Es gibt große Neuigkeiten!

Puh, es gibt so viel zu erzählen, doch wo nur fangen wir am Besten an? Weit weg der Heimat hatten wir während unseres Sabbaticals viel Zeit und Ruhe, um über unsere Zukunft nachzudenken. Einmal mit Abstand zum Alltag über das Leben und die eigenen Wünsche und Träume nachzudenken war uns sehr wichtig, und genau das taten wir dann auch während unseres Trips. So kristallisierte sich heraus, dass wir beide einen gemeinsamen Wunsch, nämlich uns etwas eigenes Aufzubauen, hatten. Und so begannen wir bereits im letzten Jahr Ideen so sammeln, um diesen, unseren Traum zu verwirklichen.

Ab Januar wurde es dann konkreter, denn wir hatten eine Geschäftsidee entwickelt und machten uns mit der großartigen Hilfe der Hamburger Handelskammer dran, einen Business Plan zu erstellen. Wie das Leben so spielt, änderten wir noch ein paar konzeptionelle Dinge entlang des Weges und lernten viel aus unserer anfänglichen Naivität, ehe wir dann doch tatsächlich im Mai schlußendlich beim Notar saßen und unseren Gesellschaftervertrag unterzeichneten: Unser Baby, die Resfeber GmbH, war geboren! Woo hoo!!!

Resfeber? „Was ist das denn für ein Name?“ werdet ihr euch jetzt sicherlich fragen. Resfeber kommt, wie sollte es auch nach unglaublichen 6 Wochen in Schweden anders sein, aus dem schwedischen und kann mal ganz grob und 1:1 als „Reisefieber“ übersetzt werden, hat jedoch eigentlich eine tiefere Bedeutung, im Sinne von „Die Sehnsucht zu Reisen, das Verlangen nach Neuem und die Vorfreude auf das Fremde“. Wir haben lange nach einem passenden Namen gesucht, wussten dann aber doch recht schnell dass wir den absolut richtigen gefunden hatten, als wir uns der Bedeutung bewusst wurden. Und natürlich ist es auch eine tolle Hommage an unsere großartige Zeit in Schweden 😊

Back to Business – mit der Resfeber GmbH wollen wir anderen Großstädtern die Möglichkeit geben, ihre eigenen großen und kleinen Campingabenteuer zu bestreiten und zwar in einem 4×4 Jeep samt Dachzelt. Für uns stand recht schnell fest, dass wir gerne ein Business gründen und betreiben möchten, dass sich rund ums Thema Reisen und Campen dreht, und mit den „Jeeps with a tent for rent“ haben wir tatsächlich eine bisher kaum besetzte Nische in unserer Heimatstadt Hamburg gefunden. Aktuell laufen die Vorbereitungen für den richtigen Start in 2022 auf Hochtouren, also ein bisschen Geduld ist noch nötig, bis es dann mal so richtig, richtig losgehen kann.

In den letzten Monaten hat sich aber auch schon eine Menge getan! Mitunter haben wir Dank der super Unterstützung von einer langjährigen Bekannten und Freundin aus Marios Jugendzeiten, Sonja, ein mega cooles und tolles Logo, exakt nach unserer Vorstellung, designed bekommen – eine unbedingte Empfehlung, wenn ihr mal ein Logo oder Webdesign benötigt (gestaltet [in hamburg])! Und auch die erste Teaser Website ist bereits online: http://www.resfeber.de 😊 Es gibt so viele weitere tolle Menschen die uns in den letzten Monaten durch tatkräftige Unterstützung geholfen und unterstützt haben, und eigentlich bräuchte es noch einen weiteren, separaten Blogbeitrag, um euch alle gebührend zu feiern und zu erwähnen!!! Ganz lieben Dank an Klaus, unserem Nachbarn mit seiner Firma West Wind Werbung, für die diversen Folierung und Beflockungsarbeiten und, dass wir immer auch selbst Hand anlegen und selbst ausprobieren durften. An Axel, der richtig Bock hat, an einem Kofferaum-Küchenkonzept für den Jeep mit uns zu basteln und immer mit guten Ideen und Ratschlägen parat steht. Annika, danke, danke, danke für deine ganze Hilfe und Unterstützung bei der Küchenbox! Das hat mega Spaß gemacht und bleibt hoffentlich nicht unser letztes gemeinsames Projekt 😊 Danke auch an alle Freunde und Bekannte die mit guten Tipps und Ideen geholfen haben, unser Konzept abzurunden. Und auch noch einen großen Dank an unseren lieben, guten Freund Marco, der für uns erste super tolle Fotos für die Website gemacht hat und noch weitere folgen werden.

Für die ersten Fotos ging es nämlich ein Wochenende auf einen Campingplatz direkt an der Elbe, mit Dorphine und dem Jeep inkl. des Dachzelts. Hach, wie schön mal wieder etwas Campingluft zu schnuppern, und auch wenn die Arbeit an diesem Wochenende im Vordergrund stand, blieb genügend Zeit um das Camperleben in vollen Zügen zu genießen und dennoch so viele prima Fotos in den Kasten zu bekommen. Die ein oder andere Hopfenlimo durfte natürlich auch nicht fehlen, wobei Marco sich als richtiger „Day Drinking Pro Bro“ herausgestellt hat 😊 Echt ein super gelungenes und produktives Wochenende und das Fazit von Marco nachdem wir wieder in Hamburg angekommen waren? „Und wann geht’s wieder los?!“ Wir könnten auch schon wieder Marco, bis bald! 😊

Es gibt noch viel zu tun, ehe die Resfeber GmbH dann vollends an den Markt gehen kann, aber wir haben mega Bock auf diese neue, spannende Herausforderung! Stay tuned!

Splish Splash

Von Ratzeburg aus ging es weiter gen Norden… hach wie herrlich mal wieder mit Dorphine über Landstraßen und entlang schattiger Alleen zu cruisen. Unser erster Zwischenstopp war die idyllisch an einem See gelegene Fischerei und Räucherei Lasner inkl. Aussengastronomie in Ascheberg (übrigens auch ein schönes Ausflugsziel). Wir gönnten uns ein sehr leckeres Fischbrötchen und entschieden spontan auch noch frischen Fisch zum grillen mitzunehmen. Die Goldforelle weckte unsere Neugierde und wir fragten danach. Die freundliche Verkäuferin verwies uns auf die Hütte am Wasser und schickte den Fischer zu uns. Bei einer kurzen Fischlehre lernten wir nun auch den Unterschied zwischen einer Goldforelle und einer Regenbogenforelle, ehe uns der Fischer zwei noch lebende Exemplare aus dem Becken im See holte – zaack einen übergezog – und für uns ausnahm. Hammer, das versprach ein leckeres Abendessen zu werden ☺️

Danach ging es weiter auf einen nahegelegenen Campingplatz, der auch einen direkten Zugang zum Laaker See hatte. Das war doch die Gelegenheit um zum ersten Mal auf der Tour unseren neuen SUP Boards auszupacken und einen Sun-Downer vor dem Abendessen zu machen. Gesagt, getan! Nachdem wir die Boards aufgepumpt hatten stachen wir zu dritt in See. Hach wie herrlich! Der See entpuppte sich als spitzen SUP Gebiet, mit vielen kleinen Inseln und nur ganz wenigen anderen Wassersportlern. Dazu die langsam untergehende Sonne am Horizont 😍

Auf dem Rückweg, kurz vor dem Anlegen, wurde Twiggy schließlich etwas ungeduldig, und hatte keine Lust mehr nur auf der faulen Haut zu liegen. Immer wieder ging sie zum Rand des Boardes und betrachtete das Wasser. Und so kam es wie es kommen musste und die sonst eigentlich eher Wasser meidende Twiggy eröffnete ungewollt die Badesaison als sie hinein plumpste. Natürlich sprang Mario gleich hinterher, doch Twiggy hatte einen Vorsprung und schwamm schnurstracks aufs Ufer zu. Die beiden lieferten sich ein kurzes aber erbittertes Wettrennen, bis Mario die Kleine wieder eingefangen hatte und zurück zum Board brachte. Eieiei… glücklicherweise war sowohl die Wasser- als auch die Lufttemperatur bereits sehr angenehm und so trockneten beide schnell auf dem letzten Stück zurück zum Campingplatz.

Zurück bei Dorphine nutzte Twiggy die SUP Boards als Sonnenliege, während wir uns an die Zubereitung des Abendessen machten. Fun fact, wir hatten den Grillaufsatz für den Gasgrill zwar immer mit an Board, haben ihn aber noch nie genutzt, das sollte sich heute Abend aber ändern! Fleißig schnippelten wir unter den wachsamen Augen Twiggys das Gemüse für eine leckere Feta Grillschale und bereiteten die Goldforelle vor.

Hach, was für ein Festschmaus! Der Fisch nur ein wenig Salz, Pfeffer und mit etwas Butter im Bauch, in Alufolie eingewickelt, wurde auf dem Grill perfekt! Und auch das Gemüse konnte sich echt sehen und schmecken lassen. Echt cool dieser Grillaufsatz 😋 Beim Sonnenuntergang genossen wir das leckere Essen und den peacigen Platz, wie schön war es doch wieder on Tour zu sein! Abschließender fun fact, als wir den Platz angefahren haben und Sina an der Rezeption die Formalien erledigt hat, wurden wir gefragt, ob wir denn zu dem T3 Treffen gehören würden, für welches die Leute ab Mittwoch anreisen würden…Zufälle gibt‘s, da wir aber nur einen Übernachtung gemacht haben, haben wir davon nichts mehr mitbekommen 🙂

On the Road again

Yiepiehh – es geht endlich wieder los, Dorphine und wir sind startklar für neue, kleine Abenteuer! Aber wohin? Die Ostseeküste von Meck Pomm und dann weiter nach Polen schien ein guter Plan zu sein, jedoch fanden wir kurz vor Abfahrt heraus, dass Meck Pomm weiterhin für Camper aus anderen Bundesländern gesperrt ist….Hmm… also vielleicht in den Harz? Mit dieser groben Idee machten wir uns also Freitagnachmittag auf und stellten bereits nach kurzer Zeit fest, dass auch Niedersachsen noch nicht so tolerant in Sachen Camping war, wie wir es annahmen. Tja, so ist das halt manchmal, wenn man sich treiben lassen möchte. So fuhren wir erst einmal zurück über die Elbe nach Schleswig Holstein und fanden in der Nähe von Lauenburg doch noch einen netten Stellplatz – hach wie schön war das Gefühl, mal wieder mit Dorphine on Tour zu sein ☺️ Leider klappte nicht gleich alles auf Anhieb wie gedacht, denn beim Einbau der Boardbatterie am Morgen war es zu einem Kurzschluss gekommen, der, wie sich nun herausstellte, die Boardelektronik lahmgelegt hatte… argh. Und beim Nudelkochen mit neuem, einfachen Kartuschenkocher schaffte Sina es, diesen zum Einstand in Flammen zu setzen. Dank Marios schneller Reaktion landete der brennende Kocher auf dem Rasen neben Dorphine, was auch das Feuer losch….Oh Boy. Die Stichflamme war nach kurzem Check auf einen Bedienungsfehler zurückzuführen und keine Minute später kochte erfolgreich das Nudelwasser.

Ein Blick auf die Wetterkarte am nächsten morgen, lies uns den Plan, Richtung Harz zu fahren, schnell wieder ad Acta legen. Also doch lieber im Norden bleiben und ein Ziel war auch schnell gefunden, der Naturcampingplatz am Ratzeburger See. Bei schönsten Wetter rollten wir ein paar Stunden später auf dessen Gelände und ergatterten glücklicherweise auch noch einen herrlichen Platz. Ach wie schön! Beim erkunden der Umgebung entdeckten wir ein Hofcafe und genossen dort zum ersten Mal seit Monaten die Aussengastro in Form von Kaffee und Kuchen. Gut gestärkt nahm Mario sich danach dem Problem mit der Boardelektronik an und fand nach kurzem Suchen die durchgekohlte Sicherung unterm Fahrersitz – yay! Kurz noch eine Ersatzsicherung eingebaut und schon lief alles wieder wie es sollte 😃

Der Platz erwies sich als mega chillig und wir entschieden einen weiteren Tag dranzuhängen. Da wir die Klappräder für unsere Kurztrip zuhause ließen, machten wir uns am nächsten Morgen zu Fuß in Richtung Ratzeburg auf. Entlang des Ratzeburger Sees führte uns ein wunderschöner Wanderweg nach nur wenigen Kilometern in das kleine Städtchen. Wir waren nicht die einzigen, die sich Ratzeburg an diesem sommerlichen Sonntag als Ausflugsziel ausgesucht hatten, überall waren Ausflügler und na klar viele Moppedfahrer – hach wie schön es doch war nach der langen Corona Zeit mal wieder entspannte und bestens gelaunte Menschen bei einem Sonntagsausflug beobachten zu können.

Zurück beim Campingplatz und mit 15km Wanderung in den Füßen, beschlossen wir die lokale Gaststätte zu checken und holten uns zwei wirklich mega leckere Pizzen „to go“. Herrlich, wie schön ist es doch mal wieder on Tour zu sein ☺️

Clever Campen featuring ProjectVanDorphine

Yiepiehhh! Der von uns geschriebene Artikel in der Zeitschrift Clever Campen ist nun erschienen 🙂 Stolz wie Bolle wollen wir euch diese News natürlich nicht vorenthalten! Unter dem Titel „Abenteuer Rumänien – Ab in die Walachei“ haben wir unsere Erfahrungen in Rumänien für das Magazin zusammen gefasst und zusammen mit vielen schönen Bildern kann man diese nun in der gerade erschienenen Ausgabe nachlesen. Also worauf wartet ihr noch? Ab zum nächsten Kiosk 😛

The Real Van-Life

Ein Blick hinter die Kulissen eines Van-Life Sabbaticals und einige Antworten auf Fragen, die uns seit unserer Rückkehr immer wieder gestellt werden.

War euch denn gar nicht kalt im Bus?

Wir werden oft darauf angesprochen, dass es einem auf so manch einem Bild aus Skandinavien schon beim Zugucken kalt wurde. Ob uns denn gar nicht kalt gewesen sei? Aber ehe wir auf die Frage eingehen, erst noch einmal kurz zurück zum Anfang, denn eigentlich hatten wir ja geplant den März im bereits wärmeren Süden, genau genommen in Peleponnes, zu verbringen. Da wir für die Tour gen Griechenland durchaus auch mit kühleren Temperaturen in der Nacht gerechnet hatten, begleitete uns von Anbeginn der „Heiße Dieter“, ein mobiler, mit Gas betriebenen, Heizstrahler. Aber um nördliche Breitengrade, den Polarkreis und Temperaturen unterhalb 0 Grad haben wir uns da noch keine Gedanken gemacht. Demzufolge waren wir auch nur mit einer relativ dünnen, 1,40m x 2m, Sommerdecke ausgestattet. Als uns dann diverse Corona bedingten Grenzschließungen einen Strich durch die angestrebte Reiseroute machte und wir schlussendlich erst einmal nach Schweden aufbrachen, war es zwar deutlich kühler als eigentlich „geplant“, jedoch machte unsere Euphorie, Vorfreude und der „Heiße Dieter“ das ganz locker wett. Nach ein paar Wochen und nur noch wenigen Plusgraden gönnten wir uns schließlich doch auch eine dicke, muckelige Decke – hach was war das herrlich! Und damit war dann vorerst einmal der „Heiße Dieter“ quasi arbeitslos.

Richtig kalt wurde es dann gegen Ende der Reise noch einmal in Nord-Finnland und Norwegen, mit Minusgraden draußen und Sage und Schreibe nur noch 0 Grad morgens im Bus….brrr, wie ungemütlich, werden sicherlich so einige von euch jetzt denken. Jedoch härtet man auf so einer Tour doch auch ziemlich ab und der „Heiße Dieter“ wurde nur, zum akuten schnell mal aufwärmen, 2-3 erneut aus der Arbeitslosigkeit geholt. Einzig dass aufstehen am Morgen, wenn man unter der muckeligen, dicken und warmhaltenden Decke lag und seinen Atem in kleinen Wölkchen sehen konnte, hat teilweise etwas Überwindung gekostet. Aber nach ein paar Minuten Bewegung, es galt nämlich erst einmal die Feuchtigkeit aus Dorphine zu bekommen, und mit der richtigen Kleidung, ist das auch alles nur halb so wild.

Wurde es im Bus ohne Klimaanlage nicht zu heiß?

Neee 🙂 Während der Fahrt hatten wir immer die Fenster runtergekurbelt und genossen den frischen Fahrtwind beim Cruisen, eine Klimaanlage haben wir nicht ein einziges Mal vermisst. Und auch bei den heißen Temperaturen in Bulgarien war es meist dank einer frischen Meeresbriese, den Lüftungseinsätzen für die Fenster und Dorphines Hub-Dach samt Fenstern eigentlich nicht wirklich stickig oder zu heiß Nachts.

Die Sache mit dem Bettzeug

Morgens das Bett wieder umzubauen und das Bettzeug ordentlich durchzulüften hat sich zu einem allmorgendlichen Ritual für uns entwickelt… welches um das ein oder andere Mal auch mal etwas eskaliert ist :)…wir haben da mal etwas für euch festgehalten, schaut am besten einmal rein 🙂 :

Duschen und Sanitär beim Wildcampen

Bei längerem Wildcamping am Stück kam in den Sommermonaten früher oder später unsere Outdoor-Dusche zum Einsatz. Da wir mit der simplen Solar-Dusche (schwarzer PVC Beutel mit Schlauch und Duschkopf) irgendwie nicht so happy waren, fuhr seit Bulgarien dieser riesige Wasserkanister mit. Um zu Duschen überschütteten wir uns damit abwechselnd mit Wasser. Bei gutem Wetter glich das Duschen damit einer Wasserschlacht, bei kühlen dann eher der Ice-Bucket Challenge 😆

Als es dann wieder kälter wurde haben wir auch immer gerne mal Campingplätze nur zum Duschen angefahren oder auch in Schwimmbädern die Duschen genutzt. Mit Abstand am einfachsten war es übrigens in Estland eine Dusche für Wildcamper zu finden, da diese dort sogar auf Straßenschildern ausgewiesen wurden, am schwersten gestaltete sich die Suche dagegen in Finnland für uns. Teilt sehr gerne auch eure Tipps und Tricks rund ums Thema Duschen beim Vanlife mit uns!

Und wo wir gerade beim Wildcampen sind, das Zähneputzen unter freiem Himmel ist natürlich auch ein fester Bestandteil dessen. Auch hier ist das Wetter, aber auch die vor Ort herrschende Mückendichte entscheidend 🙂

Unterwegs Wäsche waschen

So ca. alle 3-4 Wochen neigten sich unser „frische“ oder besser gesagt „das ist doch noch gut :)“ Klamotten Bestand so langsam zur Neige und der Bedarf mal wieder zu waschen wurde größer. Oftmals war das ein Zeichen, doch mal wieder einen Campingplatz oder auch Hafen anzusteuern. Einzig in Estland wollten wir keine Wildcampingnacht Einbußen und sind deswegen in einem Waschcenter gelandet 🙂

Oftmals werden wir auch gefragt, wie wir denn alles mitbekommen haben und dass Dorphine ja ein wahres Platzwunder sein muss. Ja in der Tat, das ist sie 🙂 Aber wir haben uns auch mega auf’s Wesentliche reduziert und wirklich versucht auch wirklich nur das Notwendigste mitzunehmen.

Frisches Wasser

Ca. alle 7-10 Tage mussten wir auch wieder unseren Frischwassertank (satte 15l Inhalt 🙂 ja, auch hier haben wir uns sensationell reduzieren können )auffüllen, welches zugegebener Maßen wenn man wie wir viel wildcampt hat, auch durchaus spannend werden kann. Richtig super hat dieses in Rumänien und Bulgarien geklappt, da dort viele Häuser noch keinen Wasseranschluss haben, gibt es zahlreiche Brunnen und Quellen an denen die Einheimischen ihr frisches Wasser holen – ideal für Wildcamper und eine topp Wasserqualität! Am beschwerlichsten hat sich die Suche in den baltischen Ländern gestaltet. Zwar gibt es dort auch Brunnen, aber das Grundwasser hat meist einen üblen, fauligen Geruch und es wird sehr stark abgeraten dieses zum Kochen oder ähnlichem zu benutzen. Und so sind wir gezwungenermaßen dann auf Wasser aus dem Supermarkt umgestiegen.

Abwasch und Haushalt on Tour

Wo wir gerade beim Wasser sind, auch wenn wir noch so sparsam und spartanisch mit Geschirr umgegangen, früher oder später mussten wir natürlich auch irgendwie mal den Abwasch erledigen. Ohne Campingplatz hieß dies oftmals Wasser aus einem Brunnen oder See holen, eventuell kurz aufkochen und dann ran an den Schmutz. Einzig in Norwegen gab es an vielen Rastplätzen extra Heißwasser Speicher, Luxus pur 🙂 hinzugefügt sei an dieser Stelle, dass wir selbstverständlich immer nur rein biologisch abbaubares und somit umweltfreundliches Spüli verwendet haben.

Der Abwasch ist jedoch nicht das einzige Haushalts „To Do“ wenn man so auf Reisen ist, wie wir es waren. Zweimal täglich musste das Bett auf- bzw. abgebaut werden, wofür naturgemäß auf engem Bulli Raum auch vieles hin und her geräumt werden musste. Ausfegen, Dinge verstauen, die Feuchtigkeit in den kälteren Regionen wieder aus dem Wagen bekommen, und die Schränke nach jedem Einkauf wieder neu zu sortieren gehören auch zu einem Vanlife Haushalt. Also eigentlich gibt es genau wie Zuhause immer etwas zu tun 🙂 …und da gehört auch mal ein kleiner Wasserschaden eines ausgelaufen Kanisters dazu, der dann bei herauskommender Sonne getrocknet wurde 🙂

Die Camping Küche

Wir haben auf der Tour größtenteils selbst gekocht und dies trotz der damit verbunden Einschränkungen auch immer mit viel Freude und sehr gern getan. Einzig die Probleme mit unserem doch etwas zickigem Gaskocher, haben unsere Kocheuphorie gegen Ende der Reise etwas getrübt. Ja, auch Wintergas brennt bei Minustemperaturen nicht gut und leider sind auch die Gasleitungen des Kochers nach einer gewissen Zeit verunreinigt, und haben uns das Leben damit etwas schwer gemacht. Da hat irgendwann auch das durchpusten mit Druckluft an der Tankstelle nur mehr wenig geholfen.

Auf unserem Speiseplan standen je nach Land und Region sehr unterschiedliche Dinge. In Schweden haben wir uns sehr gerne Grüne oder Rote Curry’s gekocht, da hier regionales nicht sonderlich vertreten war und dafür die TK in den Supermärkten aber tippitoppi für Veggies ausgestattet sind. In Rumänien nutzten wir dafür umso mehr das mega leckere Gemüse, insbesondere die Tomaten von Straßenstände für Salate oder Bruschetta – soooo yummy! Zum Frühstück gab es überwiegend Haferflocken/Müsli und Früchte und als Snack zwischendurch gerne Sandwiches oder selbstgerollte Wraps auf die Hand. Und natürlich durfte auch das ultimative Camperessen nicht auf unserer Speisekarte fehlen: Pasta in allen Variationen…und die können so unzählig sein:)

Fun Fact: Meistens haben wir gleich für zwei Tage gekocht und dann in den kühleren Regionen den Topf über Nacht draußen auf Paulchen, unserem Heckträger, geparkt. Und es passierte ums ein oder andere Mal, dass wir den nur lose zwischen die Fahrräder geklemmten Topf, dort dann auch vergaßen… und so traten wir die ein oder andere Fahrt mit einem Kochtopf am Heck an und fuhren ihn auch kilometerweit spazieren. Aber glücklicherweise ist er nie runtergefallen 🙂

Wifi – Auf der Suche nach einer Connection

Vor der Tour hatten wir überlegt uns in den einzelnen Ländern vielleicht Sim Karten fürs Handy zu holen um surfen zu können, letztendlich haben wir es aber nie gemacht, weil wir gemerkt hatten, wie schön es eigentlich ist, auch mal nicht ständig erreichbar zu sein…Yay, unsere erste und positive digital Detoxin Erfahrung 🙂 Und obwohl wir den Blog beinahe täglich geschrieben haben (wofür wir jedoch nicht online sein mussten), gab es dann immer auch eine Möglichkeit, wenigsten nur für ein paar Minuten irgendwo online gehen zu können, um diesen dann kurz hochzuladen. Ob an Tankstellen, Fast Food Restaurants, Cafe’s oder auch einfach Supermärkten, irgendwie kommt man eigentlich immer in ein freies und nutzbares Netz. Gerade in den Baltischen und Skandinavischen Länder war es nie ein Problem den bereits zuvor geschriebenen Blog hochzuladen.

Was war frustrierend?

Am meisten tatsächlich schlechtes Wetter in Form von Regen. Denn nasse Klamotten in einem relativ kleinen Bus, wie Dorphine nun mal ist, wieder trocken zu bekommen, ist gar nicht so easy, vor allem wenn man die daraus noch zusätzlich entstehende Luftfeuchtigkeit im Wagen bedenkt. Prasselnder Regen auf Dorphine’s Dach in der Nacht ist dagegen sehr gemütlich, und auch ein verregneter Nachmittag hat uns überhaupt nicht gestört, aber tagelanger Regen muss wirklich nicht sein… Umso besser, dass wir den großen Luxus hatten unsere Route auch vom Wetter abhängig gestalten zu können und so auch mal Umwege gemacht haben, um einem Regengebiet auszuweichen. Und wir hatten tatsächlich maximal nur an sehr wenigen aufeinanderfolgenden, und dann nur über 2 Tage, in gesamt 6 Monate on Tour, mal Regen gehabt, wie geil ist das denn bitte?!

Was habt ihr besonders genossen?

Das ist eine wirklich lange Liste 🙂 Allem voran natürlich die Freiheit, einfach in den Tag hinein leben zu können und das zu tun und zu machen, wozu wir Lust und Laune hatten. Keine Termine oder Verpflichtungen zu haben, sich auch einfach treiben lassen zu können, ohne Agenda oder To Do’s. Die ganzen tollen Orte und Begegnungen die wir während unserer Reise hatten und auch der Luxus, jeden Tag woanders aufzuwachen und sein zu dürfen, war ebenfalls unbeschreiblich schön. Und selbstverständlich auch Dorphine, unser kleines, mobiles Zuhause! Wir haben uns pudelwohl in und mit ihr gefühlt und vermissen das Umherreisen mit ihr bereits sehr. Aber ganz bald werden hoffentlich auch die Reisebeschränkungen wieder Geschichte sein und wir können zu neuen kleinen und hoffentlich auch wieder großen Abenteuern aufbrechen!

Unser erstes eBook ist Online

Ein Frohes Neues Jahr! Wir hoffen ihr seid alle super in das neue Jahr gekommen und wünschen euch alles Gute für 2021!

Wir waren die letzten Tage fleißig und haben nicht nur an unserem ersten eBook , „Camperspass in Estland“, gearbeitet, sondern es auch fertiggestellt 🙂 In diesem haben wir noch einmal unsere gesamte Estland Route inkl. der Koordinaten für Wildcampingspots, Hikes und leckeren Restaurants gesammelt als auch ein wenig mit Bildern unterlegt. Das Buch ist für alle gedacht, die planen mit einem Van oder kleinen Wohnmobil das schöne, spannende und abwechslungsreiche Estland zu bereisen, dabei aber gerne auch auf kommerzielle Campingplätze verzichten möchten. Es hat absolut nicht den Anspruch und soll auch kein weiterer Standard Reiseführer sein, Nein, wir haben hier praktikable Tipps aus unseren Erfahrungen für eine Rundreise durch Estland und die Erkundung von Tallinn zusammengetragen.

Erhältlich ist das Buch in allen gängigen eBook Stores oder auch hier:

Als PDF Download hier erhältlich

Also, wer Estland dieses Jahr auf seiner Reiseliste hat, sich jedoch den Aufwand und die Zeit sparen möchte Routen und Spots selbst herauszusuchen, dem legen wir dieses eBook sehr ans Herz!

Was hat uns sechs Monate Vanlife denn nun eigentlich gekostet?

Wir hoffen ihr hattet ein paar schöne und entspannte Weihnachtsfeiertage und konntet trotz der aktuellen Umstände ein wenig Zeit mit euren Liebsten verbringen. Wir haben die letzten Tage dazu genutzt, endlich mal ein paar Statistiken zu unserer Reise zusammenzutragen und die wollen wir selbstverständlich auch gerne einmal hier mit euch teilen!

Fangen wir erst einmal mit den Daten Rund um unsere Strecke an. Dass wir 15 Länder bereist haben, hatten wir ja bereits erwähnt, aber wusstet ihr, dass die zurückgelegte Strecke sage und schreibe 31.424 Kilometer betrug? Und das Gesamt mit nur 5 kleineren Pannen, eine absolut bemerkenswerte Leistung von unserer älteren Lady Dorphine, wie wir hier auch noch einmal hervorheben möchten!

Und rund um das Thema Fahren haben wir natürlich noch ein paar weitere Statistiken ausgewertet. So machten wir insgesamt 60 Tankstopps, was uns in Bulgarien am günstigsten und in Schweden am teuersten kam.

Bei dem Verbrauch l/km hatten wir tatsächlich auch ganz schöne Schwankungen, teilweise so hohe, dass wir schon ein Problem mit dem Motor befürchteten. Da jedoch sonst keine weiteren Auffälligkeiten an der Maschine gab, wir den höchsten Verbrauch im Flachland bei eher normalen Temperaturen zwischen etwa +5 und +12 Grad Celsius hatten, war dann die Annahme, dass es vermutlich an der Qualität des getankten Kraftstoffes gelegen haben muss. Denn kaum hatten wir die Baltischen Ländern und Finnland durchquert, normalisierte sich der Verbrauch auch wieder.

Die meisten Kilometer haben wir natürlich in dem von uns am intensivsten bereisten Land Schweden zurückgelegt. Aber auch in den anderen skandinavischen Ländern haben wir ordentliche Strecke gemacht. Liegt natürlich auch daran, dass diese Länder sehr viel weitflächiger als so manch andere Europäisches Länder sind. Aber seht euch die Verteilung am besten einmal selbst an:

Zurück zu der Ausgangsfrage: Was kostet denn nun so ein sechsmonatiges VanLife Sabbatical kreuz und quer durch Süd/Ost- und Nordeuropa? Habt ihr mal eine Schätzung gemacht? Wenn ihr so um und bei 12tausend Euro im Kopf hattet, lagt ihr schon richtig gut, denn tatsächlich hat uns der gesamte Trip inkl. aller Kosten 12.934€ gekostet. Das macht pro Tag 73€ oder auch 36,50€/Person pro Tag. Gar nicht so viel wie man vermuten würde oder? Angemerkt sei auch noch, dass wir in den 6 Monaten zwar durchaus bewusst, jedoch auch gut gelebt haben und zudem in der glücklichen Situation waren, dass wir nicht jeden Cent umdrehen mussten. So haben wir uns ums ein oder andere Mal doch auch etwas geleistet, was nicht hätte sein müssen. Soll heißen, man kann auch mit durchaus weniger Geld noch richtig gut über die Runden kommen, ohne dabei den Spaß am Reisen zu verlieren.

Durch die vielen zurückgelegten Kilometer, waren die Kosten für Diesel der Spitzenposten, knapp gefolgt von „Verschiedenes“. Bilder sagen ja bekanntlich mehr als tausend Worte…daher haben wir die Hauptkostentreiber für euch, vorerst einmal grob portioniert und versucht in einem Tortendiagramm darzustellen:

 

Schon ziemlich interessant, oder? Doch was versteckt sich eigentlich hinter „Verschiedenes“? Da wir auf der gesamten Reise unsere Ausgaben ziemlich akribisch notiert haben, können wir auch noch etwas mehr ins Detail gehen, das Ganze stellt sich dann wie folgt dar:  

Jap, ihr habt richtig gelesen, die gesamten Reparaturen von Dorphine haben uns nur schlappe 46€ (und die ein oder andere Dosen Bier😊 ) gekostet. Wir könnten jetzt noch mehr ins Detail gehen, dachten jedoch, dass wir uns auf ein Paar wesentlichere Kosten beschränken:

  • Unter Transport verbirgt sich, neben diversen Fährfahrten, Straßen und Brücken Maut, auch ein 50€ teurer Blitzer aus… wie soll’s auch sonst sein, good old Germany. In Dresden wurden wir mit knapp 20km/h zu viel geblitzt und sind auch gleich Opfer des neuen, höheren Bußgeld Katalogs geworden.
  • 110,70€ haben wir an diversen Straßenständen auf der Tour gelassen, mal ein paar Eier oder auch für die ein oder andere Marmelade. Jedoch träumen wir noch heute von den fleischigen und mega leckeren, aromatischen Tomaten, den kleinen Gürkchen, den schmackhaften Paprikas, welche wir zumeist in Rumänien oder Bulgarien gekauft haben.
  • 153,06€ haben wir unterwegs für Bücher ausgegeben, darunter z.B. der Roman „Die Tyrannei des Schmetterlings“ von Frank Schätzing, „Befreit“ von Tara Westover. Alle Bücher fanden wir gut und lesenswert. Doch unser absolute Lieblingsbuch und somit der Buchtipp schlechthin ist, „Das Glückskind“ von Thomas Buergenthal – ein sehr trauriges und zugleich bewundernswertes Schicksal eines kleinen, mutigen jüdischen Jungen während der tyrannischen NS Diktatur – mehr sei nicht verraten – unbedingt lesen!!!
  • Wir haben 46,46€ für Fishing Permits in Schweden ausgegeben, dort aber nur einen essbaren Fisch gefangen… der Spaß stand hier ganz klar im Vordergrund.
  • Last but not least: Unsere Stickersammlung auf der Dachbox hat uns 35,58€ gekostet.

Selbstverständlich sollte man in einem Beitrag zu den Kosten eines Vanlife Sabbaticals, auch noch einmal die Übernachtungskosten ein wenig genauer beleuchten. Da wir ziemlich häufig wildgecampt haben, fielen diese im Vergleich jedoch relativ gering aus. Das Verhältnis von Übernachtungen auf dem Campingplatz zu Freistehen sah in den einzelnen Ländern wie folgt aus:

Insgesamt haben wir 64% der Zeit freigestanden, wodurch uns keine Kosten entstanden sind. Eine durchschnittliche Nacht auf einem Campingplatz hat uns somit 19.65€ gekostet, was durchaus ein recht günstiger Kurs war. Basierend auf diesem Wert haben wir round about 2239,57€ durch das Wildcampen eingespart 😊

Das war sie, unsere 6-Monate „On the Road“ Kostenaufschlüsselung. Wie eingangs bereits gesagt, könnten wir auch noch mehr ins Detail gehen…also, wer es gerne doch noch etwas genauer wissen möchte oder evtl. die ein oder andere Frage hat – gerne einfach melden, wir freuen uns über jede da kommende Frage oder Anmerkung!

Top 5 + 1 Special Bonus VanLife Must-Have’s: Apps

Während unseres Sabbaticals haben wir auch immer mal wieder längere Pausen des „Digital Detox“ eingelegt, was aber nicht bedeutet, dass wir komplett auf die durchaus nützlichen Funktionen einiger Apps verzichtet haben. Unsere Top 5 wollen wir hier einmal mit euch teilen und vielleicht erweisen sie euch ja ebenfalls gute Dienste und erleichtern so ein wenig euren Reise-Alltag.

Der Klassiker: Google Maps

Mit Google Maps zu navigieren gehört für viele sicherlich schon zum Alltag dazu. Wir haben die App auf der gesamten Reise als Navi genutzt, allerdings nicht wie Zuhause im Online Modus, sondern Offline. Das funktioniert spitze, denn gerade in abgelegeneren Gegenden ist man so nicht auf eine Internetverbindung angewiesen. Es sei denn, Google möchte dich im Sommer in Finnland über mittlerweile geschmolzene Eistraßen navigieren, wie rechts im Bild zu sehen 🙂 Bei dem Download muss man mit ein paar Einschränkungen leben, so werden beispielsweise nicht so viele Geschäfte / Dienstleister etc. angezeigt wie bei einer vergleichbaren Suche im Online Modus, aber das war für uns kein sonderliches Hindernis, denn schlussendlich wollten wir primär von A nach B kommen. Und das beste an Google Maps ist natürlich, dass auch die Offline Version kostenlos ist 🙂

Anleitung zum Download von Offline Karten:

  1. App öffnen und im Tab „Erkunden“ nach bspw. einer Stadt, die in dem gewünschten herunterzuladendem Bereich liegt, suchen.
  2. Wenn das Ergebnis erscheint nach Rechts scrollen, dort findet ihr den Button „Herunterladen“.
  3. Ein Auswahlfenster des gewünschten Gebietes erscheint auf dem Display. Mit den Fingern kann man den Bereich per Zoom vergrößern / verkleinern, bis man den gewünschten Kartenabschnitt markiert hat. Danach nur noch „Download“ drücken und die App beginnt die Karte herunterzuladen. Die App während des Downloads nicht schließen 🙂
  4. Am besten lädt man die Karten mit einer stabilen und guten WLAN Verbindung herunter. MC Donalds, Espresso House oder in Cities auch H&M oder Einkaufs Centren waren uns da durchaus ein willkommene Daten Partner 🙂 So spart man sich eine Menge eigenes Daten Volumen. Wenn der Download beendet ist, springt Google Maps zurück zu „Erkunden“. Von nun an kann man in dem Gebiet auch offline die App nutzen als sei sie online 🙂 Übrigens kann man dutzende Karten herunterladen, es empfiehlt sich aber die, die man nicht mehr benötigt wieder zu löschen, da ansonsten beim online gehen im Datenroming unnötiges eigenes Datenvolumen verbraucht wird, denn Google aktualisiert ständig auch seine Karte im Hintergrund 🙂

Der praktische Spotfinder: Park4Night

Nicht nur für Fans des Wildcampens ein absolutes Must! In der Park4Night App findet man private und kommerzielle Campingplätze, Rastplätze, Parkplätze für Stadterkundungstouren und natürlich auch Wildcampingspots. Man kann sowohl in seiner aktuellen Umgebung, als auch an bestimmten Orten suchen, womit die Planung des Trips erleichtert wird. Kommentare und Fotos anderer Nutzer geben zudem einen guten ersten Einblick, so dass böse Überraschungen vor Ort meistens ausbleiben.

Die Offizielle: App des Auswärtigen Amtes

Da wir in Zeiten von Corona unser Sabbatical hatten und auf aktuelle und korrekte Einreiseinformationen angewiesen waren, haben wir uns die App „Sicher Reisen“ der Auswärtigen Amtes heruntergeladen. Im Nachhinein betrachtet sollte man die App bei jeder Auslandsreise auf dem Smartphone installiert haben. Zwar benötigt man vielleicht die die darin enthaltenen Länderinformationen bezüglich Einreisebestimmungen, Gesundheitssystem vor Ort, Geldwechsel etc. nicht unbedingt, aber im Notfall erkennt die App wo man ist und man kann mit einem Klick das Auswärtige Amt um Hilfe bitten. Wir kamen glücklicherweise nie in eine Situation, in der wir diesen Button benötigten, aber im Fall der Fälle ist es vermutlich schon hilfreich, die App bereits griffbereit zu haben.

Für Abends: Sternenbild App

Ein riesiger Vorzug am (Wild-) Campen ist na klar die Nähe zur Natur und damit verbunden auch der oft atemberaubende Sternenhimmel. Vielleicht ist es die Mischung aus Stadtkind und mitten im Nirgendwo wildcampen, aber uns hat der Nachthimmel immer wieder fasziniert und schier weg begeistert. Und noch cooler sind die Apps, die in mithilfe des Standorts in Realtime beim hochhalten des Smartphones zeigen, welche Sternenbilder sich in den Sternen über einem verbergen. Manche Apps zeigen auch noch an welche Satelliten gerade über einem hinwegsausen oder wo die IRS gerade ist. Am Besten mal selbst im App Store stöbern und schauen welche Darstellungsweise und Feauteres einem selbst am Besten gefallen.

Für iPhone Knipser: Langzeitbelichtungs App

Und wenn man schon dabei ist den klaren Sternenhimmel zu bewundern, warum diesen dann nicht auch gleich ablichten? Wer gerade keine Spiegelreflexkamera zur Hand hat, kann auch mit dieser Langzeitbelichtungs-App tolle Ergebnisse mit dem iPhone erzielen. Wir waren auch erst skeptisch, und man muss sich auch etwas an die Einstellungen herantasten, aber wer Lust dazu hat und auch tolle Nachtaufnahmen als Erinnerung mit nach Hause bringen möchte, sollte sich die App holen. Und ja, wir haben so auch die Polarlichter eingefangen (original Aufnahme mit Hilfe der App) 🙂

Special Bonus App speziell für Estland – RMK

Für all diejenigen die Estland als Reiseziel auserkoren haben, darf eine weiter App auf keinen Fall fehlen, nämlich die „RMK App“. RMK ist so etwas wie die staatliche Forstbehörde in Estland und diese kümmert sich super um die vielen, kostenlosen und spitze ausgestattete Campsites…wie z.B. bereitgestelltes Brennholz und Feuerstellen mit Grill. Doch nicht nur spitzen Stellplätze lassen sich über die App finden, auch viele schöne Spazierwege oder längere Wanderungen sind dort eingetragen – wir sind der Meinung, die sollte auf keinen Fall fehlen 🙂

VanLife Must Have’s: Küchen Utensilien

Wir haben in den sechs Monaten Vanlife festgestellt, dass auch bei der Küchenausstattung weniger definitiv mehr ist. Eine komplette Übersicht in Form einer Packliste wird hier dann auch in Kürze noch folgen. Hier schon mal unsere Top 5 Küchen Utensilien, die wir nicht in unserem Van missen wollten.

Faltbare Abwaschschüssel

Sicherlich bereits in den meisten Vans mit an Bord, die faltbare Abwaschschüssel. Mega praktisch um das schmutzige Geschirr zu sammeln und notfalls auch darin abzuspülen. Klar gibt es günstigere Alternativen als die Version von Com-Four aber wir haben hiermit super Erfahrungen gemacht und denken, dass sich die qualitativ hochwertige Variante am Ende auszahlt. Nicht nur, dass wir auch kochendes Wasser ohne Probleme einfüllen konnten, die Spüle ist trotz dessen sie faltbar ist auch mega robust! Nicht nur einmal ist sie aus versehen eingeklemmt und gequetscht worden, sodass wir dachten, dass sie einen Schaden davongetragen haben muss, aber kein Leck 🙂 Und wenn man sie nicht braucht, ist sie super zu verstauen, da ja klappbar.

Toasterpfanne für Gasherd

Sicherlich Geschmackssache, jedoch haben wir es morgens genossen einen frischen, noch warmen Toast zum Frühstück zu essen oder der auch gern mal ein warmes Käse Sandwich als Snack zwischendurch. Wir haben dafür die Bright Spark Toaster Pfanne genutzt und waren sehr happy damit. Die einzige downside, wenn man ungeduldig oder bereits etwas „hangry“ ist und vier statt zwei Toastscheiben auf einmal toasten möchte, kokeln die Ecken der Toasts, welche dann ein kleines Stück über die Pfanne hinaus ragen, etwas an, sofern man sie nicht im Auge behält.

Kochtopf – gleich mit Sieb im Deckel von IKEA

Das klassische Camperessen schlechthin: Pasta in diversen Variationen 🙂 Und um das Kochen „on the road“ ein wenig smarter zu gestalten, haben wir die mega praktischen Töpfe, gleich mit Sieb im Deckel, an Bord. So kann man das heiße Kochwasser ohne viel Action gleich abgießen und hat zudem auch noch weniger abzuspülen 🙂 Unserer Meinung nach ist das Preis-Leistungsverhältnis sowie die Qualität von IKEA wirklich gut. Die Töpfe sind robust und der Deckel kann sogar durch leichtes verdrehen verriegelt werden, so dass man ganz easy und sicher das heiße Wasser abgießen kann – und 2 in 1 spart auch gleich wieder etwas kostbaren Platz ein 🙂

Ultradünne Schneidebretter

Ein weiteres praktisches und sehr platzsparendes Utensil sind diese ultradünnen Schneidebretter aus flexiblem, biegsamen Kunststoff. Sie lassen sich leicht in jeden noch so schmale Lücke verstauen, sind widerstandsfähig und die Reinigung ist ebenfalls unproblematisch. Zugegeben, wir waren Anfangs auch ein wenig skeptisch, da sie aufgrund ihrer Eigenschaften doch schon etwas instabil wirken, wurden jedoch positiv überrascht. Mittlerweile möchten wir sie nicht mehr aus unserer Ausstattung missen, so praktisch und häufig wir diese genutzt haben.

Robustes Melanin Geschirr

Wir haben die Erfahrung gemacht, dass sich Melamin Geschirr super zum Campen eignet. Es verfärbt nicht, wie es leider bei Bambusgeschirr oft der Fall ist, und hat eine viel schönere Haptik als normales Kunststoffgeschirr. Wir waren mega happy mit der Wahl, nicht nur, dass es uns optisch sehr gut gefallen hat, sondern auch nach sechs Monaten intensiver Nutzung, dem ein oder andere Herunterfaller, haben wir keine Verluste zu Verzeichnen und das Geschirr sieht eigentlich noch so aus wie am ersten Tag. Und zudem lässt es sich dank der Beschichtung auch ganz easy abspülen. Der höhere Preis im Gegensatz zu Vergleichsprodukten ist natürlich ein kleines Minus, aber da es sich um eine einmalige Investition handelt unserer Meinung nach gut vertretbar.

Und jetzt noch einmal Wildcampen in Hamburg

Das Ende unseres Sabbaticals naht mit großen Schritten und da wir die Gemütlichkeit von Dorphine und das Umherreisen mit ihr bereits in der letzten Woche schon ziemlich vermisst haben, beschlossen wir kurzerhand unsere vorletzte „freie“ Nacht noch einmal mit ihr zu nutzen. Gesagt, getan… Dorphine wieder von ihrer Parkkralle befreit, Bettzeug, ein paar Dinge zum Snacken und Getränke eingepackt und los ging’s!

Der Plan war, dass wir uns auf das Gelände des Hamburger Fischmarkts stellen und ein wenig die Hafenatmosphäre genießen. Da der Fischmarkt derzeitig unter den Coronaauflagen nicht stattfindet, ist daher auch das parken am WE mit Campern dort erlaubt, das klingt doch schon mal super! Ist auch ne richtig coole Idee, aber irgendwie sagte uns die Atmosphäre des noch recht vollen Parkplatzes und die Parkgebühren dann doch nicht so sehr zu. Sicherlich ne prima Sache die wir bestimmt ein anders Mal in Angriff nehmen werden, für heute jedoch beschlossen wir kurzerhand genau auf die gegenüberliegende Elbseite zu wechseln…

Noch kurz nen Zwischenstopp in der Schanze eingelegt, was zu „To-Go“ zum Fuddern vom Asia Imbiss eingepackt, und auf ging’s rüber auf die andere Seite nach Steinwerder. Dort hatten wir bereits bei einem unserer ersten Ausflüge mit Dorphine Anfang April diesen Jahres einen tollen Industrieparkplatz für LKW´s mit Blick auf die Elbphilharmonie entdeckt, den wir nun auch wieder ansteuerten. Herrlich diese Aussicht vis a vis zur Elphi inkl. der Hafenskyline und Landungsbrücken! Dazu das leckere Essen und das ein oder andere Bierchen – herrlich! Wildcamping feeling direkt vor der Haustür, dass sollten wir unbedingt öfter machen! Und da Dorphine ja seit Anfang dieser Woche kein saisonabhängiges Kennzeichen mehr hat und somit auch das ganze Jahr über bewegt werden darf, sind wir jetzt viel flexibler… also stay tuned 🙂