Tag 167: Eine unfassbare Hilfsbereitschaft und Jepp, wir mögen Smögen

Am nächsten Morgen war, wie erwartet, der Reifen wieder komplett platt… Dank des kleinen Kompressors pumpten wir den Reifen noch einmal auf 2 bar auf und machten uns flink auf zum nur wenige km entfernten Autoservice „Mekonomen“. Dort angekommen, schilderte Mario das Problem und der freundliche Mitarbeiter von der Serviceannahme rief einen jungen Kollegen aus der Werkstatt herbei, welcher mit zu Dorphine kam, um sich den Reifen einmal genauer anzuschauen. Mario zeigte ihm den noch im Reifen steckenden Fremdkörper…er nickte zuversichtlich und versicherte, dass das kein Problem wäre und er nur kurz noch ein Reparaturkit holen würde…unglaublich wie schnell wir bis dato bedient wurden, wir hatten ehrlicherweise mit einer längeren Wartezeit gerechnet. Das stimmte doch optimistisch, auch wenn wir uns fragten, was genau jetzt eigentlich geholt wurde… mit einem kleinen Köfferchen bewaffnet, kam der super nette Mitarbeiter zurück und machte sich sogleich ans Werk. Zunächst zog er den kleinen Übeltäter, ein kleines Stück Metall, aus dem Reifen, dann bohrte er mit einer Art Mini Stanzer ein Loch in den vorhandenen Riss. Zuletzt benutzte er ein weiteres Werkzeug aus dem Repairkit, um Füllmaterial in das ausgestanzte Loch zu stopfen. Sehr cool, so eine Reifenreparatur hatten wir beide bisher noch nicht gesehen. Munter erzählte er uns, dass es das Kit auch im Internet zu kaufen gäbe und der Reifen damit auch ganz easy unbegrenzt weitergefahren werden könnte. Zuletzt wies er uns an einmal um das Gebäude zu fahren, damit er wieder Luft auf den Reifen machen könne. Gesagt getan und als wir ihn fragten, was wir denn bezahlen dürften, lächelte er nur und sagte, „you are our guests“ … wow, wow, wow!!! Wir waren völlig überwältigt und hätten nie, nie und nimmer damit gerechnet… was für eine unglaubliche Geste der Gastfreundlichkeit. Wir wollten ihm zumindest eine kleine Freide machen, doch er lies auch keine Widerrede zu, sondern schickte uns stattdessen mit seinem sympathischen Lachen auf unsere weitere Reise. Wir waren sowas von überwältigt und sprachlos…welch weitere sensationelle Hilfsbereitschaft, sowie sicherlich auch prägende Erfahrung, wir erfahren haben…und Ja, es war die absolut beste Entscheidung nach Schweden zurückgekommen :)))

Ratatouille, wir wie die kleine Maus mittlerweile getauft hatten, hatte es in der vorherigen Nacht doch tatsächlich geschafft aus unserer Vorratsbox, welche wir im Innenraum stehen haben, ein Leckerlie zu stibitzen..hehe, da hat sich der kleine Gourmet doch noch ein Betthupferl genehmigt 🙂 …nur was jetzt tun? Eine ordinäre „kill“ Mausefalle kam für uns beide nicht infrage, es musste also eine Leben-Mausefalle her… und im dritten Baumarkt wurden wir schlussendlich auch fündig. Nun waren wir sehr gespannt, ob wir Ratatouille mit weiterer Schokolade und etwas Erdnussbutter aus seinem Versteck locken würden…?

Aber zunächst einmal steuerten wir das kleine Fischerdörfchen Smögen an. Bei unserem ersten Aufenthalt in Schweden hatten wir es versäumt das Dörfchen zu besuchen, wollten jetzt aber unsere zweite Chance nutzen und dieses heute nachholen. Nachdem wir die präparierte Mausefalle in Position gebracht hatten, starteten wir bei richtig tollem Wetter unseren Erkundungsspaziergang. Und Jepp, wir müssen sagen, wir mögen Smögen…so schnuckelig☺️

Wir schlenderten durch das kleine Dörfchen und als uns mal wieder der altbekannte „kleine Hunger“ heimsuchte, kehrten wir in einem kleinen Fischladen samt Fischtheke und ein paar wenigen Tischen ein…ein Laden genau nach unserem Geschmack: 🙂 Und trotz der Fischtheke war Twiggy hier herzlich willkommen! Haach, wie hatten wir das zuletzt doch vermisst Twiggy mit hineinnehmen zu dürfen…das lies unsere Herzen doch gleich höher schlagen…wie schön es doch war, wieder in Schweden zu sein :)) Und weil wir einfach nur happy und glücklich über den bisherigen Verlauf des Ersten Tages wieder in Schweden waren, bestellten wir uns eine große Portion Garnelen, samt leckeren Dips und einem selbstgebackenem Sourdough Brot – soooo Yummy! 😋

Wir waren bereits sehr gespannt, denn zurück bei Dorphine wurde zu allererst einmal die Mausefalle gecheckt…ist uns der kleine Gourmet in die Falle gegangen…? An dieser Stelle auch noch einmal ganz herzlichen Dank an Reto und Sabine, welche auch schon vor diesem Problem standen und uns mit ein paar tollen Tipps und Tricks bei Seite standen – wirklich klasse und wir freuen uns wirklich sehr auch über eure positive Rückmeldung zu unserem Blog!! :)) …jetzt zur Auflösung…die Falle war leer und das Leckerlie noch an Ort und Stelle…naja, dann vielleicht eher später, sind ja auch nachtaktive Tiere :)…stay tuned.

Als Übernachtungsspot fuhren wir einen kleinen Hafen, nur einmal um die nächste Schärenbucht herum, an. Dieser stellte auf einer Mole liegend, extra freie Parkplätze für Camper bereit. Sehr cool! Ehe wir jedoch die schöne Aussicht aus Dorphine heraus genossen, machten wir noch einen schönen Abendspaziergang in dem muckeligen Hafengebiet – heeeerrliiich!

2 Kommentare zu „Tag 167: Eine unfassbare Hilfsbereitschaft und Jepp, wir mögen Smögen

  1. Toll, was Ihr auf Eurer Reise für hilfsbereite Menschen kennengelernt habt. <3 Genießt noch die letzten Tage. Ich freue mich, Euch 3 wieder zu sehen. LG, Muddi, Omi, Heidi <3 🙂 <3 🙂 <3 :-9

  2. ja, das muss ich auch sagen 🙂 Wahnsinn, wie gastfreundlich die Schweden sind 😉 Und bei Eurem nächsten Trip müsst ihr dann unbedingt Marco und Familie besuchen….. ! Wir freuen uns auf Euch… nur noch ein paar wenige Tage… juchu …. 🙂 <3

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