Tag 12: Einer dieser Tage…

Da sitzt man schön bei seiner zweiten Scheibe Toast, freut sich über die tolle Aussicht und denkt an nichts Böses während sich hinter einem eine dicke Regenfront heimtückisch nähert. Wir wurden glücklicherweise noch rechtzeitig gewarnt und konnten noch alles abbauen und reinholen ehe der erste Schauer niederging. Aber so hatten wir nicht gewettet, im Süden sollte doch eigentlich die Sonne scheinen. Naja, dann halt erstmal den Regenguss im Bulli abwarten, hat auch etwas von Gemütlichkeit ☺️

Unser heutiges Ziel war dann die Insel Öland und während wir uns der Küste näherten kamen uns ganze Geschwader von der „Weißen Riesen Armee“ Wochenendausflüglern entgegen. Ein herrliches Gefühl, sich den Luxus erlauben zu können zwei Tage abzuwarten um dann gegen den Strom zu fahren ☺️ Öland selbst ist in den Sommermonaten eine absolute Touristeninsel, 90% der Häuser sind Ferienhäuser und es gibt ein großes Angebot an allem erdenklichen Freizeitaktivitäten. Zumindest in der Saison, denn zur Zeit ist die Insel noch im Winterschlaf und der Frühling erwacht Flora und Fauna. Wir konnten einzig eine Konditorei und ein Fischkiosk finden die offen hatten. Da haben wir doch gleich mal bei beidem zugeschlagen 😋

Kurze Zeit später erlitt zuerst die erste und dann auch noch die zweite von Mario’s Lesebrille Verluste…bei Einer der Bügel ab, da Schraube weg, bei der anderen das Glas verschwunden…die alt bekannten Geschichten also 😆irgendwie nicht ganz unser Tag. Na ja, erstmal den leckeren Kuchen aus der Konditorei verhaftet und dabei dann den Plan geschmiedet gleich mal die Dachbox und ein paar Dinge im Bulli neu zu organisieren.

Und dann nahm das Unglück seinen Lauf, der Schlüssel für die Dachbox samt des Haustürschlüssel war nicht da, wo er zuletzt gewesen ist. Was war mit ihm passiert? Und wo mag er hin sein? Es läuft nach aktuellem Stand allem Anschein nach auf einen Indizienprozess hin 😁Und ja, wir schauen eventuell zu viele Real Crime Shows in letzter Zeit. Zuletzt gesehen wurde er am letzten Regentag… ach ne doch nicht, danach waren wir noch einmal bei unserem ersten Angelstopp an der Dachbox und diese war definitiv abgeschlossen, der Tatort war also bekannt. Es gab drei Verdächtige, wobei Twiggy ein Wasserdichtes Alibi aufweisen konnte – sie hatte die ganze Zeit in ihrem Körbchen geschlafen…oder hatte sie ihn evtl. doch bei sich in der Seitentasche versteckt?? Mario war nach jetzigem Ermittlungsdetails noch der Hauptverdächtige, er hatte den Schlüssel definitiv zuletzt benutzt. Doch das Blatt schien sich zuwenden… Er meint sich nach mehreren intensiven Verhören zu erinnern, ihn eventuell doch noch Sina weitergegeben zu haben. Auch die Auswertung der an diesem Tag gemachten Bilder gaben zwar Hinweise aber konnten nicht zur Aufklärung beitragen. Hhmmm Mysteriös….

Alles grübeln machte uns aber auch nicht schlauer und so suchten wir uns ein sehr schönes Plätzchen zum Wildcampen und drehten den Bulli einmal komplett aber sowas von auf Links – und ja, bei der Gelegenheit wurden auch die Klamotten wieder feinsäuberlich zusammengelegt 🙂

Aus der anfänglichen Meinung, dass er irgendwo sein musste wurde immer mehr die Gewissheit, dass wir ihn allem Anschein nach doch wirklich verloren hatten (auch wenn wir das noch immer nicht ganz glauben können und wollen, da dieser an einem Karabinerhaken hing).

Jedoch zuerst einmal die gute Nachricht, es sind noch zwei lagen Bier im Kofferraum – YIIPPIIIEH – da sieht man mal wieder, dass es immer gut ist wenn man seine Assets auf verschiedene Depots verteilt 😉

Da nun ein Sturm aufzog, machten wir es uns wieder im Bulli gemütlich, genossen die tolle Aussichtt und brieten ein Ratatouille aus Kartoffeln, Zwiebeln und Karotten.

Dazu noch der vorhin gekaufte geräucherte Lachs – sooo yummyyy – ein Traum! 😋

Tag 11: Not Big Game but Big Fun Fishing :)

Wildcamping wird immer mehr zu unserer Passion. Diese Ruhe wenn man komplett einsam irgendwo steht und sich die schönsten Plätze aussuchen kann – viel mehr braucht man eigentlich nicht. Aber irgendwann möchte man ja doch auch Duschen und der Abwasch erledigt sich irgendwie auch nicht von alleine…also wollten wir heute erneut unser Glück an einem der kleinen Ostsee-Häfen versuchen. Doch obwohl wir schon vor der Mittagszeit eintrafen hatten die uniformierte weißen Riesen Armee bereits wieder alle Plätze eingenommen. Nach etwas Recherche fanden wir einen Campingplatz im Landesinneren der unseren Vorstellungen zu entsprechen schien – also ging es wieder ab auf entlegene Landstraßen 🙂

Der Platz war genau wie beschrieben, wirklich mitten im Nirgendwo – Dorphine meistert die teilweise off-road ähnlichen Straßen wirklich bravurös – familiär und wunderschön an einem See gelegen. Nachdem wir ein paar To Do‘s rund um Dorphine erledigt hatten; Öl checken, Kühlwasser auffüllen, den hinter den Einbauschrank gefallenen Kohlenmonoxidmelder bergen, holten wir sogleich auch wieder die Ruten raus. Mit einem neuen Blinker…wenn’s mit dem nicht klappt…und guter Hoffnung, ging’s ab an den See.

Um euch ein besseres Bild von uns in Angelaction zu geben, haben wir das ganze doch einfach mal für euch filmisch festgehalten – UNBEDINGT TON AN! 😉

Es kann doch nicht sein, dass bei dieser hochprofessionellen Technik und Kommentierung nichts beißt…wir gaben mal wieder nicht auf!

Also theoretisch, praktisch hatte heut zur Abwechslung mal Sina, bald sämtliche Köder verloren und feuerte Mario fortan höchst engagiert und mit vollem Einsatz an:

Doch auch diese Mühen brachten leider nicht die erwünschte Erfolge und so gab es anstelle von frischem Fisch, Bratkartoffeln mit Ei zum Abendessen- auch sehr yummy ☺️ Zum ersten Mal auf dieser Reise wurden wir nach dem Essen dann von den berühmt-berüchtigten schwedischen Mücken heimgesucht, ein weiteres Zeichen, dass der Sommer im Anmarsch ist ☺️

Tag 10: Die „Armee der Weißen Riesen“ ist schon da…

Strahlender Sonnenschein begrüßte uns am nächsten Morgen. In Schweden geht die Sonne übrigens um diese Jahreszeit schon sehr früh auf, daher steht sie auch schon relativ hoch am Himmel, wenn wir zwischen sechs und sieben Uhr aus der abgedunkelten Dorphine krabbeln. Noch ein Grund warum Schweden ein Camper Paradies ist, man hat richtig was vom Tag ☺️

Auf dem Weg weiter gen Süden suchten wir (mal wieder) nach dem perfekten Angelspot; am besten mit Steg, wenig Schilf, nicht zu steinig und möglichst kein Gegenwind. Ihr ahnt es sicher schon, wir wurden nicht so richtig glücklich. Entdeckten aber schöne Plätze und machten coole Abstecher:

Gen Abend fuhren wir dann an die Ostsee, ein kleiner Hobbyhafen mit nur „wenigen“ Wohnmobilstellplätzen war unser Ziel. Nur leider hatten wir die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Denn auch die Schweden sind ein sehr Camping/Caravan freudiges Völkchen und an einem so warmen und sonnigen Wochenende wie diesem waren, wie ihr euch sicherlich auch vorstellen könnt, nicht nur wir auf die glorreiche Idee gekommen, an die See zu fahren. Alle Plätze waren schon von der „Weißen Riesen Armee“ (Caravans mit Länge 6m aufwärts) belegt. Ein wirklich schön gelegenes Plätzchen…aber wir zogen wieder von dannen, das war „too much“ für unseren Geschmack. Doch kaum zurück im Landesinneren entdeckten wir einen für uns perfekten Spot zum Wildcampen; idyllisch, einsam und direkt an einem schönen See – wir sind mal wieder angekommen 🙂

Tag 9: Der Sonne Richtung Süd-Ost-Küste hinterher

Wir würden ja auch sehr gern noch weiter Richtung Norden durchstarten, jedoch liegt dort aktuell noch ein Tiefausläufer und das heißt, es ist schon noch ziemlich schattig im generellen, und zudem gerade auch in den Nächten. Wir haben zwar den „Heißen Dieter“ am Start (so haben wir wegen eines zwischenmenschlichen Kommunikationsproblem unseren mobilen Gas Heater getauft 😀 ) aber um längere Zeit damit durchzuheizen, ist der Dieter dann auch nicht so ideal. Naja…wie das Wetterradar verriet, soll es an der Süd-Ost Küste in den nächsten Tagen 17 Grad und sonnig werden. Da fackeln wir doch nicht lange – auf gen Süden! Nach einem entspannten Frühstück sagten wir also dem Göte Kanal Tschüss und machten uns auf den Weg. Begleitet von Johnny Cash cruisden wir gaaanz entspannt die Landstraßen entlang. Vor allem für Co-Navigator Twiggy ein sehr anstrengendes Unterfangen.

Am Nachmittag erreichten wir dann einen kleinen Natur-Campingplatz in der Nähe von Rottne. Jeder Campingspot liegt direkt am Wasser und ist komplett von den anderen durch kleine Wäldchen getrennt, ach ja und eine eigene Feuerstelle gibts auch noch. Hammer! Klar, dass wir da gleich wieder die Ruten rausgeholt haben 🙂

Beißen wollte leider wieder keiner … mhh, ob wir etwas falsch machen? Dank der Reste vom Vortag konnten wir jedoch unseren ersten selbstgefangene Fisch zum Abendessen ohne große Mühen verschieben. Trotzdem, irgendwann muss es doch mal so weit sein!

Na klar wurde auch wieder von der Feuerstelle Gebrauch gemacht 🙂 Im Sonnenuntergang saßen wir gemütlich an den lodernden Flammen – man ist das nicht alles ziemlich kitschig hier? 😉

Um die Lagerfeuer Romantik perfekt zu machen und weil es für Sina als frühere Wahl-Californiarin einfach dazugehört, rösteten wir dann noch zum Nachtisch ein paar Marshmallows und Mario probierte somit auch gleich seine ersten S’mores – yummiiie 😛

Tag 8: Von den Bisson‘s zum Kanal

Der Wind toste um den Bulli als wir am Morgen aufwachten, doch die Befürchtungen, dass es ein sehr kalter Tag sein würde sollten sich schnell in Luft auflösen. Die Sonne stand bereits am Himmel, herrlich, jetzt fehlte zu unserem Glück nur noch eine schöne, heiße Dusche! Am Vorabend war das Wasser auf der Farm ausgefallen doch die Besitzer hatten sich sogleich dem Problem gewidmet, sicherlich würde jetzt alles wieder gehen.

Leider Fehlanzeige. Also begann die Suche nach den Eigentümern, wobei Mario auch die auf dem Hof lebenden Großeltern kennen lernte und nach einem kurzen Schnack erfuhr dass ein Elektriker sich dem Problem in Kürze annehmen würde. Das gab uns doch Hoffnung und wir vertrieben uns die Zeit damit, erst einmal ausgiebig zu frühstücken.

Dann die Ernüchterung: Das Wasser würde nicht so schnell wieder funktionieren. Die Sicherung der Pumpe flog immer wieder heraus und man müsste sich die Pumpe selbst anschauen, leider liegt die in einem Brunnen in 150m Tiefe, also musste erst schweres Gerät geholt werden…. argh. Nun gut, wir bekamen die Hälfte der Übernachtungsgebühr zurück und machten uns in Richtung des Göte Kanals auf. Unser erster Stop war ein kleiner Campingplatz in Forsvik, etwas westlich von Karlsborg, wo sich die älteste Schleuse Schwedens befindet. Herrlich gelegen, doch leider noch geschlossen. Wieder nichts mit Duschen, also entschieden wir weiter zu fahren.

Nach nicht allzu langer Zeit erreichten wir Hajstorp, wo es ebenfalls einen muckeligen Campingplatz direkt am Göte Kanal und einer Doppelschleuse gab. Im niedlichen Café nebenan konnte man auch schon den Campingplatz bezahlen, und zudem noch sehr leckeren selbst-gemachten Kuchen essen – die Entscheidung war schnell getroffen, hier bleiben wir!

Bei schönstem Sonnenschein verbrachten wir einen sehr entspannten, faulen Nachmittag damit in der Sonne zu liegen und eine kühle Hopfenlimo zu genießen – Herrlich!

Später machten wir noch einen kleinen Abendspaziergang entlang des Göte Kanals. Der ist übrigens 190km lang und verbindet die Ostsee mit dem Vänernsee, entlang der Strecke müssen die Schiffe ganze 58. Mal geschleust werden! Der Kanal ist zudem Schwedens meist besuchte Touristenattraktion ☺️

Da es weit und breit keinen Supermarkt gab mussten wir beim Abendessen etwas improvisieren, aber dank Mario‘s Ideenreichtum beim Kochen gab es ein leckeres Paprika-Bananen Kokos-Curry mit Reis aus dem mitreisenden Reiskocher 😉

In der Abendsonne genossen wir dann noch einen Gin Tonic und ließen den Tag ausklingen – man, haben wir es gut 😊

Tag 7: Catch of the Day

Herrlich mitten in der Natur aufzuwachen und nach dem Frühstück gleich die Angelruten auszuwerfen. Heute beißt ganz bestimmt einer! Nach einiger Zeit und fast abgefrorenen Fingern dann die Ernüchterung, vielleicht doch erstmal weiterfahren und etwas aufwärmen… Das Zuckerstangen Paradies Gränna am Vätternsee bot sich an, und so machten wir dort halt um das Städtchen etwas zu erkunden, ein paar der berühmten Süßigkeiten zu kaufen, und in einem Café was warmes zu trinken und schwedisches Gebäck zu probieren.

Gut gestärkt ging es dann gen Inland, an den nächsten von Asken und Karl empfohlenen Angelspot. Zwar ein Hammer abgelegenes und schönes Plätzchen, doch leider eher etwas für erfahrenere Angler die nicht aus Versehen ins Schilf werfen und dann nicht mehr rauskommen 😆 Dank Mario‘s Spezialtechnik konnte er den Köder doch noch retten 💪🏼

Weiter ging’s zu den nächsten Koordinaten, und baam, ein schöner Steg reichte weit genug ins Wasser um uns vor dem Schilf zu schützen. Oder so dachten wir, zwei Köder mussten dennoch dran glauben. Recht schnell dann auch der erste Fisch am Haken, doch ehe Sina verstanden hatte, dass sie wirklich einen dran hatte und Mario den Käscher Griffbereit hatte, hatte sich dieser schon wieder befreit. Aber die Freude war dennoch groß, endlich hatten wir einen See entdeckt in dem die Fische keine Chance hatten 😃

Kurz darauf stieg die Spannung erneut, Mario hatte etwas am Haken. Etwas großes, etwas schweres…. the catch of the day? Diesmal würde uns der Fang nicht entgehen, oh nein, wir waren bereit. Mit vereinten Kräften zogen wir ihn an Land…

Selten so ein Prachtexemplar von einem seltenen Spartenhecht gesehen es, oder? 🙂

Aber da ging doch noch mehr, also wieder Ruten ausgeworfen und von dem leckeren Fisch zum Abendessen geträumt. Und dann passierte es wirklich, das Anfängerglück schlug zu und Sina riss ihren ersten Fisch! Einen kleinen Hecht – woot woot! Da er uns noch etwas zu klein erschien setzten wir ihn nach einem kurzen Fotoshooting dann auch wieder zurück. Dennoch ein tolles Gefühl! Weiter ging’s, doch obwohl wir bis Abends ausharrten sollten das die einzigen Fänge des Tages bleiben.

Ein weiteres Highlight war dann noch unser nächster Stellplatz, auf einer Bisson Farm waren wir, mal wieder, die einzigen Camper! Wow! Ein super nettes Betreiberpaar und 150 Bissons mitsamt ihrer Kälber begrüßten uns. Das ist doch mal genau unser Ding! Überall Felder und Wälder in denen die Bisson‘s am Weiden waren! Im Hofladen und im Saloon, das hauseigenen Restaurant, kann man das Fleisch dann für Eigengenuss kaufen. Noch ist alles geschlossen und für uns ja eh nichts, aber der Bissonburger soll der Hammer sein, glauben wir sofort!

Tag 6: Ich glaub mich knutscht ein Elch

Ja, es ist passiert! Wir haben unseren ersten frei lebenden Elch gesehen!!! Beim fahren durch eine bewaldete Gegend erspähte Sina ihn mit ihrem wachsamen El(s)ch 😀 Augen zwischen den Bäumen. Wow, was für majestätische Tiere! Wir waren erstmal geflashed. Dabei hatten wir bereits einiges an Wildlife auf unserer Strecke von der Küste gen Inland entdeckt. Um einer nördlich ziehenden Regenfront zu entkommen, hatten wir beschlossen etwas mehr gen Süd-Osten aufzubrechen, und auch hier wieder größtenteils abseits der großen Straßen. So sahen wir unzähliges an Rotwild, nicht für uns identifizierbare, große Vögel und ein dahin trottendes Wildschwein. Aber das Highlight war ganz klar eeendlich das Synonym schlechthin für Schweden stehend zu sehen – den Elch!

Nach 360km – wovon wir gefühlt 300km brauchten bis Sina uns trotz höchster Konzentration aus Munkedal, einem etwas größeren Dörfchen, heraus navigiert hatte – kamen wir Abends dann an einem traumhaften Spot direkt an einem See an – Danke an Asken und Karl für die Koordinaten!

Pünktlich zum Sonnenuntergang war dann auch das Abendessen fertig und wir genossen die herrliche Ruhe und Aussicht. Unsere allererste Nacht als Wildcamper lag vor uns – huuiiii wie spannend!

Tag 5: Natur Pur

Nach unserem feucht-fröhlichen Abend zuvor startete dieser Tag etwas gemächlicher. Statt weiter zu reisen entschieden wir eine zweite Nacht auf diesem schönen Campingplatz zu verbringen. So konnten wir auch gleich das erste Mal auf unserer Reise ganz entspannt Wäsche waschen und die umliegende Umgebung erkunden. Wie wir erst jetzt erfuhren waren am Vorabend tatsächlich Elche nach ihrem abendlichen Besuch am Fluss unterhalb des Campingplatzes auf dem Gelände, welches uns der Besitzer des Platzes erzählte. Das ist aber komplett an uns vorbeigegangen, und das obwohl wir eigentlich gut positioniert bis spät Abends draußen waren 😆

Von dem sehr freundlichen „Grandfather“ des Campingplatz Eigentümers bekamen wir den Tipp eines naheliegenden Wanderwegs direkt am Fluss wo die Lachse eigentlich ihren Weg zum Laichen flussaufwärts nehmen. Und wow wow wow, was für eine Natur! Leider haben wir verpasst wie ein Fliegenfischer tatsächlich dann auch den Ersten der Saison rausholte, aber auch so war es eine phantastisches Erlebnis! Zwei Stunden lang folgten wir dem Fluss auf einem kleinen Weg, über Stock und Stein, und durch wunderschöne, unangetastete Natur. Bis hin zu einer Lachstreppe, die die Weibchen erklimmen müssen, um dann in den höher gelegenen See zu gelangen. Leider ist zur Zeit der Wasserstand noch zu niedrig und so konnten wir keine springenden Lachse sehen, aber wow, was muss das für ein Naturschauspiel sein!

Nach dem Naturtrip hieß es dann zum ersten Mal die Klappräder satteln und auf zum einkaufen. Ja, in Schweden haben die Supermärkte auch Sonntags regulär auf – alles schon ein bisschen amerikanischer hier. Kaum zurück wurde sofort der Grill angeworfen – yummy 🙂

Mal schauen wo es uns dann morgen hin verschlagen wird, das Wetter soll wieder etwas schlechter werden und Nachts sind es hier noch immer nur knapp vier Grad…bbrrr. Und übrigens ist nun Dorphine’s Route auf der Startseite gepflegt, falls doch jemand unsere Tour mal auf der Karte nachverfolgen möchte – viel Spaß dabei 🙂

Tag 4: Wir sind sehr Dankbar

Leute, wir sind schockverliebt in dieses Land! Und so happy und dankbar, dass wir hier sein dürfen und unser Traum vom Reisen nun doch noch Realität wird!!!

Aber erstmal von vorne. Nachdem wir unseren herrlichen Stellplatz im Hafen von Rönnang Adieu gesagt haben, sind wir in dem süßen Dorf Klädesholmen gelandet – was für ein Traum! Auf Felsen gebaut liegt es am unteren Ende der Insel Tjörn, enge Sträßchen (für Dorphine ja kein Problem), viele weiße Holzhäuser und überall Wasser, nicht umsonst trägt es das Siegel Weltkulturerbe! Aber schaut am besten einmal selbst:

Noch ganz geflashed, wollten wir sogleich ein weiteres Hafenstädtchen erkunden und sind weiter nach Mollösund gefahren. Kleiner und schon etwas touristischer, konnte es aber nicht ganz mithalten. Wobei touristisch auch relativ ist, die Saison beginnt erst mit Midsommer, sprich Mitte Juni, und so hatte fast alles noch geschlossen. Dennoch ein schöner Stopp und ein paar frische Fischfrikadellen konnten wir auch noch ergattern 🙂

Apropos Fisch, wir haben zum ersten Mal die Ruten rausgeholt! An einer wunderschönen, abgelegner Bucht entschieden wir spontan unser Glück zu versuchen. Nachdem Sina das 1×1 im Angeln absolviert hatte, ging es los. Bei herrlichem Sonnenschein, mit kühlen Getränken und keinem Petriheil verbrachten wir den Nachmittag – herrlich. Und beim nächsten Mal beißen sie bestimmt 🙂

Das Beste am Tag war aber dann noch unser nächster Stellplatz: ein kleiner Campingplatz den wir ganz für uns alleine hatten, mit Campingtischen, Feuerstelle und sogar Holz! Und dank des jetzt milderen und sonnigen Wetters, konnten wir nun endlich auch zum ersten Mal draußen kochen und essen. Nudeln mit Tomaten und Linsen, dazu noch ein, zwei, drei leckere Gläschen Wein und das ganze im Sonnenuntergang – es sind die simplen Dinge, die so schön sein können!

Natürlich nutzten wir auch die Feuerstelle ausgiebig, saßen bis weit nach Sonnenuntergang draußen und holten schließlich das berühmt berüchtigte Maikäfferflugbenzin raus…uijuijuijuiiii

Tag 3: Sweden’s Land‘s End

Habt ihr schon mal von Rönnäng gehört? Wir bis dato na klar auch noch nicht, sind aber froh es heute durch Zufall entdeckt zu haben! Aber fangen wir erstmal mit der heutigen Route mit einem mini Zwischenstopp oder besser noch Sightseeing-Durchfahrt in Göteborg, an. Göteborg ein hübsches Städtchen mit Schwedens größten Seehafen, jedoch absolut unmöglich mit Dorphine dort zu parken…schade aber auch kein Drama. Also deswegen auch nur kurz durchgereist 🙂

Wir lassen uns gerade weiter an der Westküste in Richtung Norden treiben, da je weiter nördlich der graue und verregnete Himmel noch viel schöner sein soll als irgend anderswo :D. Auf dem Weg zu unserer dann folgende Übernachtung, haben wir noch einen fantastischen Stopp gemacht…aber schaut am besten einmal selbst.

Wer da wohl wohnt…? … „warte, ich schau mal!„

Nun aber wieder zurück zu unser super tollen Übernachtungsstelle 🙂 Nicht nur die schöne Lage des kleinen und verschlafenen Fischerdörfchens ist besonders, sondern vor allem auch Dorphine‘s Stellplatz! Habt ihr sie schon entdeckt?

Da die schon nur auf 4 Stellplätze beschränkte Parkmöglichkeit noch für die an Land stehenden Segelboote gebraucht werden, ist hier eigentlich noch bis zum Saisonbeginn im Juni geschlossen…doch wir durften trotz alledem dort bleiben und spontan auf der Terrasse neben dem Hafenhäusschen parken 🙂 ist das nicht herrlich?!