Tag 158: Die Atlantikstraße

Die Norwegische Regierung hat mittlerweile 18 Straßen als „Scenic Tourist Routes“ ausgewiesen und diese mit tollen Rastplätzen und Aussichtsplattformen bestückt. Eine dieser Straßen ist die Atlanterhavsvegen (Atlantikstraße), die von Karvag nach Bud führt und ebenfalls zu einer der schönsten Europas gehören soll. Die Straße an sich ist nicht sonderlich lang, insgesamt nur 36km, wovon dann wiederum nur 8km den Titel der schönsten Streckenabschnitte Europas innehalten. Mal sehen was die so kann und ob sie hält was sie verspricht, dachten wir uns und starteten bei gutem Wetter in die Tour.

Schon der erste Rastplatz auf dem Streckenabschnitt überraschte uns. Auf dem ersten Blick ein relativ normaler, wenn auch sehr moderner Rastplatz, samt kleinem Cafe und Toiletten, entpuppte er sich bei genauerem Hinsehen jedoch als Start- und Zielpunkt eines kleinen angelegten Hikes. Auf einem Steg aus Stahl ging es hinunter an den Fjord, um das dortige Felsmassiv und wieder zurück. Entlang dieses Weges entdeckten wir noch das Kunstprojekt einer zweiten Klasse, die am Strand Plastikmüll gesammelt hatten und aus diesem dann einen riesigen Krebs modellierten. Kunst in Kombination mit Sensibilisierung für die Umwelt, was für ein tolles Schulprojekt mit Beispielcharakter!

Unser zweiter Stopp führte uns dann zu einem sehr schnuckeligen, kleinen Hafen und auch hier gingen wir ein wenig auf Erkundungstour. Hach…auch wenn wir uns im Schwärmen wiederholen sollten, aber man kann es gar nicht oft genug wiederholen…was ist das doch für eine sensationelle Landschaft hier in Norwegen!

Bei bestem Wetter entschieden wir uns auch den nächsten ausgewiesenen Zwischenstopp mitzumachen, einen 5km Hike zum kleinen Nordneset Leuchtturm. Die Gegend ist ein besonders gefährliches Schifffahrtsgebiet und viele Tragödien spielten sich vor der Küste bereits ab, wie Schilder entlang des Weges aufklären. Desto wichtiger war der Leuchtturm, und desto überraschender ist letztendlich seine Größe 🙂 Noch ein Fun Fact, wer auch immer am nächsten am Leuchtturm wohnte, war in der Vergangenheit dafür verantwortlich, dass er brannte (ist mittlerweile jedoch seit über 20 Jahren elektrisch betrieben). Dennoch, Augen auf beim Immobilienkauf 🙂

Als wir Bud erreichten, beschlossen wir dort einen kleinen Snack Stopp mit Knäckebrot und Käse einzulegen. Man mag es kaum glauben, aber diese kleine, beschaulich anmutende Gemeinde war früher der Haupt-Handelsort zwischen den beiden 2. und 3. größten Städten Norwegens, Bergen und Trondheim. Heute ist es ein sehr hübsch anzusehendes und super gepflegtes Dörfchen und einzig die ehemaligen Fischerhütten am Hafen erinnern wohl noch ein wenig an seine Vergangenheit.

Von Bud aus ging es weiter nach Andalsnes, wo wir einen tollen Wildcampingspot direkt am Fjord fanden und den Abend ein weiteres Mal ganz entspannt ausklingen ließen…herrrrlich 🙂

2 Kommentare zu „Tag 158: Die Atlantikstraße

  1. Moin Ihr drei! Wieder traumhafte Bilder. Tja, Norwegen ist schon eine Reise wert. Lasst es Euch die letzten Tage noch gut gehen und genießt alles. LG und cu, Muddi, Omi, Heidi 🙂 <3 🙂 <3

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