Tag 154: Ein Tag mit ein paar Fährfahrten

Wenn man die Kystriksveien Route nimmt, gehören viele Fährfahrten dazu und so startete dieser Tag für uns mit genau einer solchen. In nur 10 Minuten ging es von Forøy nach Ågskardet. Von dort aus sind es dann nur 28 Kilometer Fahrt bis zur nächsten Fähre, jedoch fährt diese erst 4 Stunden später. Genügend Zeit also, um sich das kleine Dörfchen Jektvik mal genauer anzuschauen. Hier hat sich der lokale Kindergarten etwas ganz besonderes für die warteten Besucher einfallen lassen…nämlich einen kleinen Hike entlang aller Sehenswürdigkeiten des kleinen Dörfchens. Da Jektvik eigentlich keine so richtigen Highlights aufzuweisen hat, geht die Wanderung beispielsweise auch beim Physiotherapeuten samt kleinen Fitnessstudio vorbei. Auf jeden Fall eine tolle und niedliche Idee um die Zeit ein wenig zu überbrücken.

Überraschenderweise war das einzige Cafe im Ort sogar geöffnet. Von einer gutgelaunten Brasilianerin geführt, war es auch gar nicht dass, was man diesem verschlafenen Ort vermutet hätte. Leider durften wir auch hier nicht mit Twiggy hinein und so verbrachten wir die restliche Wartezeit im Bulli mit einem kleinen Snack und dem editieren von ein paar unserer Videos…huuiii, da ist bereits eine ganze Menge Filmmaterial zusammengekommen…

Dann ging es auf die Fähre, auf der man vom freundlichen Kapitän höchstpersönlich eingewiesen wurde. Oha, hier macht der Chef das wohl noch persönlich, dachten wir schmunzelt, aber schnell wurde klar wieso. Niemand anderes wollte und sollte wohl die Verantwortung für das Beladen übernehmen, denn es durfte kein Zentimeter verschenkt werden, damit alle wartenden PKW’s und LKW’s mit kamen. Und wir meinen wirklich keinen Zentimeter. Dorphine bereits mit eingeklappten Spiegeln (wobei der Kapitän den auf der Beifahrerseite selbst einklappte 🙃) auf 3 Zentimeter an die Außenwand geparkt, manövrierte der Kapitän einen großen LKW bis auf wenige Zentimeter auf der Fahrerseite an Dorphine heran. Aussteigen war nun unmöglich…dabei heißt es eigentlich, dass man bei einem geschlossenen Autodeck gar nicht im Auto bleiben darf…Optimierungswahn ging hier vor Sicherheit…uns war’s recht, wir holten das iPad und den „Prince of Bel Air“ heraus und genossen die einstündige Überfahrt.

Richtig spannend wurde es dann aber erst als es darum ging wieder von der Fähre zu fahren. Erneut übernahm der Kapitän das Kommando und winkte den LKW Millimeter genau aus dem Rumpf der Fähre. Als es nicht mehr vor uns zurück ging, kroch er kurzerhand selbst unter dem LKW hindurch um sich die Lage genauer anzuschauen und erneut den Außenspiegel eines anderen Autos einzuklappen. Und obwohl der 40 Tonner ungelogen nur wenige Millimeter an Dorphine mit seinem ausscherenden Heck vorbei schwenkte, machten der Fahrer und der Kapitän einen super Job und alle kamen ohne Schrammen und Dellen davon. Eieiei, ganz schön aufregend so eine Fährfahrt.

Und das war nicht die letzte Fähre des Tages, eine ging noch 🙂 Diese war aber sehr viel langweiliger und auch kürzer. Als wir uns Sandnessjoen nährten, war es bereits dunkel und wir fuhren einen spitzen Platz direkt unter der großen Fjord Brücke vor der Stadt an. Noch nie war das Schlafen unter einer Brücke so bequem und cool 🙂

3 Kommentare zu „Tag 154: Ein Tag mit ein paar Fährfahrten

  1. Wow, das war ja eine richtig spannende Millimeterarbeit auf der Fähre. Natürlich Chefsache 🙂 Seid gegrüßt aus Hamburg, Muddi, Omi, Heidi <3 🙂

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