. Das was wir jedoch bis zu unser Umkehr gesehen hatten, war schon toll und ohne Hund im Gepäck hat man sicherlich grandiose Möglichkeiten das Gelände mit seinen unterschiedlichen Pfaden welche über diverse steile Leitern, schmale Brücken und durch enge Schluchten führen, zu erkunden.

Und da wir Twiggy auch nur ungern längere Zeit alleine im Bulli zurücklassen, nahmen wir Kurs auf den größten See der Slowakei, dem Orava Stausee. An diesem selbigen fuhren wir dann einen Campingplatz an. Der Platz selbst war zwar mehr Schein als sein, aber dafür standen wir direkt am Wasser und es gab mal wieder günstiges, frischgezapftes Pilsner Urquell für den Mario – herrrrlich 😃 So genossen wir die schöne Aussicht beim Abendessen und Frühstück…. und gefühlt waren wir schon lange nicht mehr am Wasser…wir leiden mittlerweile extrem unter „Zeitamnesie“ 😆

Am nächsten Morgen machten wir uns dann auf zum Pieninen Nationalpark um dort auf dem Dunajec Fluss (welcher im übrigen der Grenzfluss zwischen der Slowakei und Polen ist) eine Floßtour zu machen. Die Tour zählt tatsächlich seit über 100 Jahren zu DEN Touristenattraktionen des Landes und geht 15km weit durch die Felsenlandschaft des Nationalparks.

Ein Floß selbst besteht aus fünf einzelnen, ziemlich schmalen „Booten“, die dann mit Seilen aneinander gebunden werden und so das eigentliche Floß ergeben. Zwei Steuermänner, einer vorne , der andere hinten, sorgen mit ihren langen, hölzernen Stangen dafür, dass das Floß die Stromschnellen, des nicht sehr tiefen Flusses, an den richtigen Stellen passiert. Wenn man Slowakisch versteht, kann man auch den vielen Erklärungen des Guides Folgen, wir haben leider so gut wie gar nichts verstanden (bis auf die Tiefenangabe 🙂 ) und ließen uns ansonsten einfach von der fröhlichen Ausstrahlung des Tourguides berieseln.

Als die Tour sich nach etwa 1,5 Stunden so langsam dem Ende neigte, gab es plötzlich einen lauten Platsch vom Heck kommend…uuups, was war den da los? Der hintere Steuermann, ein Teenager, war über Bord gegangen. Aber mindestens genauso schnell wieder wie er hineingefallen ist, war er auch wieder auf dem Floß. Alles gut gegangen bei der Standeinlage😃 Es war mega sympathisch, wie der Junge danach klitschnass mit den Gästen und dem erfahrenen Steuermann und Tourguide scherzte und auch über sich selbst sehr lachen musste ☺️

Die Tour endete 11km flussabwärts von dort wo Dorphine parkte. Schlecht inform und naiv wie wir waren, glaubten wir, dass für die Rückfahrt ein Shuttlebus oder ähnliches organisiert sei. Es war ein bisschen schwierig in dem Menschengewühl irgend einen Ansprechpartner zu finden, der zudem uns auch noch verstand…mit Händen und Füße fragten wir uns dann durch, und so fanden wir schlussendlich auch in ca. 1km Entfernung den Parkplatz, von welchem die nicht im Tourpreis inbegriffenen Shuttlebusse, abgingen. Den Rückweg hätte man sicherlich auch prima zu Fuß, genau entlang des Dunajec Flusses, zurücklegen können, jedoch waren wir viel zu hungrig dafür…hatten mal wieder vergessen uns mit etwas Proviant einzudecken 😆 Zurück bei Dorphine angekommen, picknickten wir daher auch gleich auf dem Parkplatz. Ist schon echt mega praktisch, wenn man alle notwendigen Utensilien und seine kleine Küche immer dabei hat ☺️

Dobry Polen! Polen, das nächste Land auf unserer Tour, erreichten wir nach nur wenigen Kilometern. Die Region rund um den Jezioro Czorsztynskie See war jedoch so proppenvoll mit Touristen, so dass wir den überfüllten Campingplatz besser links liegen ließen. Entlang eines nahe liegendes Flusses sollte es einen sehr schönen Wildcampingplatz geben. Das hörte sich definitiv doch schon mal um einiges besser an. Die Zufahrtsstraße stellte sich jedoch als ganz schön holprig heraus und ein Bächlein hätte auch durchquert werden müssen. Und da wir ja bereits das ein oder andere Mal Dorphines Off-road Qualitäten überschätzt haben, sind wir den Weg vorab zu Fuß mit unserem fachmännischen Auge abgegangen. Da das ca 40cm tiefe Flussbett doch auch ein wenig morastig aussah, beschlossen wir dieses Wagnis besser auszulassen, auch wenn es sicherlich spaßig gewesen wäre.

Stattdessen fanden wir einen schönen Platz, direkt an der Buckelpiste zum Fluss, zwischen Feldern und Waldrand liegend, und schlugen dort unser nächtliches Lager auf. Für solche Strecken, und auch gerade auch nach unseren bereits schlechten Erfahrungen, würde ein Synchro schon mehr Sicherheit geben… aber Dorphine schlägt und schlug sich auch ohne 4×4 auf den den vielen bereits hinter uns gelassen Off-Road Strecken mit Bravour. Und vermutlich hätte sie den Bachlauf auch ohne Probleme gemeistert…ja, ja…wenn wir doch nicht diese anderen Erfahrungen gemacht hätten 🙃 War aber auch alles super, so wie wir es gemacht hatten, denn so standen wir auch sehr ruhig und idyllisch für uns ganz alleine.

2 Kommentare zu „Tag 94 und 95: Terchová, der Stausee Orava und…eine Floßfahrt die ist lustig, eine Floßfahrt die ist schön

  1. Hi ihr 3, ich habe es in den vergangenen Monaten nur sporadisch „geschafft“ die täglichen Updates eures mega coolen Trips zu lesen, jetzt aber mal einen Abend im lange ersehnten Sommerurlaub genutzt um von März bis heute alles nachzuholen. Was soll ich sagen, hammer. Ihr schreibt wirklich super ausführlich mit vielen Pics, man fühlt sich fast wie der 4. Mitreisende :-). Ich freue mich sehr für euch, dass es trotz Corona noch so ein toller Roadtrip geworden ist. Besonders der Monat in Schweden hat mich angefixed, aber auch der Part 2 hatte viele inspirierende Favetten.
    Keep rolling und viel Spaß weiterhin!

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    1. Dzień dobry aus Polen Henning! Das freut, dass du endlich auch Urlaub hast und du dir dann sogar noch die Zeit genommen hast, um alle Einträge von Beginn an zu lesen, toll 😊 Und schön auch, dass wir dich auch ein stückweit mit auf unseren Road Trip mitnehmen konnten und können 🤙🏼 Ahoi, genieß die freie Zeit und bis die Tage

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