Tag 136: Auf geht’s gen Osten!

Als ersten kleinen Zwischenstopp an diesem Tag fuhren wir das kleine Fischerdörfchen Gumbostrand an. Dieses liegt östlich von Helsinki, in der dortigen Schärenlandschaft, und ist der Inbegriff von Schnuckelig. Kleine rote Holzhäuschen, ein muckeliger Hafen und die kleinen vorgelagerten Inseln in Sichtweite. Das winzige Hafencafe, ein paar wenige Einheimische davor sitzend, gemütlich bei einem Kaffee die Tageszeitung lesend, rundeten das Bild vollends ab. Echt ein hübsches, idyllisches und friedfertiges Fleckchen Erde, und für uns der perfekte Ort, um einen großen Napf Müsli zum Frühstück zu verdrücken.

Die Ähnlichkeit zu den Schären in Schweden kann man na klar nicht verleugnen, und so fühlten wir uns sofort ein wenig dorthin zurück versetzt :). Auch die mittlerweile niedrigeren Temperaturen, zur Zeit so um die 12-14 Grad, lassen an unsere Anfangszeit in Schweden erinnern und so schließt sich diesbezüglich bereits ein wenig der Kreis unseres Roadtrips 🙂

Das kleine Städtchen Porvoo lag dann als nächstes auf unserer Route und dieses ist auch einen Stopp wert, wenn man von der südlichen Küste in Richtung Osten unterwegs ist. Der kleine Altstadtkern gehört zu der Kategorie sehr „heimelig“, und hat uns wirklich gut gefallen. Mit den alten, gute erhaltenen Holzhäuschen, den ursprünglichen Steingassen und den kleinen und liebevoll geführten Lädchen und Cafe’s, ganz bezaubernd.

Nachdem wir uns auch noch im restlichen Porvoo ein wenig umschauten, auf dem kleinen Markt ein halbes Kilo Cranberries kauften (was wir damit vorhaben, wird erst später verraten…) und uns die Zeit noch etwas im Espresso House vertrieben, steuerten wir einen Wildcampingspot an. Kurz vor dem Ziel entdeckten wir jedoch noch einen Campingplatz. Wir witterten unsere Chance einer warmen Dusche und fuhren auf das Gelände. Ein Empfangskomitee von etwa 10 bereits älteren Damen und Herren, dem Augenschein nach ein paar Dauercamper und die Betreiber des Platzes, stand vor dem Clubhaus beieinander und verfolgte unser Eintreffen sehr aufmerksam. Nachdem wir noch im Bulli sitzend, aus dem Fenster der Fahrerseite heraus, unser Anliegen vorbrachten, ob es möglich sei gegen eine Gebühr duschen zu können, musste sich der Ältestenrat zunächst einmal besprechen, denn wortwörtlich „so eine Anfrage hatte es hier bis dato noch nie gegeben“. Nach einer kurzer intensiven, konspirativen Sitzung dann das Angebot: 15€ und wir dürften kurz die Duschen benutzen… Uijuijui…Das war definitiv mal ne Ansage… jetzt beriet sich Team Dorphine kurz…befand schlussendlich dass es doch schon etwas überteuert war. Der Versuch noch einmal nach zu verhandeln, war auch nicht von Erfolg gekrönt, und so entschieden wir uns, ungeduscht an unseren Spot einmal ums Eck zu fahren…das Ganze war dennoch ein auf deine Weise sehr amüsantes Zusammentreffen und hatte durchaus eine herrliche situationsbedingte Komik.

Dafür war der Wildcampingspot mal wieder ein Träumchen 🙂 Während Mario das angesammelten Geschirr spülte, begann Sina die erste eigene Shashoukaa in den eigens dafür gekauften Töpfen zu kochen. Teamwork at its best 😀

Die tolle Umgebung, gepaart mit dem leckeren Essen, einem Gläschen Rotwein und einem Bilderbuch Sonnenuntergang – die schönsten Momente sind doch einfach unbezahlbar! Haach…wie schön kann das Leben doch sein!

4 Kommentare zu „Tag 136: Auf geht’s gen Osten!

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