Tag 108: Abschied nehmen und ein Spaziergang auf Höhe der Baumkronen

Aach, an was für einem schönen und idyllischen Ort wir hier doch mal wieder gelandet waren! Und wir genossen es, dass wir ihn noch für uns ganz alleine hatten 🙂 Doch bereits am Vormittag beginnend, wuselten mehrere Leute auf dem gesamten Gelände ganz leise und unaufgeregt vor sich hin. Es wurden die letzen Vorbereitungen für das Event getroffen. Blumen gebunden, Gemüse geputzt, Tische schön dekoriert, Schilf direkt vom See für die Deko abgeschnitten… Wir ließen uns davon jedoch nicht weiter beirren und starteten ganz gemütlich mit einem leckeren Frühstück, inklusive der Leckereien aus Ruth’s Garten, in den Tag. Zum Mittag dann noch einmal um Steg und die Angeln ausgeworfen. Allem Anschein nach hatten die Fische heute nicht so recht Lust zu beißen…naja, vielleicht war es auch bereits einfach zu warm, so in der prallen Mittagssonne sind Fische im allgemeinen auch nicht sonderlich aktiv. Wie dem auch sei, es war sehr entspannend und schön mal wieder die Ruten ganz ungestört auswerfen zu können. Und auch die Rote Bete, frisch aus Ruths Gemüsegarten, wurde gleich weiter verarbeitet. Boah, und was für eine tolle Farbe die Rüben hatten, echt mal ein weinrotes Träumchen ☺️

Leider hieß es am späten Nachmittag dann doch für uns Abschied von diesem idyllischen Örtchen zu nehmen. Wie bereits erwähnt waren Csechlav und Ruth heute Gastgeber des Events und brauchten dafür unter anderem auch den Platz, an welchem wir mit Dorphine standen. Da die Beiden sich jedoch sehr gefreut hätten, wenn wir an den Feierlichkeiten teilgenommen hätten, boten sie uns an, trotzt der Vielzahl der erwarteten Besucher, einen alternativen Platz auf dem Grundstück an. Die Alternative lag jedoch genau neben einem Hundezwinger, mit ihren erst 1,5 Jahre jungen Schäferhund. Tolles Angebot und im Grunde auch kein Thema, nur unser Problem damit war, dass dieser leider nicht sonderlich gut erzogen, sehr unruhig und ständig, am nach oben offenen Zwinger, hochsprang, wenn er Twiggy auch nur vom Weiten gesehen hatte. Das wäre nicht wirklich entspannt für alle beteiligten gewesen und daher beschlossen wir, mit etwas Wehmut, doch abzureisen. Ruth versuchten uns ein weiteres Mal zu überreden, doch zumindest noch zu dem jüdischen Konzert zu bleiben. Auch das hätten wir liebend gerne gemacht, doch in unmittelbarer Nähe gab es auch keine weitere Stellplatz Option. Es sollte irgendwie nicht sein… und so beschlossen wir, dass eigentlich für den morgigen Tag angedachte Vorhaben bereits auf den Heutigen zu legen.

So hieß es dann ein weiteres Mal Abschied von zwei mega gastfreundlichen, interessanten, und liebenswerten Menschen zu nehmen. Und zu guter Letzt schenkte Ruth uns sogar noch einen von Csechlav hergestellten Holzuntersetzer zum Andenken. Wow – wie toll!! Da haben wir uns mal so richtig drüber gefreut, eine wirklich schöne Erinnerung😊 Und jetzt müssen wir einfach mal ein bisschen Werbung für die Beiden und deren Hof machen… An alle Camper da draußen: Wenn ihr ebenfalls Litauen auf Eurer Reiseroute habt, da müsst ihr hin! Wir können dieses schöne Fleckchen Erde wirklich absolut uneingeschränkt und nur wärmstens empfehlen!! Näher Infos findet man unter anderem auch auf deren Facebook Seite. (https://www.facebook.com/Lukensk%C5%B3-Namai-521831804553860/).

Für uns sollte es weiter hoch hinaus gehen. Denn unser nächstes Ziel war der Tree Top Walk. Für nur 1€ Eintritt pro Person hat man hier die Möglichkeit, hoch über den Baumwipfeln Litauens spazieren zu gehen. Der Walk an sich ist nicht sonderlich lang, die Konstruktion als solches ist jedoch schon etwas besonderes, und wer kann schon von sich behaupten, schon einmal Auge in Auge mit Baumkronen gewesen zu sein? Und der Tree Top Walk liegt zudem auch inmitten eines schönes Naturschutzgebietes, in dem man toll Spazieren gehen, Kanu fahren, einen Barfußpark besuchen oder auch wildcampen kann 🙂

Nach dem Tree Walk machten wir noch einen Spaziergang und wurden dabei auf ein witziges und schönes Hinweisschild, mit der Aufschrift „Place 2 Kiss“, aufmerksam. Dem sind wir dann sogleich auch folge geleistet 😗 Wir entdeckten nicht nur diesen drolligen „Place 2 Kiss“ Spot, sondern auch einen spitzen Wildcamping Spot, in unmittelbarer Nähe zum Tree Walk und direkt an einem ruhigen Fluss gelegen – herrrlich 🙂

Aber ehe wir uns dort niederliessen, mussten wir noch unsere Vorräte auffrischen. Auf dem Weg zum nächsten Supermarkt meldete sich der Auspuff mit dem uns bereits vertrauten, nichts gutes verheißendem, Geschepper, zurück. Oh ne nää… Und tatsächlich, nun war die rechte Seite der Halterung des Endtopfes an der Schweißnaht komplett weggerissen….An Marios Geburtstag in der Slowakei noch an dieser Seite in der Werkstatt repariert worden, hat die Reparatur als solches zwar super gehalten, jedoch war die Aufhängung nun ohne das Vibrationsgummi wohl leider doch zu Starr…und Dorphine hat gerade auch in der Kaltstartphase doch ganz schon Rhythmus im Hintern 😁 Aber nichts, was ein paar Kabelbinder, etwas Sicherungsdraht, eine Prise Einfallsreichtum und handwerkliches Geschick nicht reparieren könnten 😃 Schon bald war das Geklapper fast nicht mehr zu hören und die Gefahr den Auspuff auf halber Strecke zu verlieren vorerst einmal gebannt…stay tuned 😃

Zurück an unserem Wildcampingspot waren wir glücklicherweise mal wieder die einzigen Camper weit und breit und ließen den Abend entspannt in Dorphine ausklingen, herrlich! ☺️

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