Tag 113-114: Und jetzt mal ein echt peaciger Campingplatz

Es war mal wieder soweit, wir wollten den bald nötige Waschtag nicht noch weiter hinauszögern. Dank der Park4night App fanden wir einen Platz an einem schönen See gelegen, der sowohl spitzen Bewertungen hatte, als auch über eine Waschmaschine verfügte. Auf ging’s auf eine der vielen Schotterstraßen!

Denn dazu muss man wissen, dass etwa nur 19% der Straßen in Lettland geteert sind, der Rest sind dann Schotterstraßen, und diese sind zudem teils wirklich übelst durch Landwirtschaftliche Fahrzeuge, wie ein Waschbrett, zerfurcht. Dadurch zieht Dorphine meist eine große Staubwolke hinter sich her wenn wir abseits der Hauptverkehrswege unterwegs sind 😎

Am Campingplatz angekommen begrüßte uns sogleich ein sehr netter Herr auf Lettisch, weder Englisch noch Deutsch, ein anderer Camper eilte zu Hilfe, übersetze, dass wir uns vorerst einfach einen schönen Platz aussuchen sollten und die Englisch sprechende Tochter des Betreibers demnächst zurückkehren würde. Gesagt getan! Das Areal dieses Platzes gleicht dem eines sehr gut gepflegten Wildcampingspottes, mega!! Parzellierte Plätze Fehlanzeige. Direkt am See oder auch inmitten von schattenspendenden Bäumen konnten wir uns ein Plätzchen aussuchen, an denen wiederum diverse Feuerstellen inkl. Picknicktischen verteilt sind. Sensationell und mega peacig! Da auch hier nicht viel los war, hatten wir beinahe freie Platzwahl, und fanden so auch einen mega entspannten Platz direkt am Ufer des Sees. Und toll, frisch gebackenes Brot sollte es am nächsten Morgen auch noch geben, na klar bestellte Sina gleich eins bei der Tochter, das hörte sich doch mal richtig gut an 😃 Und zum Bulli geliefert würden wir es zudem auch noch geliefert bekommen – cool!

Ehe allerdings mit dem genießen der Atmosphäre dieser tollen Umgebung starten konnten, mussten wir erst einmal unsere zwischenzeitlich etwas länger gewordene „To Do Liste“ abarbeiten, der Haushalt macht sich schließlich auch auf einem Sabbatical nicht von alleine 🙃 Angesammelte Wäsche waschen, Geschirr Abspülen, das bereits immer stärker müffelnde Grauwasser entleeren und den Kanister dann auch gleich mal reinigen, unter der Sitzbank konnte auch mal wieder klar Schiff gemacht werden, die Kühltasche saubermachen, Polster und Fußmatten ordentliche ausklopfen… puh, da ist man doch ne ganze Weile mit beschäftigt, aber an so einem schönen Ort erledigt sich das quasi fast wie von alleine.

Das richtige Genießen folgte dann am Abend. Für ein kleines Entgelt bekamen wir eine Ladung Feuerholz direkt an die bei uns liegende Feuerstelle mit der Schubkarre angeliefert. Als das Feuer dann so richtig loderte und sich eine schöne gute Glut gebildet hatte, legten wir ein paar Grillkartoffeln, sowie den mit Zwiebel und Olivenöl vorbereiteten Fetakäse, in die Gluthitz – Junge, wat is dat herrlich!

Zum Nachtisch gab es dann seit langem mal wieder S‘mores (über’s Feuer gehaltene, dadurch karamellisierte Marshmallows; diese werden dann mit einem Stückchen Schokolade zwischen zwei Kekshälften gepackt- leckerer Schweinkram😋). Und so blieben wir gemütlich auch noch bis spät in die Nacht an dem Feuer sitzen und genossen das Leben😊.

Die am Nachmittag bestellte „Sweet Bread“ Lieferung, erfolgte dann auch prompt am nächsten Morgen. Zu Mario‘s Überraschung wollte die Betreiberin ihm ein Streuselkuchen ähnliches Gebäck auf einem Backblech übergeben. Da Mario jedoch glaubte, dass es sich um ein Verwechslung halten musste, herrschte erst einmal allgemeine Ratlosigkeit. Da die Kommunikation doch auch wieder etwas schwierig war, ging die Mama erst einmal samt des Kuchenbleches fort und ihre englisch sprechende Tochter kam uns kurze Zeit später aufklärend zur Hilfe. Und tatsächlich, das sollte in der Tat das von uns bestellte Lettländische Sweet Bread. sein – Upps – 😆 entsprach nicht so ganz dem, was wir uns vorgestellt hatten. Die Tochter meinte dann auch, sie wusste in dem Moment nicht, wie sie es besser beschreiben sollte, und das im Nachhinein etwas wie Pie es wohl besser getroffen hätte – recht hat sie 🙃 Lecker war der „Sweet Bread Kuchen“ dennoch, wenn auch ziemlich süß für unseren Geschmack…vielleicht etwas zu süß, aber so sind wir zumindest mal in den Genuss dieser, dort sehr beliebten Leckerei gekommen.

Da der Campingplatz uns so sehr gefiel und zudem auch wirklich ein richtig tolles Freizeitangebot hatte, beschlossen wir noch einen weiteren Tag dranzuhängen. Am Vormittag mieteten wir uns sogleich einmal SUP Boards und erkundeten ein wenig den schönen See. Das Pro Surfer Girl schlechthin war auf jeden Fall Twiggy, die sogar während langsamer Fahrt zwischen den beiden Boards hin und her lief und gegen Ende der Tour, als das Land bereits nicht mehr weit entfernt war, sogar den Sprung ins kühle Nass wagte. Natural born SUP Chi Girl!

Aber auch wir Zweibeiner machten eigentlich eine ganz gute Figur und so gab es auch keine ungeplanten Schwimmeinlagen 🙂 Richtig viel Spaß hat die ganze Aktion natürlich auch noch gebracht! Das wird sicherlich nicht unser letzter SUP Ausflug gewesen sein.

Am Nachmittag mieteten wir uns dann noch ein Ruderboot, mit dem klaren Ziel vor Augen: Zum Abendessen sollte es selbstgefangenen, über dem Feuer gegrillten, Fisch geben! Aber wer diesen Blog bereits etwas länger verfolgt weiß, dass wir mit „Petri Heil“ nicht so wirklich gut gesegnet sind. Aber neues Land, neues Glück 😃 Nach zwei Stunden und dem Besuch einer uns ständig begleiteten, wunderschönen, blauen Libelle, dann die Fisch-Ernüchterung…Ja, genau, es würde Nudeln mit Pesto zum Abendessen geben…😆

Auch vom Ufer probierte Mario noch mal sein Glück, diesmal mit Pose, aber die Fische wollten einfach nicht beißen. Als kleine Entschuldigung sei angemerkt, dass es den Tag über auch ziemlich warm gewesen ist und da Fische dann bekanntlich auch ziemlich träge sind…kannst nicht ändern, hat aber trotz allem wieder super viel Spaß gemacht. Dafür statte uns wenigstens ein Schwan samt seiner Kiddies einen kurzen Besuch ab, checkten kurz mal die Lage und das obwohl bereits das Lagerfeuer lichterloh brannte 🙂

Wie bereits am Vorabend, bestellten wir uns wieder eine Schubkarre voll Feuerholz und machten wieder ein spitzen Lagerfeuer. Und dank einer Dose Thunfisch, welche mit in den Nudeln verarbeitet wurde, kamen wir letztendlich doch noch zu unserem Fisch zum Abendessen 😆

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