Tag 99 und 100: Wir fahren nach Lublin

Vor uns lag mal wieder ein Fahrtag, denn als nächstes wollten wir gerne der Stadt Lublin, im Süd-Osten Polens, einen Besuch abstatten. Da wir, sofern möglich und irgend passend, auch weiterhin das Bestreben haben möglichst auf lange Autobahnfahrten zu verzichten und stattdessen lieber über Landstraßen fahren, würde das ein mehrstündiger Cruise werden.

Unserer Meinung und Beobachtungen nach unterscheidet Polen sich landschaftlich als auch baulich nicht sonderlich von Deutschland gerade auch wenn man den ländlichen Teil durchfährt, und dennoch finden wir es immer wieder interessant und schön durch die vielen kleineren und größeren Dörfer und Städtchen zu fahren. Das Verkehrsaufkommen ist hier schon deutlich höher als in den vorherig bereisten Ländern… aber Polen hat natürlich auch viel mehr Einwohner als beispielsweise Rumänien oder Bulgarien, aktuelle Zahlen sprechen von ca. 40 Millionen.

Vielleicht stelle sich der Ein oder Andere solche Fahrtage etwas langweilig vor, doch weit gefehlt! Aus Tonys Musixbox ein kunterbunter Mix durch die Zeitreise der Musikgeschichte und bei heruntergelassenen Fenstern, herrscht stets gute Laune an Bord von Dorphine und so genießen wir auch die längeren Etappen und haben unseren Spaß dabei. Wenn der kleine Hunger sich unterwegs mal meldet, gibt es mal einen leckeren Apfel, beim etwas größeren darf‘s dann auch schon mal ein während der Fahrt frisch gezaubertes Sandwich aus der Bordküche sein 😋

Das Ufer der Weichsel hatten wurde als Spot zur Übernachtung auserkoren und so fanden wir auch einen richtig Schönen, gleich in unmittelbarer der Nähe einer kleinen Autofähre, welche zwischen den vielleicht grad einmal 150-200m entfernten Ufern pendelte. Herrlich!

Mario nutzte die Zeit um sich den in Krakau zugezogenen platten Reifen des Blauen Blitzes anzunehmen. Das Loch im Schlauch war dann schnell lokalisiert und geflickt. Und so war nur kurze Zeit später der Plattfuß Geschichte – yiepiehh! Jetzt konnte die nächste Stadtbesichtigung auf zwei Rädern kommen ☺️

Wir genossen noch ein leckeres Abendessen bei schönstem Sonnenuntergang , wurden dann jedoch relativ schnell von den Mücken ins Innere von Dorphine vertrieben. Boah… was für Aggro-Biester, auch selbst ein kurzer Aufenthalt bei Dunkelheit außerhalb des Bullis wurde mit unzähligen Attacken und Stichen quittiert. Halleluja, so krass hatten wir das bis jetzt in keinem Land erlebt…Um dem zumindest etwas positives abzugewinnen…die Stiche jucken nicht sonderlich lange😆.

Am nächsten Morgen genossen wir den tollen Spot noch bei einem entspannten Frühstück mit Blick auf Weichsel und die andere Uferseite. Wieder alles klar Schiff gemacht, ging uns dann gemütlich auf den Weg in Richtung Lublin.

In Lublin angekommen, fanden wir einen mega günstigen Parkplatz (ca. 0,80 Cent), der etwas unterhalb und nur wenige Gehminuten entfernt von der Altstadt lag. Der Weg dorthin ließ so was von nicht erahnen, wie schön der kleine Altstadtkern mit seiner Plaza sein würde. Wir staunten nicht schlecht, als wir aus einer eher unspektakulären Seitenstraße auf einmal in das Zentrum der Altstadt einbogen. Wow!Diese hat uns mit ihren vielen sehr hübschen, liebevoll sanierten alten Häusern sehr beeindruckt. Viele der Fassaden sind wunderschön bemalt oder verziert und geben dem Hauptplatz dadurch ein sehr schöne Atmosphäre. Wir schlenderten durch viele der Sträßchen und probierten auch hier ein „Lody“ (polnisch für Eis) bei einer sehr leckeren Eisdiele. Hier gab‘s mitunter die Geschmacksrichtung Mango Lassi, noch nie vorher als Eissorte gesehen, aber wie sich herausstellte mega lecker! Und das Himbeer-Sorbet – Olala – das war auch nicht von schlechten Eltern 😋

Später kehrten wir dann in dem kleinen Restaurant „Zielony Talerzyk“ ein und aßen unsere ersten Pierogi. Die kleinen gefüllten Teigtaschen sind das polnische Nationalgericht und werden traditionell gerne mit einer Sauerkraut/Pilz oder auch Kartoffeln/Käse Füllung serviert. Aber auch hier sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt und so haben wir unter anderem welche mit Roter Beete und Basilikum probiert – sehr lecker! Und das Restaurant, dass einen schönen Mix aus Fleisch, Vegetarisch und Vegan auf der Speisekarte hat, ist absolut eine Empfehlung wert 😋

Als sich unser Stadtbummel dem Ende neigte, stellte sich die Frage…“wo Übernachten?“ Da uns der traumhaft gelegene Spot von letzter Nacht so gut gefallen hatte, dieser mehr oder weniger auch auf der Route unseres nächsten geplanten Ziels lag, beschlossen wir eine weitere Übernachtung dort zu machen. Dort angekommen, fuhren wir den ziemlich holprigen Weg noch etwas weiter entlang der Weichsel und fanden tatsächlich einen noch schöneren Spot als in der Nacht zuvor. Wildcamping at its best!

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