Tag 121: Ahoi Saaremaa

Der Abend am Lagerfeuer bereits bewölkt jedoch noch trocken, trommelte der Regen Nachts ein weiteres Mal auf Dorphine‘s Dach und diesmal war auch der Morgen noch ziemlich Grau und verregnet. So machten wir das Beste draus und frühstückten erst einmal gemütlich im Bett ☺️ Als so langsam der Regen nach ließ, brachen wir auf zu unserem ersten Ziel des Tages, den Sandstein Höhlen von Allikukivi. Perfekt um dem Nieselregen etwas zu entkommen. Die Haupthöhle ist 33 Meter lang und bietet ein Zuhause für zwei Fledermausarten. Wir brauchten einen Moment um den Eingang der Höhle zu finden, dieser versteckt sich nämlich hinter einer kleinen Hobbittür im Hang. Witzig!

In der Höhle selbst herrscht völlige Dunkelheit und so scheiterte der Versuch mit dem Handy Licht ins Dunkle zu bringen auch kläglich. Half alles nichts, nochmal kurz zum Bulli, mit unser Taschenlampe bewaffnet und siehe da, gleich viel besser. Auch in dieser Höhle haben sich schon viele in den Wänden mit ihren Initialen, Liebesschwüren und Botschaften im weichen Sandstein verewigt. Echt ein ganz cooler Zwischenstopp, nur sollte man beim Höhlen erforschen bloß etwas auf seinen Kopf aufpassen….Ach, und Fledermäuse haben wir, zu Sina‘s Glück, keine angetroffen 🙃

Als nächstes Ziel wurde die in der Ostsee vorgelagerte Insel Saaremaa angepeilt. Dort sollte es, laut Hörensagen, tatsächlich noch ein bisschen entspannter zugehen, als bereits im Rest von Estland. Schwer zu glauben, denn bis jetzt kommt uns Estland mega chillig vor. Die Fährfahrt abgehend von Virtsu dauert exakt 27 Minuten und kostete für zwei Personen samt Bulli nur knapp 15 Euro – sehr cool!

Und Glück mit dem Wetter hatten wir auch mal wieder, denn um so näher wir uns der Küste näherten, desto mehr hellte es sich auf. Auf der Fähre konnten wir dann, mit gutem Blick auf Saaremaa, schon wieder blauen Himmel und Sonne genießen 😊

Auf der Insel angekommen, machten wir zunächst einen kleinen Zwischenstopp, direkt an dem Parkplatz eines Meteoritenkraters gelegen, um eine Kleinigkeit zu essen. Na klar mussten wir uns anschließend auch noch selbst ein Bild des Kraters machen. Dieser Meteoriteneinschlag ist tatsächlich der „jüngste“ der Neuzeit in Europa, das heißt konkretc dieser hier ist „erst“ vor ca. 3500 Jahren eingeschlagen. Der Durchmesser des Kraters beträgt satte 110 Meter, die Tiefe etwa 20m… Halleluja, das muss aber mal mächtig gekracht haben. Und noch ein Fun Fact: Estland macht nur 0,014% der Erdoberfläche aus, hat aber 4% der totalen Meteoriteneinschläge in der Geschichte abbekommen. Scheinbar sind nicht nur wir Fans dieses Landes 🙃

Das Zentrum von Saaremaa heißt Arensburg und sollte unser nächstes Etappenziel werden. Das kleine Städtchen verfügt u.a. über eine alte Burganlage, die in einem spitzen Zustand und für jeden frei zugänglich ist (nur wenn man in das Museum in der Burg möchte, muss man Eintritt zahlen). Wir machten einen entspannten Abendspaziergang ringsum und direkt auf der begrünten, alten Burgmauern und übersprangen bei bester Laune sogleich noch die Zwischenräume – juchee🙂.

Und da wir uns ja auf einer Insel befanden, wollten wir zum Abendessen mal verwöhnen lassen und Fisch Essen gehen, und so kehrten wir noch in einem schicken und kleinen, zum mini Hafen gehörenden, Fischrestaurant ein. Und es hat sich gelohnt, es war wirklich sau lecker!

Wir verließen Arensburg erst als die Sonne schon recht tief am Himmel stand und erreichten den für die Nacht auserkorenen Wildcampingspot auch erst bei eingehender Dämmerung. Und ein weiteres Mal – Wow! – Was für ein mega toller Spot! Unmittelbar am Meeresufer des Rigarischen Meerbusen konnten wir parken (unglaubliche 4 Meter trennten uns nur vom Wasser), mit Blick auf den Sõrve Tuletorn Leuchtturm, mehr geht eigentlich nicht😊…vom Bett aus liegend, aus dem Seitenfenster schauend, lauschten wir noch ein wenig dem seichten Geplätscher der kleinen, anlandenden Wellen und ließen so einen weiteren tollen Tag ausklingen🙌🏼

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