Tag 7: Catch of the Day

Herrlich mitten in der Natur aufzuwachen und nach dem Frühstück gleich die Angelruten auszuwerfen. Heute beißt ganz bestimmt einer! Nach einiger Zeit und fast abgefrorenen Fingern dann die Ernüchterung, vielleicht doch erstmal weiterfahren und etwas aufwärmen… Das Zuckerstangen Paradies Gränna am Vätternsee bot sich an, und so machten wir dort halt um das Städtchen etwas zu erkunden, ein paar der berühmten Süßigkeiten zu kaufen, und in einem Café was warmes zu trinken und schwedisches Gebäck zu probieren.

Gut gestärkt ging es dann gen Inland, an den nächsten von Asken und Karl empfohlenen Angelspot. Zwar ein Hammer abgelegenes und schönes Plätzchen, doch leider eher etwas für erfahrenere Angler die nicht aus Versehen ins Schilf werfen und dann nicht mehr rauskommen 😆 Dank Mario‘s Spezialtechnik konnte er den Köder doch noch retten 💪🏼

Weiter ging’s zu den nächsten Koordinaten, und baam, ein schöner Steg reichte weit genug ins Wasser um uns vor dem Schilf zu schützen. Oder so dachten wir, zwei Köder mussten dennoch dran glauben. Recht schnell dann auch der erste Fisch am Haken, doch ehe Sina verstanden hatte, dass sie wirklich einen dran hatte und Mario den Käscher Griffbereit hatte, hatte sich dieser schon wieder befreit. Aber die Freude war dennoch groß, endlich hatten wir einen See entdeckt in dem die Fische keine Chance hatten 😃

Kurz darauf stieg die Spannung erneut, Mario hatte etwas am Haken. Etwas großes, etwas schweres…. the catch of the day? Diesmal würde uns der Fang nicht entgehen, oh nein, wir waren bereit. Mit vereinten Kräften zogen wir ihn an Land…

Selten so ein Prachtexemplar von einem seltenen Spartenhecht gesehen es, oder? 🙂

Aber da ging doch noch mehr, also wieder Ruten ausgeworfen und von dem leckeren Fisch zum Abendessen geträumt. Und dann passierte es wirklich, das Anfängerglück schlug zu und Sina riss ihren ersten Fisch! Einen kleinen Hecht – woot woot! Da er uns noch etwas zu klein erschien setzten wir ihn nach einem kurzen Fotoshooting dann auch wieder zurück. Dennoch ein tolles Gefühl! Weiter ging’s, doch obwohl wir bis Abends ausharrten sollten das die einzigen Fänge des Tages bleiben.

Ein weiteres Highlight war dann noch unser nächster Stellplatz, auf einer Bisson Farm waren wir, mal wieder, die einzigen Camper! Wow! Ein super nettes Betreiberpaar und 150 Bissons mitsamt ihrer Kälber begrüßten uns. Das ist doch mal genau unser Ding! Überall Felder und Wälder in denen die Bisson‘s am Weiden waren! Im Hofladen und im Saloon, das hauseigenen Restaurant, kann man das Fleisch dann für Eigengenuss kaufen. Noch ist alles geschlossen und für uns ja eh nichts, aber der Bissonburger soll der Hammer sein, glauben wir sofort!

Tag 6: Ich glaub mich knutscht ein Elch

Ja, es ist passiert! Wir haben unseren ersten frei lebenden Elch gesehen!!! Beim fahren durch eine bewaldete Gegend erspähte Sina ihn mit ihrem wachsamen El(s)ch 😀 Augen zwischen den Bäumen. Wow, was für majestätische Tiere! Wir waren erstmal geflashed. Dabei hatten wir bereits einiges an Wildlife auf unserer Strecke von der Küste gen Inland entdeckt. Um einer nördlich ziehenden Regenfront zu entkommen, hatten wir beschlossen etwas mehr gen Süd-Osten aufzubrechen, und auch hier wieder größtenteils abseits der großen Straßen. So sahen wir unzähliges an Rotwild, nicht für uns identifizierbare, große Vögel und ein dahin trottendes Wildschwein. Aber das Highlight war ganz klar eeendlich das Synonym schlechthin für Schweden stehend zu sehen – den Elch!

Nach 360km – wovon wir gefühlt 300km brauchten bis Sina uns trotz höchster Konzentration aus Munkedal, einem etwas größeren Dörfchen, heraus navigiert hatte – kamen wir Abends dann an einem traumhaften Spot direkt an einem See an – Danke an Asken und Karl für die Koordinaten!

Pünktlich zum Sonnenuntergang war dann auch das Abendessen fertig und wir genossen die herrliche Ruhe und Aussicht. Unsere allererste Nacht als Wildcamper lag vor uns – huuiiii wie spannend!

Tag 5: Natur Pur

Nach unserem feucht-fröhlichen Abend zuvor startete dieser Tag etwas gemächlicher. Statt weiter zu reisen entschieden wir eine zweite Nacht auf diesem schönen Campingplatz zu verbringen. So konnten wir auch gleich das erste Mal auf unserer Reise ganz entspannt Wäsche waschen und die umliegende Umgebung erkunden. Wie wir erst jetzt erfuhren waren am Vorabend tatsächlich Elche nach ihrem abendlichen Besuch am Fluss unterhalb des Campingplatzes auf dem Gelände, welches uns der Besitzer des Platzes erzählte. Das ist aber komplett an uns vorbeigegangen, und das obwohl wir eigentlich gut positioniert bis spät Abends draußen waren 😆

Von dem sehr freundlichen „Grandfather“ des Campingplatz Eigentümers bekamen wir den Tipp eines naheliegenden Wanderwegs direkt am Fluss wo die Lachse eigentlich ihren Weg zum Laichen flussaufwärts nehmen. Und wow wow wow, was für eine Natur! Leider haben wir verpasst wie ein Fliegenfischer tatsächlich dann auch den Ersten der Saison rausholte, aber auch so war es eine phantastisches Erlebnis! Zwei Stunden lang folgten wir dem Fluss auf einem kleinen Weg, über Stock und Stein, und durch wunderschöne, unangetastete Natur. Bis hin zu einer Lachstreppe, die die Weibchen erklimmen müssen, um dann in den höher gelegenen See zu gelangen. Leider ist zur Zeit der Wasserstand noch zu niedrig und so konnten wir keine springenden Lachse sehen, aber wow, was muss das für ein Naturschauspiel sein!

Nach dem Naturtrip hieß es dann zum ersten Mal die Klappräder satteln und auf zum einkaufen. Ja, in Schweden haben die Supermärkte auch Sonntags regulär auf – alles schon ein bisschen amerikanischer hier. Kaum zurück wurde sofort der Grill angeworfen – yummy 🙂

Mal schauen wo es uns dann morgen hin verschlagen wird, das Wetter soll wieder etwas schlechter werden und Nachts sind es hier noch immer nur knapp vier Grad…bbrrr. Und übrigens ist nun Dorphine’s Route auf der Startseite gepflegt, falls doch jemand unsere Tour mal auf der Karte nachverfolgen möchte – viel Spaß dabei 🙂

Tag 4: Wir sind sehr Dankbar

Leute, wir sind schockverliebt in dieses Land! Und so happy und dankbar, dass wir hier sein dürfen und unser Traum vom Reisen nun doch noch Realität wird!!!

Aber erstmal von vorne. Nachdem wir unseren herrlichen Stellplatz im Hafen von Rönnang Adieu gesagt haben, sind wir in dem süßen Dorf Klädesholmen gelandet – was für ein Traum! Auf Felsen gebaut liegt es am unteren Ende der Insel Tjörn, enge Sträßchen (für Dorphine ja kein Problem), viele weiße Holzhäuser und überall Wasser, nicht umsonst trägt es das Siegel Weltkulturerbe! Aber schaut am besten einmal selbst:

Noch ganz geflashed, wollten wir sogleich ein weiteres Hafenstädtchen erkunden und sind weiter nach Mollösund gefahren. Kleiner und schon etwas touristischer, konnte es aber nicht ganz mithalten. Wobei touristisch auch relativ ist, die Saison beginnt erst mit Midsommer, sprich Mitte Juni, und so hatte fast alles noch geschlossen. Dennoch ein schöner Stopp und ein paar frische Fischfrikadellen konnten wir auch noch ergattern 🙂

Apropos Fisch, wir haben zum ersten Mal die Ruten rausgeholt! An einer wunderschönen, abgelegner Bucht entschieden wir spontan unser Glück zu versuchen. Nachdem Sina das 1×1 im Angeln absolviert hatte, ging es los. Bei herrlichem Sonnenschein, mit kühlen Getränken und keinem Petriheil verbrachten wir den Nachmittag – herrlich. Und beim nächsten Mal beißen sie bestimmt 🙂

Das Beste am Tag war aber dann noch unser nächster Stellplatz: ein kleiner Campingplatz den wir ganz für uns alleine hatten, mit Campingtischen, Feuerstelle und sogar Holz! Und dank des jetzt milderen und sonnigen Wetters, konnten wir nun endlich auch zum ersten Mal draußen kochen und essen. Nudeln mit Tomaten und Linsen, dazu noch ein, zwei, drei leckere Gläschen Wein und das ganze im Sonnenuntergang – es sind die simplen Dinge, die so schön sein können!

Natürlich nutzten wir auch die Feuerstelle ausgiebig, saßen bis weit nach Sonnenuntergang draußen und holten schließlich das berühmt berüchtigte Maikäfferflugbenzin raus…uijuijuijuiiii

Tag 3: Sweden’s Land‘s End

Habt ihr schon mal von Rönnäng gehört? Wir bis dato na klar auch noch nicht, sind aber froh es heute durch Zufall entdeckt zu haben! Aber fangen wir erstmal mit der heutigen Route mit einem mini Zwischenstopp oder besser noch Sightseeing-Durchfahrt in Göteborg, an. Göteborg ein hübsches Städtchen mit Schwedens größten Seehafen, jedoch absolut unmöglich mit Dorphine dort zu parken…schade aber auch kein Drama. Also deswegen auch nur kurz durchgereist 🙂

Wir lassen uns gerade weiter an der Westküste in Richtung Norden treiben, da je weiter nördlich der graue und verregnete Himmel noch viel schöner sein soll als irgend anderswo :D. Auf dem Weg zu unserer dann folgende Übernachtung, haben wir noch einen fantastischen Stopp gemacht…aber schaut am besten einmal selbst.

Wer da wohl wohnt…? … „warte, ich schau mal!„

Nun aber wieder zurück zu unser super tollen Übernachtungsstelle 🙂 Nicht nur die schöne Lage des kleinen und verschlafenen Fischerdörfchens ist besonders, sondern vor allem auch Dorphine‘s Stellplatz! Habt ihr sie schon entdeckt?

Da die schon nur auf 4 Stellplätze beschränkte Parkmöglichkeit noch für die an Land stehenden Segelboote gebraucht werden, ist hier eigentlich noch bis zum Saisonbeginn im Juni geschlossen…doch wir durften trotz alledem dort bleiben und spontan auf der Terrasse neben dem Hafenhäusschen parken 🙂 ist das nicht herrlich?!

Tag 2: Finde den Unterschied

Ja, wir sind die Außenseiter hier in Schweden mit unserer Nationalität. Als Touristen sieht man sonst nämlich zur Zeit nur „einheimische“. Die dritte Nacht und wie ihr sehen könnt; Schietwetter. Macht aber nichts, Dorphine ist dank unseres „heißen Dieters“, dem Heater, muckelig warm und suuuper gemütlich wenn der Regen aufs Dach prasselt.

Gestern sind wir kreuz und quer von Malmö bis Halmstad gekurvt und dabei an entlegene Orte gekommen, das Motto der Navigation lautet schließlich: Fern ab der großen Straßen das Land erkunden. So haben wir an einem herrlichen See mitten im Nirgendwo eine Kaffeepause eingelegt, jagten mit Dorphine über einen befahrbaren Strand und sind Serpentinen ähnliche Straßen gecruised. Nach mehreren Campingplätzen fanden wir dann auch noch einen der unseren Vorstellungen entsprach: Fernab, an einem kleinen muckeligen Hafen und ehrlich.

In Schweden zu sein ist wie eine Zeitreise gemacht zu haben, zurück in die Zeit vor Corona, ohne persönliche Einschränkungen und den gruseligen Gesichtsmasken. Es war so schön, nach einem herrlichen Strandspaziergang im kühlen Sturm, mal wieder in einem kleinen niedlichen Café mitten in dem beschaubeschaulichen Örtchen Falkenberg, ein Heißgetränk mit lecker Waffeln ohne jeglichen Auflagen zu sich nehmen zu können – leider geil 😀

Tag 1: Wo ein Wille, da auch ein Weg!

Wir haben schon fast nicht mehr dran geglaubt, aber es geht eeeeendlich los!!! Satte 6 Wochen später als geplant und nun aber den aller nördlichsten Teil Griechenlands – Ja genau, das ist nämlich Schweden 😀 …. Attacke wir kommen! Ja, tatsächlich darf man als Tourist aus einem EU Land noch nach Schweden einreisen, und dank der Fährverbindung ab Deutschland muss man ja auch nicht Dänemark passieren. Heißt also endlich raus aus Hamburg und rein ins Abenteuer.

Ab Travemünde ging es in schnellen 7 Stunden nach Trelleborg und die Fähre gehörte uns gefühlt fast alleine. Einzig ein paar LKW-Fahrer, 2-3 PKW‘s und zwei weitere Wohnmobile machten den selben Trip. Herrlich angenehmes Reisen, wenn man die gesamte Lounge des Schiffes praktisch für sich hat. Auch herrlich sind die zollfreien Hopfenlimo-Preise im Bord Shop, also nochmal ordentlich zugeschlagen 🙂

Ihr fragt euch vielleicht, wie wir das noch alles in Dorphine unterbringen wollen, aber dank ihrer „neuen“ schniecken Dachbox ist das kein Problem. Da Schweden ja nun mal der nördlichste Teil Griechenlands ist und man etwas mehr einpacken muss, um für alle klimatischen Eventualitäten gewappnet zu sein, haben wir uns sehr kurzfristig entschieden doch noch für mehr Stauraum zu sorgen und noch flink ne Box bei Ebay Kleinanzeigen erstanden.

Aber auch ohne dir Dachbox ist Dorphine ein klitze kleines Platzwunder. Wir haben alles relativ gut unter bekommen und das will schon etwas heißen. Schließlich haben wir nicht nur die Standard Camping Ausrüstung dabei, sondern auch noch Twiggy‘s Futter für die nächsten sechs Monate! Und weil Schweden neunmal ein Angler Paradies ist, sind jetzt auch zwei Ruten samt Zubehör im Gepäck, also ihr Hechte und was sonst noch so da draußen schwimmt – „aufgepasst“! 🙂

Nun aber zurück zu Schweden. Um kurz vor elf Uhr Abends kamen wir in Trelleborg an, und da wir dir Dachbox bei der Fährbuchung noch nicht auf dem Plan hatten und nicht extra zahlen wollten war unser erster Stopp ein relativ gut beleuchteter Parkplatz: Fahrräder abbauen, Dachbox hinten rausholen, ausräumen und auf Dorphine‘s Dach sicher verschrauben – und dann das ganze wieder rückwärts.

Um Mitternacht war die „Aktion Dachbox“ anbringen vollbracht und wir machten uns auf in Richtung Westküste. Etwas nördlich von Malmö fanden wir dann die für uns perfekte Übernachtungsmöglichkeit für die erste Nacht: Ein Parkplatz an der Ostsee mit Ausblick auf die Öresundbrücke und einem kleinen, sehr simplen Toilettenhäuschen- herrlich!

Dorphines final Check

Da sind wir wieder! Eine weitere Woche ist rum und es hat sich doch auch so wieder einiges getan, zumindest was Dorphine angeht. Zuerst stand wie schon erwähnt der Getriebeölwechsel an, welcher ja nach +/- 1000 km Laufleistung nach dem Einbau gemacht werden sollte. Dafür ging es dann am Dienstag mal wieder in die Lieblingswerkstatt um die Ecke zack auf die Hebebühne.

An der magnetischen Schraube des Auslassventils kann man schön die Metallsplitter erkennen, die durch den Abrieb in den letzten 1000 km entstanden sind. Das sieht doch gar nicht so schlecht aus – yay!

Es folgten noch weitere kleinere Arbeiten: Ausbau und Reparatur des Zigarettenanzünders im Armaturenbrett, Ein- und Anbringen der Kühlbox und des Feuerlöschers, na klar das Paulchen wieder an die Heckklappe anbringen – jaaa den Klappradtest hat er auch Stand gehalten – die Dachträgerhalter perfekt in Fahrzeugfarbe lackieren – und dann noch ein zweites Mal weil Sina einer von der Leiter gefallen ist 🙄

Ihr ahnt es sicherlich schon, wir sind aber sowas vom im Endspurt angekommen!

Am Freitag wurde es dann noch einmal spannend. Da ja eh im Juni der nächste HU Termin anstehen würde, wir dennoch weiterhin zu jeder Zeit auch für einen längeren Zeit Reise bereit sein möchten, war es Dank eines kurzen Besuches zum kleinen Plausch, bei dem Lieblings-GTÜ Prüfers Toddy, mega spontan möglich, Dorphine zur Hauptuntersuchung vorstellig zu machen – also quasi von jetzt auf gleich – BÄÄÄMM 🙂

Mario musste und durfte sich dann auch gleich als ambitionierter Hobby Prüfer Anwärter mit einbringen. Und wie immer wirklich viel lehrreiches dazugelernt…und noch 2 Wochen und ich mache meine Prüfung zum Assistenten 🙂

Und nach intensivem Inspizieren, Prüfen, Testen und nebenbei noch tollen und wertvollen Gesprächen- da is das Ding 🙂 YIIPPIIEH YAY -Daaaanke Tooddyyyy

Wir bekamen jedoch auch noch ein paar Hausaufgaben auf; eine Verbindungsmuffe des Kühlwasserschlauchsystems sitzt nicht mehr so ganz an Ort und Stelle, da sollten wir bestenfalls noch mal ran und in Sachen Korrosionsschutz geht hier und da im Unterbodenbereich auch noch was.

Also ab unter den Bus und mit der Drahtbürste dem Rost den Gar aus machen. Ob Achsschenkel, Träger, Holme oder Lenker der Karosserie, so ziemlich alles wurde bearbeitet und danach ordentlich mit Fluid Film konserviert – daran hat der Rost erstmal ne Weile zu knappern. Und Dank Paparazzi Axel gibt es auch ein Aktion-Shot von uns unterm Bus.

Twiggy war natürlich auch wie immer mit von der Partie und hat den anstrengenden Job der Bauleitung und Überwachung übernommen -puh! Aber mit der richtigen Mische läuft das doch 🙂

Der Spargel Abstecher

Frohe Ostern! Genießt ihr auch das herrliche Wetter? Wir werden gleich wieder einen schönen, langen Spaziergang machen und ein leckeres Eis unterwegs verspEISen 🙂

Am Grün Donnerstag haben wir uns auf die Suche nach frischem und bezahlbaren Spargel gemacht, da die Preise in Hamburg astronomische Ausmasse angenommen haben…14,50 für nen Pfund…die Spinnen! Und da Schleswig Holstein zur Zeit ja das verbotene Ländle für uns Hamburger ist, hat es uns schon,wieder nach Niedersachsen verschlagen. Genauer gesagt in das kleine Dorf Neetze, denn dort gibt es einen netten Spargelhof mit viel humaneren Preisen …14,50 für nen Kilo und dazu noch ganz frisch gestochen! Und nach dem Schälen mit der Maschine wurde sogar noch per Hand nachgeschält – das freut doch und welch ein Service!

Und übrigens für alle die es noch nicht wussten, es gibt noch keine Deutschen Freiland Erdbeeren…Ja, Ja, wir naiven Stadtkinder mal wieder.

Unweit von Neetze entfernt fließt auch schon die Elbe. Und mit dem beschaulichen Örtchen Lauenburg und seinen Fachwerkhäusern im Hintergrund ein perfekter Ort um mal wieder die GoPro rauszuholen – vielen Dank nochmals an Steffi und Garlef für dieses tolle Geschenk!

Danach ging es dann auf der anderen Elbseite (und Ja, wir mussten dann tatsächlich auch ein Stück durch das verbotene Land, oh was sind wir doch für Gesetzlose 🙂 zurück gen Hamburg – das war mit Sicherheit nicht unsere letzte Spargel Tour, wenn wir nicht langsam auch weiter rauskommen sollten.

Und es gibt noch einen Grund zur Freude, auf der Tour haben wir einen Meilenstein erreicht: Die 1000 km mit dem „neuen“ Getriebe sind geschafft! Sprich Dorphine kann dann Anfang der nächsten Woche den erforderlichen Getriebeölwechsel bekommen, den wir sonst auf unserer Route hätten machen lassen… dann sind wir aber auch sowas von bereit für die große Fahrt – ATTACKEEEE 🙂

Botanik, Soul Kitchen, Industrie- und Hafencharme

Unser zweiter Tagesausflug hat uns, da wir noch eine Abholung von der Veddel machten, spontan nach Wilhelmsburg verschlagen. So nah und gefühlt doch ein bisschen als wenn man eine fremde Stadt erkundet.

Zuerst haben wir uns über das ehemalige Gelände der Bundesgartenschau treiben lassen. Schon cool was damals alles für die Ausstellung gebaut wurde und wie dies heute genutzt wird. Auf jeden Fall mal einen Spaziergang wert! Vor allem in Corona Zeiten, denn auch hier war es überraschend leer.

Na klar ist gemütliches Einkehren in diesen Zeiten nicht möglich, aber wir stellen jedes Mal erneut fest, wie schwierig es ist, überhaupt nur an eine kühle Erfrischung unterwegs zu kommen. Bleibt meist nur die nächste Tanke. Glücklicherweise haben die ja auch meist ein gutes Sortiment an Hopfenlimo’s 🙂

Nachdem wir das moderne Wilhelmsburg ja schon gecheckt hatten, wollten wir natürlich auch noch das ursprüngliche sehen. Man muss ja sagen ein echt ein schöner und vielseitiger Stadtteil.

Für alle Filmfans unter euch, wir haben na klar auch das Soul Kitchen Gebäude angefahren und siehe da, es steht noch! Aber von der angekündigten Sanierung und Wiedereröffnung fehlt jede Spur, ist schon eher ne Ruine mit coolem Flair.

Danach ging es weiter nach Steinwerder, bisschen Hafenluft schnuppern und Dorphine abknipsen.

Was sagt ihr zu ihrem neuen Dachaufbau im Elphi Style? Steht ihr doch super, oder? 🙂