Unser erstes eBook ist Online

Ein Frohes Neues Jahr! Wir hoffen ihr seid alle super in das neue Jahr gekommen und wünschen euch alles Gute für 2021!

Wir waren die letzten Tage fleißig und haben nicht nur an unserem ersten eBook , „Camperspass in Estland“, gearbeitet, sondern es auch fertiggestellt 🙂 In diesem haben wir noch einmal unsere gesamte Estland Route inkl. der Koordinaten für Wildcampingspots, Hikes und leckeren Restaurants gesammelt als auch ein wenig mit Bildern unterlegt. Das Buch ist für alle gedacht, die planen mit einem Van oder kleinen Wohnmobil das schöne, spannende und abwechslungsreiche Estland zu bereisen, dabei aber gerne auch auf kommerzielle Campingplätze verzichten möchten. Es hat absolut nicht den Anspruch und soll auch kein weiterer Standard Reiseführer sein, Nein, wir haben hier praktikable Tipps aus unseren Erfahrungen für eine Rundreise durch Estland und die Erkundung von Tallinn zusammengetragen.

Erhältlich ist das Buch in allen gängigen eBook Stores oder auch hier:

Camperspass in Estland – Übernachtungsspots, Sehenswürdigkeiten und Tipps für einen gelungenen Campingurlaub in Estland – Project VanDorphine – ePUB – epubli

Also, wer Estland dieses Jahr auf seiner Reiseliste hat, sich jedoch den Aufwand und die Zeit sparen möchte Routen und Spots selbst herauszusuchen, dem legen wir dieses eBook sehr ans Herz!

Was hat uns sechs Monate Vanlife denn nun eigentlich gekostet?

Wir hoffen ihr hattet ein paar schöne und entspannte Weihnachtsfeiertage und konntet trotz der aktuellen Umstände ein wenig Zeit mit euren Liebsten verbringen. Wir haben die letzten Tage dazu genutzt, endlich mal ein paar Statistiken zu unserer Reise zusammenzutragen und die wollen wir selbstverständlich auch gerne einmal hier mit euch teilen!

Fangen wir erst einmal mit den Daten Rund um unsere Strecke an. Dass wir 15 Länder bereist haben, hatten wir ja bereits erwähnt, aber wusstet ihr, dass die zurückgelegte Strecke sage und schreibe 31.424 Kilometer betrug? Und das Gesamt mit nur 5 kleineren Pannen, eine absolut bemerkenswerte Leistung von unserer älteren Lady Dorphine, wie wir hier auch noch einmal hervorheben möchten!

Und rund um das Thema Fahren haben wir natürlich noch ein paar weitere Statistiken ausgewertet. So machten wir insgesamt 60 Tankstopps, was uns in Bulgarien am günstigsten und in Schweden am teuersten kam.

Bei dem Verbrauch l/km hatten wir tatsächlich auch ganz schöne Schwankungen, teilweise so hohe, dass wir schon ein Problem mit dem Motor befürchteten. Da jedoch sonst keine weiteren Auffälligkeiten an der Maschine gab, wir den höchsten Verbrauch im Flachland bei eher normalen Temperaturen zwischen etwa +5 und +12 Grad Celsius hatten, war dann die Annahme, dass es vermutlich an der Qualität des getankten Kraftstoffes gelegen haben muss. Denn kaum hatten wir die Baltischen Ländern und Finnland durchquert, normalisierte sich der Verbrauch auch wieder.

Die meisten Kilometer haben wir natürlich in dem von uns am intensivsten bereisten Land Schweden zurückgelegt. Aber auch in den anderen skandinavischen Ländern haben wir ordentliche Strecke gemacht. Liegt natürlich auch daran, dass diese Länder sehr viel weitflächiger als so manch andere Europäisches Länder sind. Aber seht euch die Verteilung am besten einmal selbst an:

Zurück zu der Ausgangsfrage: Was kostet denn nun so ein sechsmonatiges VanLife Sabbatical kreuz und quer durch Süd/Ost- und Nordeuropa? Habt ihr mal eine Schätzung gemacht? Wenn ihr so um und bei 12tausend Euro im Kopf hattet, lagt ihr schon richtig gut, denn tatsächlich hat uns der gesamte Trip inkl. aller Kosten 12.934€ gekostet. Das macht pro Tag 73€ oder auch 36,50€/Person pro Tag. Gar nicht so viel wie man vermuten würde oder? Angemerkt sei auch noch, dass wir in den 6 Monaten zwar durchaus bewusst, jedoch auch gut gelebt haben und zudem in der glücklichen Situation waren, dass wir nicht jeden Cent umdrehen mussten. So haben wir uns ums ein oder andere Mal doch auch etwas geleistet, was nicht hätte sein müssen. Soll heißen, man kann auch mit durchaus weniger Geld noch richtig gut über die Runden kommen, ohne dabei den Spaß am Reisen zu verlieren.

Durch die vielen zurückgelegten Kilometer, waren die Kosten für Diesel der Spitzenposten, knapp gefolgt von „Verschiedenes“. Bilder sagen ja bekanntlich mehr als tausend Worte…daher haben wir die Hauptkostentreiber für euch, vorerst einmal grob portioniert und versucht in einem Tortendiagramm darzustellen:

 

Schon ziemlich interessant, oder? Doch was versteckt sich eigentlich hinter „Verschiedenes“? Da wir auf der gesamten Reise unsere Ausgaben ziemlich akribisch notiert haben, können wir auch noch etwas mehr ins Detail gehen, das Ganze stellt sich dann wie folgt dar:  

Jap, ihr habt richtig gelesen, die gesamten Reparaturen von Dorphine haben uns nur schlappe 46€ (und die ein oder andere Dosen Bier😊 ) gekostet. Wir könnten jetzt noch mehr ins Detail gehen, dachten jedoch, dass wir uns auf ein Paar wesentlichere Kosten beschränken:

  • Unter Transport verbirgt sich, neben diversen Fährfahrten, Straßen und Brücken Maut, auch ein 50€ teurer Blitzer aus… wie soll’s auch sonst sein, good old Germany. In Dresden wurden wir mit knapp 20km/h zu viel geblitzt und sind auch gleich Opfer des neuen, höheren Bußgeld Katalogs geworden.
  • 110,70€ haben wir an diversen Straßenständen auf der Tour gelassen, mal ein paar Eier oder auch für die ein oder andere Marmelade. Jedoch träumen wir noch heute von den fleischigen und mega leckeren, aromatischen Tomaten, den kleinen Gürkchen, den schmackhaften Paprikas, welche wir zumeist in Rumänien oder Bulgarien gekauft haben.
  • 153,06€ haben wir unterwegs für Bücher ausgegeben, darunter z.B. der Roman „Die Tyrannei des Schmetterlings“ von Frank Schätzing, „Befreit“ von Tara Westover. Alle Bücher fanden wir gut und lesenswert. Doch unser absolute Lieblingsbuch und somit der Buchtipp schlechthin ist, „Das Glückskind“ von Thomas Buergenthal – ein sehr trauriges und zugleich bewundernswertes Schicksal eines kleinen, mutigen jüdischen Jungen während der tyrannischen NS Diktatur – mehr sei nicht verraten – unbedingt lesen!!!
  • Wir haben 46,46€ für Fishing Permits in Schweden ausgegeben, dort aber nur einen essbaren Fisch gefangen… der Spaß stand hier ganz klar im Vordergrund.
  • Last but not least: Unsere Stickersammlung auf der Dachbox hat uns 35,58€ gekostet.

Selbstverständlich sollte man in einem Beitrag zu den Kosten eines Vanlife Sabbaticals, auch noch einmal die Übernachtungskosten ein wenig genauer beleuchten. Da wir ziemlich häufig wildgecampt haben, fielen diese im Vergleich jedoch relativ gering aus. Das Verhältnis von Übernachtungen auf dem Campingplatz zu Freistehen sah in den einzelnen Ländern wie folgt aus:

Insgesamt haben wir 64% der Zeit freigestanden, wodurch uns keine Kosten entstanden sind. Eine durchschnittliche Nacht auf einem Campingplatz hat uns somit 19.65€ gekostet, was durchaus ein recht günstiger Kurs war. Basierend auf diesem Wert haben wir round about 2239,57€ durch das Wildcampen eingespart 😊

Das war sie, unsere 6-Monate „On the Road“ Kostenaufschlüsselung. Wie eingangs bereits gesagt, könnten wir auch noch mehr ins Detail gehen…also, wer es gerne doch noch etwas genauer wissen möchte oder evtl. die ein oder andere Frage hat – gerne einfach melden, wir freuen uns über jede da kommende Frage oder Anmerkung!

Top 5 + 1 Special Bonus VanLife Must-Have’s: Apps

Während unseres Sabbaticals haben wir auch immer mal wieder längere Pausen des „Digital Detox“ eingelegt, was aber nicht bedeutet, dass wir komplett auf die durchaus nützlichen Funktionen einiger Apps verzichtet haben. Unsere Top 5 wollen wir hier einmal mit euch teilen und vielleicht erweisen sie euch ja ebenfalls gute Dienste und erleichtern so ein wenig euren Reise-Alltag.

Der Klassiker: Google Maps

Mit Google Maps zu navigieren gehört für viele sicherlich schon zum Alltag dazu. Wir haben die App auf der gesamten Reise als Navi genutzt, allerdings nicht wie Zuhause im Online Modus, sondern Offline. Das funktioniert spitze, denn gerade in abgelegeneren Gegenden ist man so nicht auf eine Internetverbindung angewiesen. Es sei denn, Google möchte dich im Sommer in Finnland über mittlerweile geschmolzene Eistraßen navigieren, wie rechts im Bild zu sehen 🙂 Bei dem Download muss man mit ein paar Einschränkungen leben, so werden beispielsweise nicht so viele Geschäfte / Dienstleister etc. angezeigt wie bei einer vergleichbaren Suche im Online Modus, aber das war für uns kein sonderliches Hindernis, denn schlussendlich wollten wir primär von A nach B kommen. Und das beste an Google Maps ist natürlich, dass auch die Offline Version kostenlos ist 🙂

Anleitung zum Download von Offline Karten:

  1. App öffnen und im Tab „Erkunden“ nach bspw. einer Stadt, die in dem gewünschten herunterzuladendem Bereich liegt, suchen.
  2. Wenn das Ergebnis erscheint nach Rechts scrollen, dort findet ihr den Button „Herunterladen“.
  3. Ein Auswahlfenster des gewünschten Gebietes erscheint auf dem Display. Mit den Fingern kann man den Bereich per Zoom vergrößern / verkleinern, bis man den gewünschten Kartenabschnitt markiert hat. Danach nur noch „Download“ drücken und die App beginnt die Karte herunterzuladen. Die App während des Downloads nicht schließen 🙂
  4. Am besten lädt man die Karten mit einer stabilen und guten WLAN Verbindung herunter. MC Donalds, Espresso House oder in Cities auch H&M oder Einkaufs Centren waren uns da durchaus ein willkommene Daten Partner 🙂 So spart man sich eine Menge eigenes Daten Volumen. Wenn der Download beendet ist, springt Google Maps zurück zu „Erkunden“. Von nun an kann man in dem Gebiet auch offline die App nutzen als sei sie online 🙂 Übrigens kann man dutzende Karten herunterladen, es empfiehlt sich aber die, die man nicht mehr benötigt wieder zu löschen, da ansonsten beim online gehen im Datenroming unnötiges eigenes Datenvolumen verbraucht wird, denn Google aktualisiert ständig auch seine Karte im Hintergrund 🙂

Der praktische Spotfinder: Park4Night

Nicht nur für Fans des Wildcampens ein absolutes Must! In der Park4Night App findet man private und kommerzielle Campingplätze, Rastplätze, Parkplätze für Stadterkundungstouren und natürlich auch Wildcampingspots. Man kann sowohl in seiner aktuellen Umgebung, als auch an bestimmten Orten suchen, womit die Planung des Trips erleichtert wird. Kommentare und Fotos anderer Nutzer geben zudem einen guten ersten Einblick, so dass böse Überraschungen vor Ort meistens ausbleiben.

Die Offizielle: App des Auswärtigen Amtes

Da wir in Zeiten von Corona unser Sabbatical hatten und auf aktuelle und korrekte Einreiseinformationen angewiesen waren, haben wir uns die App „Sicher Reisen“ der Auswärtigen Amtes heruntergeladen. Im Nachhinein betrachtet sollte man die App bei jeder Auslandsreise auf dem Smartphone installiert haben. Zwar benötigt man vielleicht die die darin enthaltenen Länderinformationen bezüglich Einreisebestimmungen, Gesundheitssystem vor Ort, Geldwechsel etc. nicht unbedingt, aber im Notfall erkennt die App wo man ist und man kann mit einem Klick das Auswärtige Amt um Hilfe bitten. Wir kamen glücklicherweise nie in eine Situation, in der wir diesen Button benötigten, aber im Fall der Fälle ist es vermutlich schon hilfreich, die App bereits griffbereit zu haben.

Für Abends: Sternenbild App

Ein riesiger Vorzug am (Wild-) Campen ist na klar die Nähe zur Natur und damit verbunden auch der oft atemberaubende Sternenhimmel. Vielleicht ist es die Mischung aus Stadtkind und mitten im Nirgendwo wildcampen, aber uns hat der Nachthimmel immer wieder fasziniert und schier weg begeistert. Und noch cooler sind die Apps, die in mithilfe des Standorts in Realtime beim hochhalten des Smartphones zeigen, welche Sternenbilder sich in den Sternen über einem verbergen. Manche Apps zeigen auch noch an welche Satelliten gerade über einem hinwegsausen oder wo die IRS gerade ist. Am Besten mal selbst im App Store stöbern und schauen welche Darstellungsweise und Feauteres einem selbst am Besten gefallen.

Für iPhone Knipser: Langzeitbelichtungs App

Und wenn man schon dabei ist den klaren Sternenhimmel zu bewundern, warum diesen dann nicht auch gleich ablichten? Wer gerade keine Spiegelreflexkamera zur Hand hat, kann auch mit dieser Langzeitbelichtungs-App tolle Ergebnisse mit dem iPhone erzielen. Wir waren auch erst skeptisch, und man muss sich auch etwas an die Einstellungen herantasten, aber wer Lust dazu hat und auch tolle Nachtaufnahmen als Erinnerung mit nach Hause bringen möchte, sollte sich die App holen. Und ja, wir haben so auch die Polarlichter eingefangen (original Aufnahme mit Hilfe der App) 🙂

Special Bonus App speziell für Estland – RMK

Für all diejenigen die Estland als Reiseziel auserkoren haben, darf eine weiter App auf keinen Fall fehlen, nämlich die „RMK App“. RMK ist so etwas wie die staatliche Forstbehörde in Estland und diese kümmert sich super um die vielen, kostenlosen und spitze ausgestattete Campsites…wie z.B. bereitgestelltes Brennholz und Feuerstellen mit Grill. Doch nicht nur spitzen Stellplätze lassen sich über die App finden, auch viele schöne Spazierwege oder längere Wanderungen sind dort eingetragen – wir sind der Meinung, die sollte auf keinen Fall fehlen 🙂

VanLife Must Have’s: Küchen Utensilien

Wir haben in den sechs Monaten Vanlife festgestellt, dass auch bei der Küchenausstattung weniger definitiv mehr ist. Eine komplette Übersicht in Form einer Packliste wird hier dann auch in Kürze noch folgen. Hier schon mal unsere Top 5 Küchen Utensilien, die wir nicht in unserem Van missen wollten.

Faltbare Abwaschschüssel

Sicherlich bereits in den meisten Vans mit an Bord, die faltbare Abwaschschüssel. Mega praktisch um das schmutzige Geschirr zu sammeln und notfalls auch darin abzuspülen. Klar gibt es günstigere Alternativen als die Version von Com-Four aber wir haben hiermit super Erfahrungen gemacht und denken, dass sich die qualitativ hochwertige Variante am Ende auszahlt. Nicht nur, dass wir auch kochendes Wasser ohne Probleme einfüllen konnten, die Spüle ist trotz dessen sie faltbar ist auch mega robust! Nicht nur einmal ist sie aus versehen eingeklemmt und gequetscht worden, sodass wir dachten, dass sie einen Schaden davongetragen haben muss, aber kein Leck 🙂 Und wenn man sie nicht braucht, ist sie super zu verstauen, da ja klappbar.

Toasterpfanne für Gasherd

Sicherlich Geschmackssache, jedoch haben wir es morgens genossen einen frischen, noch warmen Toast zum Frühstück zu essen oder der auch gern mal ein warmes Käse Sandwich als Snack zwischendurch. Wir haben dafür die Bright Spark Toaster Pfanne genutzt und waren sehr happy damit. Die einzige downside, wenn man ungeduldig oder bereits etwas „hangry“ ist und vier statt zwei Toastscheiben auf einmal toasten möchte, kokeln die Ecken der Toasts, welche dann ein kleines Stück über die Pfanne hinaus ragen, etwas an, sofern man sie nicht im Auge behält.

Kochtopf – gleich mit Sieb im Deckel von IKEA

Das klassische Camperessen schlechthin: Pasta in diversen Variationen 🙂 Und um das Kochen „on the road“ ein wenig smarter zu gestalten, haben wir die mega praktischen Töpfe, gleich mit Sieb im Deckel, an Bord. So kann man das heiße Kochwasser ohne viel Action gleich abgießen und hat zudem auch noch weniger abzuspülen 🙂 Unserer Meinung nach ist das Preis-Leistungsverhältnis sowie die Qualität von IKEA wirklich gut. Die Töpfe sind robust und der Deckel kann sogar durch leichtes verdrehen verriegelt werden, so dass man ganz easy und sicher das heiße Wasser abgießen kann – und 2 in 1 spart auch gleich wieder etwas kostbaren Platz ein 🙂

Ultradünne Schneidebretter

Ein weiteres praktisches und sehr platzsparendes Utensil sind diese ultradünnen Schneidebretter aus flexiblem, biegsamen Kunststoff. Sie lassen sich leicht in jeden noch so schmale Lücke verstauen, sind widerstandsfähig und die Reinigung ist ebenfalls unproblematisch. Zugegeben, wir waren Anfangs auch ein wenig skeptisch, da sie aufgrund ihrer Eigenschaften doch schon etwas instabil wirken, wurden jedoch positiv überrascht. Mittlerweile möchten wir sie nicht mehr aus unserer Ausstattung missen, so praktisch und häufig wir diese genutzt haben.

Robustes Melanin Geschirr

Wir haben die Erfahrung gemacht, dass sich Melamin Geschirr super zum Campen eignet. Es verfärbt nicht, wie es leider bei Bambusgeschirr oft der Fall ist, und hat eine viel schönere Haptik als normales Kunststoffgeschirr. Wir waren mega happy mit der Wahl, nicht nur, dass es uns optisch sehr gut gefallen hat, sondern auch nach sechs Monaten intensiver Nutzung, dem ein oder andere Herunterfaller, haben wir keine Verluste zu Verzeichnen und das Geschirr sieht eigentlich noch so aus wie am ersten Tag. Und zudem lässt es sich dank der Beschichtung auch ganz easy abspülen. Der höhere Preis im Gegensatz zu Vergleichsprodukten ist natürlich ein kleines Minus, aber da es sich um eine einmalige Investition handelt unserer Meinung nach gut vertretbar.

Und jetzt noch einmal Wildcampen in Hamburg

Das Ende unseres Sabbaticals naht mit großen Schritten und da wir die Gemütlichkeit von Dorphine und das Umherreisen mit ihr bereits in der letzten Woche schon ziemlich vermisst haben, beschlossen wir kurzerhand unsere vorletzte „freie“ Nacht noch einmal mit ihr zu nutzen. Gesagt, getan… Dorphine wieder von ihrer Parkkralle befreit, Bettzeug, ein paar Dinge zum Snacken und Getränke eingepackt und los ging’s!

Der Plan war, dass wir uns auf das Gelände des Hamburger Fischmarkts stellen und ein wenig die Hafenatmosphäre genießen. Da der Fischmarkt derzeitig unter den Coronaauflagen nicht stattfindet, ist daher auch das parken am WE mit Campern dort erlaubt, das klingt doch schon mal super! Ist auch ne richtig coole Idee, aber irgendwie sagte uns die Atmosphäre des noch recht vollen Parkplatzes und die Parkgebühren dann doch nicht so sehr zu. Sicherlich ne prima Sache die wir bestimmt ein anders Mal in Angriff nehmen werden, für heute jedoch beschlossen wir kurzerhand genau auf die gegenüberliegende Elbseite zu wechseln…

Noch kurz nen Zwischenstopp in der Schanze eingelegt, was zu „To-Go“ zum Fuddern vom Asia Imbiss eingepackt, und auf ging’s rüber auf die andere Seite nach Steinwerder. Dort hatten wir bereits bei einem unserer ersten Ausflüge mit Dorphine Anfang April diesen Jahres einen tollen Industrieparkplatz für LKW´s mit Blick auf die Elbphilharmonie entdeckt, den wir nun auch wieder ansteuerten. Herrlich diese Aussicht vis a vis zur Elphi inkl. der Hafenskyline und Landungsbrücken! Dazu das leckere Essen und das ein oder andere Bierchen – herrlich! Wildcamping feeling direkt vor der Haustür, dass sollten wir unbedingt öfter machen! Und da Dorphine ja seit Anfang dieser Woche kein saisonabhängiges Kennzeichen mehr hat und somit auch das ganze Jahr über bewegt werden darf, sind wir jetzt viel flexibler… also stay tuned 🙂

VanLife Must-Have’s: Werkzeuge, Nützliches und Hilfsmittel

Nach 6 Monaten VanLife haben wir natürlich auch viele Erfahrungen bezüglich Equipment sammeln können und diese wollen wir gerne mit anderen Reisebegeisterten teilen. Hier sind unsere Top Picks an Werkzeugen, die unserer Meinung nach in keinem Van, Camper oder Wohnmobil fehlen dürfen 🙂

Reifen Flickzeug to Go

Ein platter Reifer gehört leider früher oder später zum Camper-Dasein dazu. Sollte dem Reifen durch eine Schraube, Nagel oder einem andersartigem spitzen und wieder entfernbaren Gegenstand der Gar ausgemacht worden sein, ist dieses Toolkit der Retter in der Not. Nachdem der Übeltäter identifiziert wurde, geht die Reparatur ratzfatz und hält tatsächlich, man höre und staune, unbegrenzt! Hammer, oder? Wir kannten das Kit vorher nicht, finden aber, dass es auf alle Fälle in jeden Camper gehört 🙂 

12-Volt Luftkompressor

Leider nützt einem das beste Reifenrepair Kit nichts, wenn keine Tankstelle in der nähe ist und man keine Luft auf den Reifen bekommt. Hier kommt der 12-Volt Kompressor ins Spiel, der uns auf unserer Reise mehrfach den Tag gerettet hat.

Wichtig dabei ist eine ausreichende Länge des Luftschlauches und/oder Spannungkabels, schließlich wollen ja ggf. auch die Hinterreifen erreicht werden 🙂 Für unseren T3 hat der Fortem Kompressor ausgereicht, ist aber offiziell eigentlich nicht für Camper ausgelegt.

Wenn ihr lieber einen leistungsstärkeren und auch für größere Mobile geeigneten sucht, ist der Ring Rac 900 Hochleistungs-Druckluftkompressor ein Top Produkt und sicher die bessere Wahl.

Crimpzange für Kabelschuhe und Aderendhülsen

Für jeden ambitionierten Hobbybastler, DIY Camper-Ausbauer und als Erste Hilfe Kabelreparatur ein unverzichtbares Werkzeug. Leider gibt es nicht diese „Eine Zange“ kombiniert für Kabelschuhe und Aderendhülsen, jedoch bieten bereits die im unterem/mittleren Preissegment eine gute, solide Qualität und ein Set Kabelschuhe und Aderendhülsen ist auch gleich mit am Start 🙂

Beide Zangen-Sets haben sich für die komplette 12V Verkabelung unseres Busses, sowie auch auf Reisen (zumindest die für Kabelschuhe, nachdem ein Flachsteckerkontakt am Kabel des Starters gebrochen war) als sehr wertvoll und super hilfreich erwiesen!

Sand,- oder auch Rescuebleche

Last but not least: Sandbleche oder auch Rettungsbleche. Die stehen bei uns zwar auch noch auf dem Wunschzettel, aber nach 6 Monaten on Tour sind wir definitiv der Meinung, dass die nicht fehlen sollten. Zumindest wenn man kein 4WD hat, gerne Campingplätze durch Wildcampingspots ersetzt und auch gerne mal abseits der großen Straßen sich herumtreibt. Mit diesen Helfern kann man sich sicherlich die eine oder andere Traktorrettung ersparen und geht auch gleich viel gelassener an unbefestigte Wege sowie befahrbare Strände heran. Auch wir wurden auf unserer Reise von Traktor-Rettungseinsätzen nicht verschont und werden auf unserer nächsten Tour garantiert welche mit an Bord haben!

Radkralle als sinnvolle Diebstahl-Abschreckung

Wenn es euch genauso geht wie uns und ihr alleine bei dem Gedanken, euer geliebter Campervan könnte gestohlen werden, unruhig werdet, solltet ihr evtl. auch über eine Investition in eine qualitativ hochwertige Radkralle nachdenken. Bei uns fiel die Wahl auf die ziemlich schwere und massive Variante von Nemisis und bis jetzt sind wir sehr zufrieden damit. Mega robust, und mit ein bisschen Übung klappt es auch ruckzuck mit dem An- und Abbau.

Tag 177: Rolling Home to dear old Hamburg

Puuh…unglaublich, aber jetzt ist es tatsächlich so weit, die letzten Kilometer unseres gelebten Traums und Roadtrips sind angebrochen… um euch noch ein letztes Mal mit auf die Reise zu nehmen, haben wir uns zum Abschied etwas besonderes ausgedacht, denn anstelle eines Textes haben wir für euch einen kleinen Clip auf unseren letzten Kilometern „on the road“ aufgezeichnet. Wir wünschen euch allen viel Spaß beim schauen…uuund Film ab:

Vielen Dank, dass ihr dabei gewesen seit und STAY TUNED!

Tag 171-176: Last but not least, Dänemark

Mit dem Überqueren der Öresundbrücke erreichten wir auch unser sage und schreibe 15. Europäisches Land auf unserem Roadtrip. Wow, nie hätten wir gedacht, dass uns diese Reise in so viele Länder führen würde, vor allem nicht in Corona Zeiten.

Da die Region rund um Kopenhagen zur Zeit als Risikogebiet geführt wird, fuhren wir gleich weiter durch und aus dieser Region heraus. Da wir jetzt schon seit Monaten in keinem Corona Risikogebiet mehr waren, wollten wir uns das auf den letzten Metern nicht noch verderben 🙂 Am westlichen Ufer des Isefjords fanden wir einen spitzen Wildcampingspot, samt Grill- und Picknickplatz, cool! Unser Glaube war bis dato, dass Dänemark kein so freundliches Land zum Freistehen sei, doch hier oben im nördlicheren Gefilde fängt es zumindest doch schon mal ganz gut an.

Am Morgen erkundeten wir noch ein wenig die schöne Umgebung entlang des Fjords, ehe wir uns auf in Richtung Enö machten. Die kleine Insel liegt im Süden Seelands und zählt nur rund 410 Einwohner, hat gefühlt jedoch mindestens genauso viele Ferienhäuser. Glücklicherweise war zu dieser Zeit die Insel angenehm leer und wir bummelten gemütlich entlang des kleinen Hafens und aßen unser erstes dänische Eis – Yummy!

Zu unserer großen Freude gab es Dänemark auch wieder das ein oder andere „Bauernhof“ Symbol in der von uns genutzten „Park4Night“ App 🙂 lange nicht gehabt, also fuhren wir auch prompt mal einen der Höfe an. Nachdem wir Dorphine auf den vorgesehen Stellplatz im Hinterhof abgestellt hatten, befanden wir uns quasi mitten in einem Bauernhof Mini-Zoo. Sogleich wurden wir neugierig von diversen Tieren, wie Ziegen, Schweine, Gänse und Hasen, beim Einparken beobachtet…nur von den Besitzern war auf dem gesamten Hof weit und breit nichts zu sehen, dafür waren wir unter strenger Beobachtung von mehreren Katzen und einem, auf einem Baugerüst hockendem, Pfau. Da keine Menschenseele auszumachen war, beschlossen wir uns wieder vom Hof zu machen, da Katzen und Twiggy einfach auch nicht die besten Freunde sind. Und während wir zurück zu Dorphine spazierten, bemerkten wir, dass wir von einer der recht unscheinbar wirkenden Katzen regelrecht verfolgt wurden… und diese schoss auf einmal mit lautem Gekreische, ohne ersichtlichen Grund, auf Twiggy zu. Da Mario Twiggy bereits die ganze Zeit auch an der Leine und die Katze auch die ganze Zeit beobachtet hatte, konnte er Twiggy gerade noch rechtzeitig hochheben, ehe die Katze sie attackiert hat… boah, was für eine aggressive Katze ist das denn, die so grundlos auf Hunde losgeht? Ne, ne, hier würden wir eh auch nicht bleiben wollen…

So setzten wir unsere Fahrt erst einmal fort und fuhren das Städtchen Odense an. Dort kehrten wir im Zentrum bei Starbucks ein, gönnten uns ein leckeres Heißgetränk, samt kostenlosem Wifi und Stromanschluss und sogar Twiggy durfte mit rein 🙂 Und hier waren wir auch, zum ersten mal seit Litauen, wieder mit dem Tragen von Masken konfrontiert. In Dänemark muss man in Cafés beim Bestellen am Tresen nämlich einen Nasen-Mund Schutz tragen, sonst aber nirgends. Bereits ein kleiner, erster Vorgeschmack, was in Deutschland auf uns zukommen würde.

Unsere online abhängigen Dinge erledigt, suchten und fanden wir einen Wildcampingspot am Samso Belt, welchen wir im Dunkeln erreichten. Und erst am nächsten Morgen kamen wir dann in den Genuss der tollen Aussicht des Platzes – Wow!

Nach einem kleinen Frühstück und einem schönen, morgendlichen Strandspaziergang, machten wir uns auf in Richtung der Stadt Aarhus. Hier gibt es zentrumsnah am Hafen gelegen, sogar extra einen kostenlosen 24-Stunden Parkplatz für Wohnmobile, das ist doch mal eine wirklich tolle Sache! Wie parkten Dorphine und machten uns auf die Universitätsstadt zu erkunden. Und wie lebhaft diese Stadt trotz Wochenendes war. Da macht das Erkunden doch gleich doppelt so viel Spaß! Und man muss sagen, Aarhus ist wirklich ein hübsches Städtchen mit einer tollen Lage!

Mit unsere Städtebesichtigung fertig, gab es zu unserer großen Freude, direkt an der Aarhus Bucht gelegen, einige tolle Wildcampingspots…wie schön 🙂 Wir hatten uns in Dänemark noch einmal an einem der diversen Stände entlang der Straßen mit Feuerholz versorgt, doch leider war es zu windig für ein Lagerfeuer… nü denn, dafür machten wir es uns im Cockpit von Dorphine gemütlich und genossen den Blick auf die funkelnden Lichter der Skyline von Aarhus.

Am nächsten Tag ging es weiter gen Norden, und der erste Zwischenstopp des Tages führte uns nach Lökken, wo wir einen prima Strandspaziergang machten. Und wenn man sich auf dem ortansässigen Parkplatz so umschaute, fielen vor allem die vielen Deutschen Kennzeichen auf… ein ganz klares Zeichen, dass wir langsam aber sicher der Heimat immer näher kamen.

Auch dem kleinen Leuchtturm Rubjerg Knude Fyr statteten wir an diesem Tag noch einen Besuch ab. Dieser, in 1900 errichtete Leuchtturm, hat eine ganz besondere Geschichte. Nur ein Jahrzehnt nach seiner Errichtung, begann eine Wanderdüne dem Leuchtturm und der dänischen Regierung das Leben schwer zu machen. Jahrzehnte lang wurde gegen die Sandmassen angekämpft, ehe 1968 der Leuchtturmbetrieb eingestellt werden musste weil das Licht mittlerweile trotz großer Anstrengungen nicht mehr vom Meer aus gesehen werden konnte. In den 1990ern beschloss die Dänische Regierung das Gebiet zum Naturschutzgebiet zu ernennen und die Wanderdüne gewähren zu lassen. Seitdem ist der kleine Leuchtturm ein beliebter Touristenmagnet, der jedoch in den Jahren immer näher an die Steilküste rückte. 2017 war der Abstand zum Meer so weit geschrumpft, dass die Regierung erneut eingreifen musste und so wurde der gesamte Leuchtturm 2019 um 70 Meter ins Landesinnere verschoben (übrigens lohnt es sich, das kurze n-TV Video auf YouTube dazu einmal zu schauen!)

Am Abend kamen wir dann doch noch in den Genuss einen dänischen Bauernhof als Campspot anzufahren. Schön gelegen, waren wir auch hier die einzigen Gäste und konnten uns mal wieder dem Abwasch widmen und warm duschen – ja, auf einer solchen Reise lernt man die kleinen Freuden und Annehmlichkeiten des Lebens ganz anders wertzuschätzen.

Am nächsten Morgen war es doch recht frisch im Bulli… ein Blick aus dem Fenster und die mit Raureif bedeckten Wiesen um uns herum bestätigte die Vermutung, dass es in der Nacht doch ganz schön abgekühlt war. Aber wir waren ja mittlerweile abgehärtet 🙂

Da wir keine gezielten Pläne mehr in Dänemark haben und daher eigentlich auch nur das aktuell schöne Wetter die letzten Tage noch etwas genießen wollten, planten wir einen weiteren Strandspaziergang und fuhren diesmal Klim Strand an. Man, was hatten wir doch für ein Glück mit dem Wetter, trotz dessen, dass mittlerweile Mitte Oktober war, schien die Sonne und wir konnten teilweise in T-Shirts an der Nordsee spazieren gehen.

Nach einer Nacht auf einem zweckmäßigen und unspektakulären Waldparkplatz im Nationalpark Thy, ging es weiter in Richtung Holsterbro. Dort wurden wir allerdings mal wieder in kein Café mit Twiggy gelassen, schade, denn in Dänemark entscheidet jedes Cafe für sich, ob Hunde erlaubt sind oder nicht. Nütztet ja aber leider nichts, glücklicherweise war Thorsminde nicht weit und wir machten einen weiteren, schönen Strandspaziergang, ehe der Regen einsetzte und wir es uns in Dorphine mit einem leckeren Stück Kuchen gemütlich machten.

An diesem Abend fanden wir wieder einen sehr schönen, mitten zwischen den Dünen gelegenen Spot zum Wildcampen und genossen den ersten Glögg der Saison… wie gemütlich, Skoll!

Leider hatte sich der Regen über Nacht nicht verpieselt, im Gegenteil, es goss teilweise in Strömen. Da Dänemark im großen und ganzen leider nicht sonderlich hundefreundlich ist, man nicht nur schöne, sondern Wildcamping Spots im generellen hier im Süden kaum noch findet, uns die zahlreichen Deutschen Touristen mit ihren aus der Heimat mitgebrachten Corona Allüren ziemlich auf die Nerven gingen, beschlossen wir kurzerhand, nicht wie geplant noch ein paar Tage länger in Dänemark zu bleiben, sondern langsam gen Heimathafen Hamburg aufzubrechen, so dass wir dort im Laufe des Mittags eintreffen würden.

Tag 168-170: Schweden die Zweite oder auch die Farewell Route

Hach, wie schön ist es doch, nach etwa 5 Monaten, wieder „Daheim“ in Schweden zu sein. Nicht nur, dass es hier wieder die yummy und schon heiß ersehnten Gammaldags Chokladbollar gibt, nein, auch der „fast alles habende“ $-Store ist zurück 🙂 Und nach dem teuren Norwegen erscheint der Store nun nochmal ne ganze Ecke günstiger. Und damit nicht genug, im viel hundefreundlicheren Schweden konnten wir auch wieder mit Twiggy in Cafe’s – herrlich!

Ganz gemütlich ließen wir uns für unsere Schweden-Abschiedstour noch einmal treiben und fuhren drei weitere Tage die Westküste ab. Und da es auf unserer Route lag, machten wir sogar noch einmal Halt an dem Spot, wo wir glaubten knapp sechs Monate zuvor den Haustürschlüssel verloren zu haben…vielleicht hatte ihn ja jemand gefunden und an die dort stehende kleine Hütte gehängt? Hat zwar nicht geklappt mit dem Schlüsselbund aber ein wohliges Gefühl überkam uns irgendwie trotzdem noch einmal zu diesem Platz, der übrigens damals auch unser erster Angelspot war, zu sein.

Auch Falkenberg haben wir auf unserer Schweden Farewell Route noch einmal einen Besucht abgestattet und in dem selben kleinen, niedlichen Café von unserem ersten Stopp erneut eine der leckeren Waffeln geschmaust und ein Heißgetränk geschlürft – yummy!

Und auch tolle neue Wildcamping Spots entdeckten wir auf dieser zweiten mini Schweden Tour. Ob mit Blick auf die tolle Scherenlandschaft, oder auch am Skrea Strand nahe Falkenberg… Schweden ist und bleibt ein spitzen Land zum Freistehen 🙂

Zum Finale machten wir jetzt doch noch einen Halt in Malmö, denn zu Beginn unserer Reise waren wir irgendwie nicht dazu gekommen, uns die drittgrößte Stadt des Landes anzuschauen. Übrigens war Malmö zur Zeit der Hanse in Deutschland, aufgrund der Form des Vorgebirges, unter dem Namen „Elbogen“ bekannt… man weiß ja nie, wann und wofür so ein Fun Fact mal nützlich sein kann 🙂

Wir hatten einen kostenfreien, zentrumsnahen Parkplatz bekommen und so hatten wir die Möglichkeit während unseres Fußweges in Richtung des Zentrums, uns einen schönen Eindruck von Malmö zu machen… und das übrigens ein weiteres mal bei richtig tollem Wetter :)) Holla die Waldfee, was wurde da auf der Strecke doch Alles neu gebaut… Malmö scheint ganz schön im Aufschwung zu sein, so zumindest unserer Eindruck. Und viele der bereits stehenden Gebäude sind architektonisch schon auch sehr modern und hübsch anzusehen. Jedoch hat Malmö auch eine, wenn auch nicht allzu großen, Altstadtteil, und wir ließen es uns selbstverständlich nicht nehmen, uns hier auch noch ein wenig umzuschauen… zumindest bis dann der… na wer schon? 🙂 … der kleine Hunger kam. Und weil es so schön war, gönnten wir uns heute mal eine sehr leckere Sushi Bowl …happy life, so dürfte es doch gern noch weiter gehen.

Tag 167: Eine unfassbare Hilfsbereitschaft und Jepp, wir mögen Smögen

Am nächsten Morgen war, wie erwartet, der Reifen wieder komplett platt… Dank des kleinen Kompressors pumpten wir den Reifen noch einmal auf 2 bar auf und machten uns flink auf zum nur wenige km entfernten Autoservice „Mekonomen“. Dort angekommen, schilderte Mario das Problem und der freundliche Mitarbeiter von der Serviceannahme rief einen jungen Kollegen aus der Werkstatt herbei, welcher mit zu Dorphine kam, um sich den Reifen einmal genauer anzuschauen. Mario zeigte ihm den noch im Reifen steckenden Fremdkörper…er nickte zuversichtlich und versicherte, dass das kein Problem wäre und er nur kurz noch ein Reparaturkit holen würde…unglaublich wie schnell wir bis dato bedient wurden, wir hatten ehrlicherweise mit einer längeren Wartezeit gerechnet. Das stimmte doch optimistisch, auch wenn wir uns fragten, was genau jetzt eigentlich geholt wurde… mit einem kleinen Köfferchen bewaffnet, kam der super nette Mitarbeiter zurück und machte sich sogleich ans Werk. Zunächst zog er den kleinen Übeltäter, ein kleines Stück Metall, aus dem Reifen, dann bohrte er mit einer Art Mini Stanzer ein Loch in den vorhandenen Riss. Zuletzt benutzte er ein weiteres Werkzeug aus dem Repairkit, um Füllmaterial in das ausgestanzte Loch zu stopfen. Sehr cool, so eine Reifenreparatur hatten wir beide bisher noch nicht gesehen. Munter erzählte er uns, dass es das Kit auch im Internet zu kaufen gäbe und der Reifen damit auch ganz easy unbegrenzt weitergefahren werden könnte. Zuletzt wies er uns an einmal um das Gebäude zu fahren, damit er wieder Luft auf den Reifen machen könne. Gesagt getan und als wir ihn fragten, was wir denn bezahlen dürften, lächelte er nur und sagte, „you are our guests“ … wow, wow, wow!!! Wir waren völlig überwältigt und hätten nie, nie und nimmer damit gerechnet… was für eine unglaubliche Geste der Gastfreundlichkeit. Wir wollten ihm zumindest eine kleine Freide machen, doch er lies auch keine Widerrede zu, sondern schickte uns stattdessen mit seinem sympathischen Lachen auf unsere weitere Reise. Wir waren sowas von überwältigt und sprachlos…welch weitere sensationelle Hilfsbereitschaft, sowie sicherlich auch prägende Erfahrung, wir erfahren haben…und Ja, es war die absolut beste Entscheidung nach Schweden zurückgekommen :)))

Ratatouille, wir wie die kleine Maus mittlerweile getauft hatten, hatte es in der vorherigen Nacht doch tatsächlich geschafft aus unserer Vorratsbox, welche wir im Innenraum stehen haben, ein Leckerlie zu stibitzen..hehe, da hat sich der kleine Gourmet doch noch ein Betthupferl genehmigt 🙂 …nur was jetzt tun? Eine ordinäre „kill“ Mausefalle kam für uns beide nicht infrage, es musste also eine Leben-Mausefalle her… und im dritten Baumarkt wurden wir schlussendlich auch fündig. Nun waren wir sehr gespannt, ob wir Ratatouille mit weiterer Schokolade und etwas Erdnussbutter aus seinem Versteck locken würden…?

Aber zunächst einmal steuerten wir das kleine Fischerdörfchen Smögen an. Bei unserem ersten Aufenthalt in Schweden hatten wir es versäumt das Dörfchen zu besuchen, wollten jetzt aber unsere zweite Chance nutzen und dieses heute nachholen. Nachdem wir die präparierte Mausefalle in Position gebracht hatten, starteten wir bei richtig tollem Wetter unseren Erkundungsspaziergang. Und Jepp, wir müssen sagen, wir mögen Smögen…so schnuckelig☺️

Wir schlenderten durch das kleine Dörfchen und als uns mal wieder der altbekannte „kleine Hunger“ heimsuchte, kehrten wir in einem kleinen Fischladen samt Fischtheke und ein paar wenigen Tischen ein…ein Laden genau nach unserem Geschmack: 🙂 Und trotz der Fischtheke war Twiggy hier herzlich willkommen! Haach, wie hatten wir das zuletzt doch vermisst Twiggy mit hineinnehmen zu dürfen…das lies unsere Herzen doch gleich höher schlagen…wie schön es doch war, wieder in Schweden zu sein :)) Und weil wir einfach nur happy und glücklich über den bisherigen Verlauf des Ersten Tages wieder in Schweden waren, bestellten wir uns eine große Portion Garnelen, samt leckeren Dips und einem selbstgebackenem Sourdough Brot – soooo Yummy! 😋

Wir waren bereits sehr gespannt, denn zurück bei Dorphine wurde zu allererst einmal die Mausefalle gecheckt…ist uns der kleine Gourmet in die Falle gegangen…? An dieser Stelle auch noch einmal ganz herzlichen Dank an Reto und Sabine, welche auch schon vor diesem Problem standen und uns mit ein paar tollen Tipps und Tricks bei Seite standen – wirklich klasse und wir freuen uns wirklich sehr auch über eure positive Rückmeldung zu unserem Blog!! :)) …jetzt zur Auflösung…die Falle war leer und das Leckerlie noch an Ort und Stelle…naja, dann vielleicht eher später, sind ja auch nachtaktive Tiere :)…stay tuned.

Als Übernachtungsspot fuhren wir einen kleinen Hafen, nur einmal um die nächste Schärenbucht herum, an. Dieser stellte auf einer Mole liegend, extra freie Parkplätze für Camper bereit. Sehr cool! Ehe wir jedoch die schöne Aussicht aus Dorphine heraus genossen, machten wir noch einen schönen Abendspaziergang in dem muckeligen Hafengebiet – heeeerrliiich!