Tag 164 und 165: Eine sensationelle Strecke von Bergen nach Oslo

Wir hatten die Hadangervidda oder auch Route 7 gewählt um von Bergen nach Oslo zu fahren, und können diese auch nur jedem ans Herz legen! Zumindest außerhalb der Wintermonate, denn auch diese Straße wird wetterbedingt gerne mal gesperrt, aus gutem Grund wie wir herausfinden sollten. Aber zurück zum Anfang, die erste Sehenswürdigkeit auf dieser Straße ist der Vöringfossen, ein 183m hoher Wasserfall. Auch hier hat die norwegische Regierung eine tolle Aussichtsplattform, samt freischwebenden Fußgängerbrücken gebaut, um den Zwischenstopp zu einem tollen Erlebnis für Touristen und Ausflügler zu machen. Und das ist ihnen auch hier definitiv sehr gut gelungen.

Danach führt die Straße, welche gesamt etwa 60km fasst, weiter über Nordeuropas größte Hochebene und diese wurde ihrem Namen auch gerecht. Auf ihrem Höhepunkt von knapp 1400 Metern befanden wir uns in einer wunderschönen Winterlandschaft. Und sogar mit den ersten Streufahrzeugen machte Dorphine dort oben Bekanntschaft…also, wer gerne mit dem Auto durch sensationelle Landschaften cruised, sollte sich diese Route nicht entgehen lassen, absolut empfehlenswert!!

In Oslo angekommen, fanden wir einen super Parkplatz mitten in dem Studentenquartier und machten uns sogleich auf eben dieses zu erkunden. Echt ein cooler, hipper Vibe und es war auch mal schön einen Abend in einer Großstadt zu verbringen und sich tatsächlich bei relativ milden Temperaturen durch die Straßen treiben zu lassen. Da wir mit Twiggy in kein Restaurant gelassen wurden und die vegetarischen Alternativen da dort ebenfalls nicht allzu groß waren, landeten wir letztendlich beim Schnellrestaurant „Zur goldenen Möwe“ inklusive des Veggie Menüs…dem ein oder anderen dürfte es auch als McDonalds bekannt sein :). Auch da durften wir zwar nicht mit der Kleenen rein, aber dafür schmeckte es auf einer gegenüberliegenden Bank. samt Tisch und Leute beobachten, draußen umso besser 🙂

Spontan beschlossen wir den Parkplatz mitten im Quartier (24h – ca. 13€) auch zu unserem Übernachtungsspot zu machen und verbrachten so mal wieder eine „Urbane Wildcampingnacht“.

Das Trommeln auf Dorphine’s Dach am Morgen verhieß nichts allzu Gutes und tatsächlich hatte es sich so richtig schön eingeregnet. Hhmm…So war das ja eigentlich nicht geplant gewesen, das Regengebiet sollte doch eigentlich an der Westküste sein, daher hatten wir unsere Route ja extra umgelegt…?! Nützet aber ja Alles nichts, in unseren Regenoutfits starteten wir trotz des mäßigen Wetters unsere Sightseeingtour…und vielleicht würde es ja später noch wieder aufheitern?!

Nein, tat es nicht…eine richtig fette Regenfront hatte es sich mal so richtig gemütlich über Oslo gemacht, aber wir ließen uns davon nicht die Laune verderben und zogen unseren Sightseeingspaziergang weiter durch. Wir sind ja schließlich nicht aus Zucker…das einzig blöde an der Situation war, dass wir uns nicht mal für ein halbes Stündchen in einem Café aufwärmen konnten, weil wir mit Twiggy nirgendwo hinein durften…Glücklicherweise fanden wir einen Tisch unter einem riesigen Schirm, samt Heizstrahlern, im Freien vor einer Indoor-Streetmarket Location. Was für ein großartiges Konzept, das wäre definitiv auch etwas für regnerische Tage in Hamburg! Viele kleine, kreative Essenstände boten eine große Auswahl an internationalen Speisen zu fairen Preisen an. Echt mal richtig cool! Da wir mittlerweile auch etwas hungrig waren, holten wir uns eine Pizza heraus und schnabulierten diese, auf Lammfell sitzend und in Decken eingemummelt, im freien, während der Regen auf den Sonnenschirm über uns prasselte…gemütlich:))

Ganz so hatten wir uns unseren Besuch in Oslo nicht vorgestellt…Eigentlich hatten wir noch einen Tag länger bleiben wollen, jedoch sollte das Tiefdruckgebiet auch bis in den nächsten Tag anhalten, so beschlossen wir zurück zu Dorphine zu gehen und das schöne Oslo nach einem Tag zu verlassen. Das Problem beim Campen mit Mini-Van ist, dass man keine wirklich gute Möglichkeit hat nasse Klamotten zu trocknen und so viel Feuchtigkeit im inneren hat… Abhilfe schafft entweder nur die Sonne (weit und breit nicht in Sicht) oder eine längere Autofahrt mit Heizung auf Volldampf. Da Sonne keine Alternative bot, blieb uns nur die zweite Variante und so verließen Oslo und fuhren weiter südlich die Küste herunter, denn da sollte laut Vorhersage dann auch wieder die Sonne scheinen:))

Die Tour führte uns nach Sandefjord. Das Wetter tatsächlich auch bereits deutlich besser, schlugen wir auf einem Parkplatz direkt am Fjord unser Nachtlager auf. Der perfekte Ausgangspunkt um am nächsten Tag doch noch die Süd/Ost-Küste Norwegens in Angriff zu nehmen…stay tuned 🙂

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